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7 Tipps für die Smarthome-Planung

10.01.2017

Der Weg ins intelligente Haus ist weniger steinig als Sie vielleicht denken. Mit diesen sieben Tipps und etwas fachmännischer Hilfe kommt jedermann schnell zu seinem Traum-Smarthome. 

Egal ob Sie einen Kleiderschrank kaufen, einen Flat-TV anschaffen oder Ihr Haus mit intelligenter und vernetzter Smarthome-Steuerungstechnik ausrüsten wollen: Ein bisschen Vorbereitung und der richtige Expertenrat muss sein. Mit diesen sieben Tipps fahren Sie auf jeden Fall richtig.

Tipp 1: Welcher Umfang an Automatisierung darf es sein?

Für den einen ist Smarthome, wenn die Kaffeemaschine morgens automatisch startet, für andere muss jede Lampe zentral dammbar sein und automatisch an und aus gehen, wenn jemand den Raum betritt oder ihn verlässt. Die einzige Grenze sollte zu Beginn Ihre Vorstellungskraft sein. Schauen Sie sich zunächst um und überlegen Sie, welche dieser Anlagen Sie ferngesteuert und im Zweifel automatisiert nutzen wollen: Licht, Rollläden, Türschlösser, Heizung, Elektrogeräte, Energieerzeugung, Multiroom-Entertainment? Nach der Lektüre der Smarthome-Beispiele auf diesen Seiten haben Sie sicher jede Menge Ideen. Nehmen Sie sich mit Ihrer Familie Zeit und überlegen Sie sich gemeinsam, was Ihnen Spaß und Nutzen brächte.

Tipp 2: Welcher Aufwand?

Die nächste Frage können Sie selbst oder mit der Hilfe eines Profis klären: Lohnt der geplante Aufwand eine komplette Neuverkabelung, etwa mit einem Bussystem?  Oder ist ein gut durchdachtes Funk-Nachrüstsystem die bessere, weil günstigere Wahl? Einen besonders einfachen Einstieg finden Sie auch mit besonders simplen Smarthome-Systemen zum selbst nachrüsten. Allerdings muss man dabei nicht nur die Komponenten installieren, sondern sich auch selbst alle automatisierungslogiken überlegen. Je größer der Anspruch an die Automatisierung ist, desto komplexer wird das.

 Tipp 3: Selbst oder vom Profi?

Sie wollen eher mit den einfachsten Stufen der Gebäudeautomatisierung experimentieren, also zwei, drei Stehlampen automatisch ein- und ausschalten und die Heizkörper-Thermostate ferngesteuert regeln? Dann sind Sie zunächst eher ein Kandidat für ein Do-it-Yourself-System à la Rademacher Home Pilot, Telekom Magenta Smarthome oder Innogy SmartHome. Diese Systeme können einzelne Aufgaben gut bewältigen und kosten nur einen Bruchteil von schlüsselfertigen Systemen vom Profi.

Bei der Komplettausstattung eines Hauses mit Smart-Home-Technik stoßen sie aber schnell an Grenzen: Sobald Unterputz-Schalter und Aktoren installiert werden sollen, muss zwingend ein Profi-Elektriker her, da sonst für die Installation kein Versicherungsschutz im Brandfalle besteht. Umfassende Heimsteuerungssysteme sollten Laien nicht selbst panen und einbauen. Nehmen Sie hier auf jeden Fall die Erfahrung und Planungskompetenz eines Profis in Anspruch – Fachbetriebe für alle Lebenslagen in allen Regionen finden Sie in unserer großen Experten-Datenbank.

Tipp 4: Flexibel oder stabil?

Fällt die Wahl auf ein fest installiertes System vom Profi, dann ist längst nicht ausgemacht, wie das aufgebaut und programmiert ist. Systeme auf Basis des KNX-Busses und eines zugehörigen Homeservers etwa bieten in der Regel ein Höchstmaß an Stabilität. Sie zählen aber auch zu den teuersten Lösungen, die obendrein bei fast jeder Änderung Programmieraufwand und damit weitere Kosten verursachen. Es gibt auch günstigere installierte Lösungen, bei denen der Nutzer selbst in Steuer-Mechanismen eingreifen kann – zum Beispiel Digitalstrom. Wer unsicher ist, was das Richtige ist, der lässt sich für seine geplante Heimsteuerung mehrere Angebote mit verschiedenen Systemlösungen machen.  

Tipp 5: Optisch denken

Zur Heimsteuerung gehört eine Bedienoberfläche. Die kann je nach System standardisiert oder ganz individuell angepasst sein. Denken Sie bei der Auswahl daran: Sie werden die Menüoberfläche jeden Tag sehen – lieber eimal mehr darüber nachdenken und erklären lassen.

Smarthome Visualisierung
Zur Heimsteuerung gehört auch die Benutzeroberfläche von Wand-Panels oder Steuerungs-Apps. Sie sollten optisch ansprechend, aber nicht überladen gestaltet sein. 

Tipp 6: Demo-Objekte

Es gibt immer mehr Smarthome-Musterhäuser und Ausstellungen, wo man sich intelligente Haustechnik live anschauen kann. Wenn Ihr Planer keinen solchen Showroom hat, dann können Sie ihn auch bitten, ein vorhandenes Kundenobjekt vorzuführen. Das dürfte in den meisten Fällen kein Problem sein, denn Kunden zeigen ihr Smarthome oft gern und mit Stolz her.  

Auch in immer mehr Fertighäusern ist intelligente Steuerungstechnik verbaut. Beispiel dafür gibt es etwa in Musterhaus-Ausstellungen, einige Fertighäuser mit Smarthome-Technik sind auch auf diesen Seiten zu finden

Tipp 7: Immer nachfragen!

Sie geben für Ihr Smarthome in aller Regel viel Geld aus. Damit das gut angelegt ist, sollten Sie von Anfang an verstehen, was in Ihrem Haus wann und warum vor sich geht. Ein guter Planer ist stets in der Lage, Ihnen alle Schritte und Automatismen anhand seiner Pläne zu erklären. Viele Dinge werden auch in Praxisartikeln und Kaufberatungen auf diesen Seiten erklärt. Wenn Sie etwas partout nicht verstehen: Fragen Sie nach, bis Sie es verstehen und so auch wollen. Oder lassen Sie es weg.  

Raumbuch und Installationsplan

Teil des Konzeptes ist ein Plan des Hauses mit den einzelnen Räumen, allen steuerbaren Anlagen sowie den zugehörigen Schaltern und Sensoren. Im zweiten Schritt wird daraus ein Verzeichnis aller Steuerungsfunktionen – dem Smarthome-Raumbuch.

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