Homematic IP Alexa slider

„Alexa, sag dem Haus, dass ich schlafen gehe!“

23.02.2017

Das Smart-Home-System Homematic IP lässt sich dank eines Software-Updates und dem zugehörigen Skill ab sofort über die Sprachsteuerung von Amazon Alexa und die zugehörigen Spracheingabegeräte Amazon Echo und Echo Dot steuern. 

Laut dem deutschen Hersteller eQ-3 steht die neue Steuerungsmöglichkeit für Homematic IP per Spracheingabe über Amazon Echo ab sofort zur Verfügung. Durch die Sprachsteuerung mit Amazon Alexa soll die Anzahl möglicher Befehle für das intelligente Zuhause steigen. Mit Aufforderungen wie „Alexa, schalte das Leselicht ein“ oder „Alexa, schalte den Vollschutz ein“ wird die Bedienung des Smarthome noch komfortabler. So verlangt die Alexa-Software für Homematic IP, im Alexa-Sprech der zugehörige „Skill“, keine spezielle Codeeingabe. Man kann Funktionen im Haus direkt einsprechen und muss kein zusätzliches Codewort voranstellen. In einigen anderen Alexa-Skills erfolgt die Befehlseingabe komplizierter, nämlich nach dem Muster „Alexa, sag SystemXY, dass es die Musik leiser stellen soll!"

Zusätzlich zur Steuerung über die App oder per Funk-Fernbedienung können Sicherheitsmaßnahmen wie der Hüll- oder Vollschutz des Hauses nun mit dem neuen Skill per Spracheingabe eingestellt werden. Eine Fremdsteuerung von außen wird durch spezielle Sicherheitsfeatures verhindert: Sobald etwa ein Schutzmodus aktiviert ist, können keine Homematic IP Geräte mehr über Amazon Alexa angesprochen werden. Homematic IP verfügt mit Alexa über die Fähigkeit, den Sparbetrieb im gesamten Haus einzustellen oder Geräte wie eine Leselampe bequem per Aufforderung ein- und auszuschalten. Der Umfang des Alexa-Skills soll stetig um weitere Befehle ausgebaut werden. Die Nutzung ist generell kostenlos. Homematic-Hersteller eQ-3 zeigte die Alexa-Sprachsteuerung bereits im letzten Jahr auf der IFA. Auf kommenden öffentlichen Veranstaltungen wie etwa der Haustechnik-Messe ISH und der weltgrößten IT-Messe CeBIT ist die Funktion dann im Serienzustand ebenfalls bei eQ-3 zu sehen.

Neben Homematic IP bieten auch andere Smarthome-Funksysteme Steuerungs-Skills über Alexa an, etwa Innogy Smarthome, Devolo Home Control , Telekom Magenta Smarthome (Beta-Version) sowie die eher spezialisierten Anwendungen wie die smarten LED-Leuchten Philips Hue und Osram Lightify oder die vernetzten Heizungsthermostate von Tado und Netatmo. Unter den Smarthome-Systemen für die Installation durch Experten spielt Amazon Alexa und dessen Sprachsteuerung noch keine so große Rolle. Hier bietet bislang nur Digitalstrom einen Alexa-Skill, mit dem sich allerdings weit reichende Automatisierungen steuern und auslösen lassen. 

Allerdings unterscheiden sich die Eingriffsmöglichkeiten von System zu System. Bei Philips Hue Leuchten etwa kann man per Sprachbefehl voreingestellte Lichtszenen in jedem Raum aufrufen, während man beim smarten Thermostat von Tado nur die Automatik durch eigene Temperaturangaben korrigieren und damit deaktivieren kann. 

 

Systeme

Amazon Echo / Echo Dot

Der Streaminglautsprecher Amazon Echo und sein kleiner Bruder Echo Dot mit ihrer intelligenten Sprachsteuerung „Alexa“ sind seit kurzem in Deutschland für jedermann verfügbar. Die beiden Geräte können Musik und Hörbücher streamen, Nachrichten und den Wetterdienst auf Zuruf vorlesen und dienen als Sprachsteuerung für alle möglichen Online-Dienste und Gerätschaften im Haus. Die Sprachkontrolle gilt als überaus zuverlässig. Auch durch Nebengeräusche hindurch oder quer durch den Raum reagiert die Box auf die Gesprächseröffung „Alexa“ zusammen mit einer natürlichen Anweisung wie etwa „wie wird das Wetter morgen?“ Daraufhin wird die Online-Wettervorhersage verlesen. Hersteller vernetzter Geräte können die Funktionen über sogenannte Skills, also Fähigkeitsprofile, nutzen. 

Amazon Echo dot

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