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Die Smarthome-Trends der IFA 2017

15.08.2017

Haushaltsgeräte, Flat TVs und andere Consumer Electronics Gadgets stehen bei der IFA im Berlin im Fokus des Interesses. Da fast alle diese Geräte mittlerweile vernetzt sind, entwickelt sich die Messe immer mehr zu einer echten Smarthome-Show.

Morgens um acht Uhr in Deutschland. Die Waschmaschine meldet ins Heimnetzwerk, dass sie geladen und betriebsbereit ist. Dort warten eine ganze Heerschar anderer Geräte – etwa der zentrale Energiemanager oder die Smarthome-Steuerzentrale mit Energiespar-Funktion – auf solche Informationen. Sobald die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Hauses einen stabilen Ertrag für die kommenden zwei Stunden prognostiziert, wird der Waschvollautomat via Netzwerk eingeschaltet und wäscht mit dem Strom vom Dach. Nach erledigter Arbeit schickt die Heimsteuerung dem Nutzer eine Nachricht, die dieser wahlweise im Mail-Postfach, in der Nachrichtenzentrale seines Smartphones oder auf dem Bildschirm des Smart-TVs sieht – zusammen mit der Info, dass der Sonnenstrom jetzt das Elektroauto und den Wärmespeicher der Heizung auflädt.


Lesetipp:  Smarthomes aller Marken, vereinigt Euch – wie sich die verschiedenen Smarthome-System und vernetzten Produkte untereinander vernetzen


Saugroboter Miele
Der Staubsauger anno 2017 hat keinen Saugrüssel mit Griff mehr, dafür aber WLAN, eine Kamera zur Orientierung in der Wohnung und für deren Überwachung. Ob er mögliche Einbrecher automatisch erkennt und selbstständig die Polizei anruft, ist noch nicht überliefert. Foto: Miele

Derweil zieht der Saugroboter seine einsamen Bahnen durch die Wohnung, um rechtzeitig vor dem ersten heimkehrenden Bewohner fertig zu sein und seinen Akku mit den letzten Sonnenstrahlen für morgen wieder aufzuladen. Die Bewohner werden kurz darauf von ihrem Lieblings-Radiosender in der frisch gereinigten Wohnung begrüßt, die tagsüber herabgelassenen Jalousien fahren hoch und geben den Blick frei auf einen unvergesslichen Sonnenuntergang...



Von der Funkausstellung zur Netzwerk-Show

Was noch immer ein bisschen wie Science Fiction klingt, ist technisch heute tatsächlich kein größeres Problem mehr. Und alle beteiligten Systeme und Hersteller treffen sich in den nächsten Tagen auf der IFA 2017 in Berlin, um ihre neuesten Produkte zu zeigen. Aus der einstigen „Internationalen Funkausstellung“ hat sich in den letzten Jahren tatsächlich die größte Messe für das audiovisuelle, vernetzte Heim gemausert, auf der neben Flat-TVs und Unterhaltungselektronik eben auch Haushaltsgeräte und Netzwerktechnik im heimischen Einsatz eine wichtige Rolle spielen.

Für die eigentlichen Intelligenz, die all die vernetzten Geräte zusammenbindet, sorgen vor allem auch Smarthome-Systeme, die mittlerweile ebenfalls einen wichtigen Teil der Messe ausmachen. Wir zeigen, wo es bei der IFA in Berlin die besten Smarthome-Trends zu sehen gibt.


  • Die IFA-Alternative für Smarthome-Interessenten bei Frankfurt: Die 3. große Erlebnismesse „Das intelligente Haus“ am 7./8. Oktober in der Musterhausausstellung in Bad Vilbel bei Frankfurt zeigt Smarthome-Anwendungen und Produkte in eingerichteten Wohnhäusern. Infos gibt's unter www.dih-messe.de und in der Facebook-Veranstaltung. Klicken Sie auf „Interessiert“ oder „Zusagen“ und verpassen Sie kein Update.

Hausgeräte mit Netzwerk-Extras

Der Kühlschrank, der seinen Inhalt selbst im Internet bestellt, ist weiterhin Zukunftsmusik - und vermutlich wird er nie kommen, denn die Freiheit der eigenen Wahl im Supermarkt wollen sich die wenigsten Menschen nehmen lassen. Heutige smarte Geräte haben dafür eingebaute Innenkameras, die bei jedem Schließen des Kühlschranks eine Foto des Inhalts machen. Das lässt sich jederzeit übers Smartphone abrufen, so dass man beim Einkaufen jederzeit nachschauen kann, wie viel Milch noch da ist.  

EEBUS Demo Hausgeräte Energiemanager
Hausgeräte unterschiedlicher Marken lassen sich dank des offenen EEBUS-Standards von Energiemanagern oder Smarthome-Systemen steuern. Foto: CECED / EEBUS

Dies ist nur ein Beispiel für die Vernetzung von Hausgeräten – ebenso wie eben Waschmaschinen, Trockner und Geschirrspüler, die sich per standardisierter Smart-Start-Funktion von jedem kompatiblen Energiemanager starten lassen, sobald kostenloser Strom zur Verfügung steht. Dank dem EEBUS-Standard, den große Hersteller wie Bosch, Siemens – beide mit dem Vernetzungssystem Home Connect, sowie Miele und Whirlpool ebenso einsetzen wie  Energiemanager von SMA oder Schneider Electric. So klappt Energiemanagement unabhängig von bestimmten Marken. Und die übergreifende Sprache für Energie sorgt auch dafür, dass Haushaltsgeräte ihre Betriebszustände eben auch in Smarthome-Systeme mit KNX-Bus- oder Funktechnik melden und sich von diesen steuern lassen. Bosch etwa ist erst letztes Jahr mit dem eigenen Funksystem Bosch Smart Home in diesen Bereich gestartet und verbindet sich damit auch bereits mit den vernetzten Haushaltsgeräten der eigenen Marke. 

Die Smarthome-Show Anfang Oktober in Bad Vilbel

Wer nicht im Raum Berlin, sondern weiter westlich lebt, der findet viele der genannten Marken und Produkte auch auf der Erlebnismesse „Das intelligente Haus“, die wir am 7./8. Oktober in der Musterhausausstellung in Bad Vilbel bei Frankfurt veranstalten. Alle Infos gibt es unter www.dih-messe.de oder in der Facebook-Veranstaltung zur Messe. Einfach auf „Interessiert“ oder „Zusagen“ klicken und kein Update mehr verpassen.

IFA-Infos

Die IFA findet vom Freitag, 1.9. bis Mittwoch 6.9. auf dem Messegelände unterm Funkturm in Berlin statt. 

Öffnungszeiten: täglich 10 bis 18 Uhr

  • Eintritt für Privatbesucher: 17,50 Euro
  • im Vorverkauf 13 Euro
  • Schülerticket: 9 Euro
  • Nachmittags ab 14 Uhr: 13 Euro

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