Elac Discovery pro music server

Elac: In-Wall-Lautsprecher und neuer Multiroom-Server

17.02.2017

Der Kieler HiFi-Anbieter Elac startet mit einer neuen Produktserie in das Jahr 2017: Gleich drei Lautsprecherserien des Herstellers gibt es künftig für die feste Installation in Wand oder Decke. Passend dazu erweitert Elac sein Multiroom-System um den Discovery Pro Music Server.

Die Fachmesse ISE in Amsterdam bot Anfang Februar eine ideale Bühne für die Präsentation der neuen Einbau-Lautsprecher von Elac. Analog zu den beliebten Boxenserien „Debut“, „Uni-Fi“ und „Jet“ des Kieler HiFi-Spezialisten gibt es ab Frühjahr ebenfalls drei Serien an Kompaktlautsprechern für die Montage in der Wand oder Decke. Klanglich sollen die Einbaulautsprecher eine vergleichbare Performance bieten wie die entsprechenden Kompaktboxen, allerdings muss der Installer den Hinterbau der Lautsprecher passend aufbauen: Die In-Wall-Lautsprecher von Elac haben keine eigenen Resonanzvolumen. 

Einbau-Lautsprecher fürs komplette Heimkino

In der Einstiegs-Serie „Debut“ ist die Zwei-Wege-Kompaktbox IW-D61-W mit 15-Zentimeter-Tieftöner und Gewebekalotten-Hochtöner bereits für weniger als 400 Euro Paarpreis zu haben, der passende Centerlautsprecher mit zwei Tieftönern für den Einsatz im Heimkino kostet knapp 250 Euro Listenpreis. Dazu kommen Deckenlautsprecher für runde Einbaurahmen, in denen die Hochtöner vor den Mittel-/Tieftönern montiert sind (Koax-Anordnung). Neben Modellen für die Hintergrundbeschallung in Küche oder Flur bringt Elac mit dem Modell IC-DT61-W auch spezielle Heimkino-Deckenlautsprecher. Sie sind für die neuen 3D-Soundformate Dolby Atoms, Auro 3D oder DTS-X gedacht, bei denen Klanganteile im Filmton über zusätzliche Kanäle von oben auf das Publikum tönen und so ein noch räumlicherer Klangbild schaffen sollen. Zusammen mit einer abgehängten Zimmerdecke sind Einbaulautsprecher die beste Lösung für solche dreidimensionalen Filmton-Installationen.

Elac In-Wall Jet Uni-Fi
Mit konventionellen Zwei-Wege-Lautsprechern wie auch runden Koax-Lausprechern kann Elac künftig komplette Heimkinos ausstatten. Foto: R. Otter

Einbau-Subwoofer mit Frequenz-Korrektur  

Zusätzlich hat Elac einen In-Wall-Subwoofer mit 25-Zenitmeter-Bass-Chassis und externem 500-Watt-Verstärker neu im Sortiment. Damit er an allen Installationsorten und in jedem Raum optimal tönt – und damit auch ja nichts scheppert – bietet sein externer Verstärker eine App-gestützte Frequenzkorrektur. Das Smartphone koppelt sich dabei per Bluetooth mit dem Bass-Verstärker und dient zugleich als Mess-Mikrofon für Testtöne, welche die App über den Bass-Schallwandler abspielen lässt. Kostenpunkt des Tieftonsystems: rund 1000 Euro. Die Boxen der Debut-Serie sollen spätestens im April auf den Markt kommen, ihre höhenwertigen Mitstreiter werden wohl etwas später zu haben sein.

Multiroom-Erweiterung des Discovery Music Systems

Zusätzlich zum 2016 eingeführten Discovery Music Server präsentierte Elac auf der ISE erstmals dessen großen Bruder, den Discovery Pro Music Server. In seinen Funktionen ähnelt der dem Musikmanager vom letzten Jahr, liefert aber Musik für bis zu fünf Hörzonen. Vier Stereo-Verstärker mit jeweils 50 Watt Ausgangsleistung sind in den schlanken Multiroom-Verstärker eingebaut, eine weitere Zone kann er über analoge oder digitale Audioausgänge direkt an einen Verstärker oder an Aktivboxen ausgeben. Der Discovery Pro Music Server ist für die Montage im Technikraum vorbereitet – er lässt sich problemlos in ein typisches 19-Zoll-Gestell einbauen, wie sie in professionellen Installationen oft zum Einsatz kommen. Man kann das Gerät aber auch in der Wohnzimmer-Kommode verstecken und von dort aus in die Heim-Anlage integrieren. 

Elan discovery pro music server
Fit für die Montage im 19-Zoll-Rack: Der Discovery Pro Music Server von Elac. Kostenpunkt: rund 2000 Euro. Bild: Elac

Die Bedienung des Discovery Pro Music Servers erfolgt wie bei seinem „einfachen“ Pendant über die zugehörige Steuerungs-App, die wiederum die universelle Musiksoftware Roon in einer leicht begrenzten Version nutzt – Roon Essentials. Bis zu 30.000 eigene Musiktitel sowie Inhalte des hochauflösenden Musik-Streamingsdienstes „Tidal“ kann die App auf diese Weise katalogisieren – einschließlich Hintergrundinfos zu Künstlern, Verschlagwortungen zu weiteren Titeln und automatischen Empfehlungslisten für jeden Nutzer. Daneben lassen sich über den Musikserver auch externe Zuspieler in die Multiroom-Anlage einbinden. Und schließlich gibt er auch Musik weiter, die ihm per Airplay von Apple-Mobilgeräten oder aus einer iTunes-Bibliothek zugespielt wurde. 


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Systeme

Roon, die Musikbibliothek für Entdecker

Die Roon-Software aus den Roon Labs bietet eine Art Universal-Enzyklopädie in Sachen Musik.  Das Programm untersucht die Musikbibliotheken ihres Nutzers und verbindet diese anhand der Informations-Daten (z.B. ID3-Tags an MP3-Stücken) mit einer umfassenden Datenbank des Anbieters. Darin sind zum Einen unzählige Informationen über die Musik und alle möglichen Genres hinterlegt. Andererseits verknüpft Roon auf Basis der Nutzungsgewohnheiten seiner Kunden die vorhandene Musik nach Geschmack und anderen Kriterien zu individuellen Favoritenlisten. 

Roon ist häufig unabhängig von bestimmten Multiroomanlagen als Programm auf dem Computer installiert und sammelte dort alle verfügbaren Musikquellen – etwa aus Netzwerkspeichern, USB-Festplatten, iTunes-Bibliotheken sowie vom Musik-Streamingsdienst Tidal. Als Wiedergabegeräte kommen dann alle möglichen Apps oder auch spezialisierte Streaming-Player zum Einsatz, die auf die Infos und Verschlagwortungen des Roon-Servers zugreifen. Im Discovery  Music Server von Elac ist die Roon-Serversoftware ab Werk installiert, so dass das digitale Musik-Almanach hier ohne einen zusätzlichen Computer funktioniert. Die verwalteten Titel sind in der eingesetzten Version der Software allerdings auf 30.000 Stück begrenzt.

Roon Server Screenshot

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