Telekom Magenta Smart Speaker Slider

„Hallo Magenta“ – der Sprachassistent der Telekom

13.11.2017

Amazon Alexa, Google Home und Siri sind nicht genug – die Deutsche Telekom bringt einen eigenen Sprachassistenten, der künftig alle Dienste in Magenta direkt steuern soll. Ganz ohne die etablierten Cloud-Dienste kommt aber auch der Sprachassistent „Made in Germany“ nicht aus. 

Die Deutsche Telekom entwickelt in Zusammenarbeit mit namhaften Partnern aus Forschung und Entwicklung eine Sprachsteuerung für die Services der Telekom. Der Smart Speaker ist ein intelligenter Assistent, der die Services der Telekom zuhause mit dem Zuruf „Hallo Magenta“ steuert und so durch die Sprachsteuerung den Alltag erleichtert.

Sprachsteuerung für Smarthome, Telekom Entertain TV und Telefonieren  

Mit dem Sprachassistenten, der laut Telekom stetig dazu lernen kann, sollen alle möglichen vernetzte Geräte im eigenen Zuhause per Sprache bedient werden – natürlich mit Schwerpunkt auf die Services der Firma in Magenta. So lässt sich beispielsweise das Fernsehangebot EntertainTV ohne Fernbedienung nutzen. Egal, ob der Sender gewechselt oder die Lautstärke verändert werden soll – Zuschauer müssen es nur im für Sprachsteuerungen üblichen, korrekten Code „Hallo Magenta“ aussprechen.

Telekom Magenta smart speaker
Farbenlehre: „Hallo Magenta“ steht künftig am Anfang jedes Sprachbefehls an den Smart Speaker der Telekom. Doch er soll auch Befehlsrepertoires aus der Welt von Amazon Alexa können und lernen. Foto: Deutsche Telekom.

Auch bei der Steuerung von Smarthome Anwendungen der Telekom soll so das Smartphone öfters in der Tasche stecken bleiben. Per Sprachbefehl soll sich das Licht dimmen oder die Raumtemperatur anheben lassen. Auch beim Telefonieren hilft der intelligente Assistent und nimmt etwa Anrufe auf Zuruf über den Smart Speaker an und gibt sie darüber auch wieder, so die Ankündigung der Deutschen Telekom. Er verbindet sich dafür direkt mit dem Router, so dass keine zusätzlichen Geräte erforderlich sind.

Weitere Anwendungen sind über Kooperationspartner wie Tagesschau, Radioplayer.de oder Rewe verfügbar und über eine Verbindung mit der Sprachsteuerung Amazon Alexa möglich. So sollen sich künftig alle Anwendungen von Alexa auch über den Telekom Smart Speaker nutzen lassen.

Entwicklung gemeinsam mit Fraunhofer-Forschern 

Am Entwicklungsprozess des Smart Speakers sind lau Telekom die Forscher des Fraunhofer Instituts für Digitale Medientechnologie aus Oldenburg maßgeblich beteiligt. Die Fraunhofer-Forscher haben das Zusammenspiel aus Lautsprechern und Mikrofonen für die intelligente Sprachsteuerung entworfen und eine bemerkenswerte Akustik geschaffen. Das Ergebnis: Ein kompaktes High-End Stereo-Audiosystem mit zwei 42 mm großen Lautsprechern und einer Ausgangsleistung von 25 Watt. Die Sprachsteuerung ist über eine Kombination von vier jochempfindlichen Mikrofonen realisiert, die für eine höchstmögliche Präzision in der Sprachsteuerung optimiert sind. So soll der Smart Speaker die Wünsche der Bewohner auch aus größerer Entfernung, in lauter Umgebung oder bei laufender Musik wahrnehmen.

Telekom smart speaker
Steuert Haus, Musik, Telefon und mehr – der Smart Speaker, den die Deutsche Telekom 2018 herausbringen wird. Foto: Deutsche Telekom

Datenschutz nach deutschen Standards

Auch in puncto Datensicherheit entspricht der Smart Speaker höchsten Anforderungen, so die Telekom in einer Pressemitteilung zum neuen Sprachservice. Befehle werden auc bei diesem System – ähnlich wie bei Amazon Alexa und Google Home – über das Internet beziehungsweise die sprichwörtliche Cloud abgewickelt. Die verarbeitenden Server stehen aber laut Telekom allesamt in Deutschland und unterliegen somit den hiesigen, strengen Datenschutzgesetzen. Obendrein sollten Befehle lediglich 30 Tage gespeichert werden – was ja den Richtlinien der Datenspeicherung für Verbindungsdaten laut Telekommunikationsgesetz entspricht. Der Sprachservice Amazon Alexa, die die Telekom für ihr Produkt künftig ja ebenfalls nutzen wird, speichert die Daten seines Sprachservices übrigens nach eigenen Angaben nicht in den USA sondern ebenfalls auf Servern in Europa. 

„Die Bedienung von Diensten und Services über Sprachassistenten wird immer wichtiger, und die Zeit ist reif für ein erstes Angebot nach deutschen Datenschutzgesetzen“, sagt Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden Telekom Deutschland. „Wir glauben daran, dass Sprachsteuerung in Zukunft aus dem Markt nicht mehr wegzudenken ist. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern ein so zukunftsweisendes Qualitätsprodukt vorstellen können.“ Nachdem Der Telekom Smartspeaker neben dem eigenen Dienst auch auf Skills von Amazon Alexa zugreifen soll, ist natürlich eine interessante Frage, wie der zugehörige Sprachassistent zwischen Anfragen an „Hallo Magenta“ und „Alexa“ unterscheidet und über welche Server letztere Befehle abgewickelt werden.

Der Smart Speaker der Telekom soll im ersten Halbjahr 2018 im deutschen Markt eingeführt werden, einen Preis nannte die Deutsche Telekom bislang nicht.

So funktionieren Sprach-Assistenten 

Amazon Alexa, Google Home, Siri von Apple und Co. funktionieren allesamt nach einem ähnlichen Prinzip: Ein Mikrofon nimmt die Umgebung permanent wahr, reagiert dabei aber nur auf ein bestimmtes Trugger-Wort wie etwa „Alexa“, „Hey Siri“ oder „Hallo Magenta“. Sobald dieser Ausdruck erkannt wird, zeichnet das Gerät das Gesagte auf und schickt es  digitalisiert direkt an den zugehörigen Onlinedienst. Dort wird das Gesagte analysiert und auf bekannte Befehle oder Suchbegriffe im Repertoire des jeweiligen Dienstes übersetzt.

So kann man mit Siri über das iPhone Kontakte aus dem Adressbuch anrufen, Nachrichten erstellen oder Musiktitel aus iTunes laden – oder Smarthome-Geräte über Homekit steuern. Mit Alexa und den zugehörigen Smart Speaker kann man alle möglichen Amazon-Dienste und Services über den eigenen Amazon-Account aufrufen und über fremde Skills ebenfalls auch Aufgaben im Haus oder Funktionen bestimmter Onlinedienste aktivieren. Der Smart Speaker der Telekom wird über seinen eigenen Sprachdienst vor allem in Angeboten rund um die Magenta-Services schalten und walten – also Telefonieren, Fernsehen übers Internet und das Magenta Smarthome. 

Expertensuche

Fachbetriebe zum Thema in Ihrer Nähe

 

Das könnte Sie auch interessieren

Schlauer, schöner, klangvoller – vernetzte Lautsprecher mit Sprachsteuerung gibt es nicht nur von Amazon Alexa, Google Home und Apple Siri. Lesen Sie, welche Smartspeaker sich mit Sound oder Smarthome Extras besser auskennen.
Für erweiterte Einsatzbereiche der KNX-Technik und für eine bessere Integration vernetzter IoT-Gadgets: Der neue IoT Controller von Hager verknüpft internetfähige Geräte und webbasierte Dienste mit der KNX Bussteuerung in Gebäuden.
Technik als Selbstzweck? Nein danke! Aber was ist überhaupt ein intelligentes Haus? Wir haben die wichtigsten Eigenschaften für ein Smart Home jenseits aller Technik zusammengestellt. Denn es soll Service bieten – und keine Rätsel aufgeben.