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Der Heizungsthermostat Tado wird schlauer

05.09.2017

Tado weiß, ob jemand zu Hause ist und wie das Wetter morgen wird. Der vernetzte Thermostat richtet die Heizung darauf aus und spart so Energie. Wir erklären die neuen Funktionen der Tado-App, mit sie die Heizung noch schlauer steuert und besser darüber informiert.

Der vernetzte Heizungsthermostat Tado hat in den letzten Jahren schon eine ganze Menge gelernt. Er steuert etwa die gesamte Wohnung direkt über die Therme, er greift auf einzelne Räume mit Heizkörpern oder Fußboden-Heizkreisen zu – und er kann auch beides gleichzeitig. Vor allem aber weiß Tado mithilfe der Ortungsdaten in den Smartphones der Bewohner, ob jemand zu Hause ist und wenn nicht, wie weit die Bewohner ungefähr entfernt sind und wie lange sie erfahrungsgemäß brauchen, um heim zu kommen. Daneben lernt Tado die Aufheiz-Eigenschaften des Hauses sowie die Wettervorhersage und weiß aus diesen Informationen ziemlich genau, wann es mit Heizen beginnen muss, um immer dann die optimaleRaumtemperatur z erreichen wenn sie gebraucht wird – nicht früher und nicht später. 

Damit bietet Tado so ziemlich die umfassendste intelligente Heizungssteuerung auf dem Markt. Eine ausführliche Vorstellung des Systems im Vergleich zur versammelten Konkurrenz etwa von Netatmo oder Nest ist hier nachzulesen.

Die neuen Tado-Funktionen

So viel zur Historie, die sich durchaus sehen lassen kann. Zum Start der IFA 2017 vor ein paar Tagen hat Tado denn auch keine neue Hardware mitgebracht, sondern zunächst einmal seine Intelligenz in der App wie auch im zugehörigen Cloud-Steuerungssystem optimiert. Hier die wichtigsten Neuerungen im Überblick – persönlich vorgeführt von Tado-Mitgründer und Geschäftsführer Christian Deilmann:

Die Tado-News im Detail

  • Die Tado-App hat jetzt einen Energiesparbericht, der den Nutzer darüber informiert, wie viel Heizenergie er mit Tado in letzter Zeit eingespart hat. Statt wie bisher nur eine pauschale prozentuale Angabe zu machen, listet die App nun auf, wie oft und wie lange die Abwesenheitsautomatik aktiviert war, wie häufig Tado offene Fenster feststellte und das zugehörige Heizungsventil abregelte sowie wieviel Energie das System ganz automatisch durch seine Wetter-optimierte Steuerung gespart hat. Ganz präzise ist dieses Einspar-Monitoring sicher nicht, denn Tado kennt ja nicht im Detail, wie die Heizung bisher geregelt wurde. Man kann dem Thermostaten so aber doch recht gut bei der Arbeit zusehen und bekommt eine Vorstellung, was in der Tado-Steuerung vor sich geht.
  • Die Homezone war bislang auf einen festen Umkreis von 500 Metern um das eigene Heim festgelegt. Das war für manche Nutzer zu unflexibel, etwa wenn man häufig längere Zeit außer Haus, aber innerhalb dieses Umkreises ist. Die Homezone ließ sich bisher schon über die Support-Hotline im Einzelfall ändern. Jetzt kann jeder Nutzer selbst den Umkreis der Homezone in der App auf einer Karte einstellen.
Tado App Neuerungen
Tado-News von links nach rechts: Der neue Energiesparbericht, Die Homezone zum Einstellen und die Integration der einzelnen Thermostate in das Apple Homekit System. App-Screenshots: DiH

Mit allen großen Systemen vernetzt

Als einzelnes System für die Heizungssteuerung funktioniert Tado natürlich ohne weitere Vernetzungen. Dennoch ist Tado  in diverse übergreifende Smarthome-Netzwerke eingebunden. Nach über einem Jahr Vorbereitung hat der Anbieter beispielsweise schon vor der IFA endlich die Homekit-Integration seines Systems fertiggestellt. Mit der neuen Tado Bridge lassen sich die Komponenten jetzt in die Apple Homekit-App integrieren und dort den einzelnen Zimmern im Haus zuordnen. Allerdings läuft die Tado-Automatik selbst unabhängig von Homekit. Über die Home-App lässt sich die Automatik aber besonders bequem, etwa mit Hilfe von Siri-Sprachbefehlen abschalten, um beispielsweise vorübergehend die Temperatur im Bad höher einzustellen.

Neben Homekit lässt sich Tado auch in die iHaus-App sowie in das Cloud-Steuerungsnetzwerk Conrad Connect und die Onlineplattform IFTTT integrieren. Auch das Profi-Funksystem E-Net Smarthome, das Gira und Jung im Frühjahr 2017 vorgestellt haben, soll in nächster Zeit das Tado-System einbinden.

Manuelle Eingriffe erlaubt Tado bereits seit Frühjahr über den Alexa-Sprachservice und die Echo-Lautsprecher von Amazon. Zur IFA hat Tado außerdem die Integration des Google Home Sprachassistenten angekündigt  dazu. Damit spielt Das System tatsächlich in allen großen Smart-Home-Funksystemen und Netzwerken mit.

Übersicht Heizungssteuerungen

Die wichtigsten Systeme und ihre Funktionen im Kurz-Überblick.

Nest Learning Thermostat – in Deutschland noch nicht zu haben, aber weltweit das synonym für eine schlaue Heizungssteuerung. Der stylische Nest-Thermostat steuert die Heizung zentral in der Wohneinheit oder pro Raum über Fußboden-Heizkreise. Keine Heizkörper-Thermostate. Selbst lernende Zeitplan-Automatik, die mitbekommt, wann Nutzer die Temperatur herunter- oder hochregeln. Vernetzt mit vielen Systemen. 

Netatmo Smart Thermostat – Zentraler Thermostat mit Themensteuerung und Heizkörperthermostate. Heizungssteuerung nach Zeitplan, keine Geofencing-Funktion und keine selbst lernende Wetteranpassung.

Smarthome-Funksysteme wie Homematic IP, Innogy Smarthome oder Magenta Smarthome steuern die Heizung über Fußboden-Heizkreise oder Heizkörper-Stellantriebe in jedem Raum einzeln. Die meisten dieser Systeme bieten eine Zeitschaltung, nach der die Ventile sich auf bestimmte Soll-Temperaturen schalten. Etwaige Aufheiz- oder Abkühlungszeiten muss der Nutzer selbst ermitteln. Immer mehr Systeme bieten auch eine Geofencing-Funktion. Einzelne Systeme könne abstimmte Thermen-Gateways auch zentral ansteuern – Innogy Smarthome etwa kommuniziert mit bestimmten Modellen von Buderus.  

Heizungs-Gateways – alle großen Heizungshersteller bieten mittlerweile auch vernetzte Steuerungsgeräte für ihre Heizungen an. Die erlauben die Steuerung der Heizkessel, Wärmepumpen oder Wohnungs-Thermen über Zeitpläne sowie den Fernzugriff übers Internet – jeweils für die Heizung als Ganzes. Einzelne Systeme wie etwa Vitocomfort von Viessmann kombinieren die Themenregelung die die Steuerung einzelner Heizkreise und Räume. 

Der offene Vernetzungsstandard EEBUS bietet eine Software-Schnittstelle, mit der Smarthome-Systeme und spezielle Energiemanager sich über das Heimnetzwerk mit Heizungs-Gateways verbinden und diese steuern können. So sollen individuelle Programmierungen zur Steuerung von Heizungen durch Smarthome-Systemen unnötig werden. 

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