innogy_SmartHome_App_Heizung_ solider EEBUS

Innogy Smarthome vernetzt sich mit Heizungen

04.05.2017

Mit dem Beitritt zur EEBUS Initiative macht sich Innogy Smarthome dafür bereit, den offenen Energie-Kommunikationsstandard in sein Smarthome-System zu integrieren und etwa vernetzte Heizungen herstellerübergreifend zu steuern.

Die EEBUS Initiative durfte kürzlich ein prominentes erneue Mitglied aus der Smarthome-Branche begrüßen: Die innogy SE ist dem Verein nach längerem Zögern beigetreten. Erklärtes Ziel des Schrittes:  Innogy Smarthome (ehemals RWE Smarthome) soll demnächst mithilfe des EEBUS-Protokolls fit für die Kommunikation mit anderen Systemen aus dem Energiesektor im Haushalt gemacht werden. Über EEBUS lassen sich etwa Haushaltsgeräte, vernetzte Heizungsanlagen, Photovoltaiksysteme und Hausspeicher-Batterien in allen Fragen rund um den effizienten Einsatz von Energie miteinander verbinden – laut EEBUS bietet der zugehörige Standard all diesen Geräten eine „gemeinsame Sprache über Energie“. 

Die Vernetzung von Haustechnik, Licht und Geräten mit Innogy Smarthome soll ebenfalls mehr Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz ins Haus bringen, auch Innogy berücksichtigt dabei auch Photovoltaikanlagen, Solarstromspeicher und Elektromobilität.

Die Energiewende selbst in die Hand nehmen

Dem entsprechend möchte sich innogy künftig breiter aufstellen: „Mit innogy Smarthome kann jeder selbst zu Hause die Energiewende in die Hand nehmen. Unser System übernimmt auf Wunsch auch das Energiemanagement“, sagt Norbert Verweyen, der Geschäftsbereichsleiter Effizienz bei innogy und ergänzt: „Daher ist EEBUS mit dem energiewirtschaftlichen Ansatz und der herstellerübergreifenden Integration vieler Geräte der ideale Partner für innogy SmartHome.“

Bislang steuert innogy Smarthome etwa schon vernetzte Heizkessel der Firma Buderus aus der Bosch Thermotechnik mit, aber keine Heizkessel und Wärmepumpen anderer Hersteller. Das soll sich ändern: Der EEBUS-Standard wird künftig in die Betriebssoftware der Zentrale und der Geräte von innogy SmartHome integriert. Das ist auch gut für die Organisation hinter dem Standard und dessen Verbreitung: „Wir freuen uns, mit innogy Smarthome einen der Pioniere in diesem Sektor begrüßen zu dürfen“, sagt EEBUS-Vorstand Peter Kellendonk und betont: „Damit arbeitet die EEBUS Initiative mit allen führenden Anbietern in diesem Bereich zusammen und gewinnt so auch für die Hersteller von Heizungsanlagen, Hausgeräten, E-Mobil-Ladetechnik und Photovoltaik weiter an Bedeutung.“ Neben innogy sollen etwa auch die Funksysteme Homematic und Homematic IP demnächst über EEBUS mit Heizungen und PV-Systemen “sprechen“. 

EEBUS – die gemeinsame Sprache über Energie

Die EEBUS Initiative setzt das Ziel ihrer Mitgliedsfirmen um, für Smart Home-Systeme sowie alle Geräte und Anlagen der Haustechnik eine gemeinsame Sprache zu entwickeln. Damit tauschen sich Geräte und Anlagen über Hersteller- und Branchengrenzen hinweg über den effizienten Einsatz von Energie aus. „Unsere Arbeitsgruppen gehen bei der Entwicklung des EEBUS-Standards stets von praktischen Anwendungsfällen aus. Sie definieren gemeinsam, welche Informationen die verschiedenen Geräte austauschen müssen, um Energie sinnvoll einzusetzen“, beschreibt Peter Kellendonk und betont die demokratischen Entscheidungsprozesse bei der Standardisierung: „Unsere Herangehensweise ist auch ein Gegenentwurf zu den geschlossenen Kommunikationsplattformen im ‚Internet of Things’, wie sie einige große Konzerne derzeit mit viel Druck auf den Markt bringen,“

Im März 2017 hat die Arbeitsgruppe für den Anwendungsbereich „Heizung, Lüftung und Klima“ (HVAC) den EEBUS-Standard für vernetzte Heizungsanlagen vorgestellt. Er definiert unter anderem, wie Smart Home-Systeme mit Wärmeerzeugern wie z.B. Gasbrennern oder Wärmepumpen kommunizieren können, um die Regelung der Raumwärme noch effizienter und komfortabler zu gestalten. Weitere Arbeitsgruppen entwickeln derzeit die EEBUS-Schnittstellen für die Anwendungsbereiche „E-Mobility“, „Smart Metering“ und „Smart Grid“. Für Photovoltaikanlagen und Haushaltsgeräte gibt es bereits bestehende Schnittstellen.

Zu den EEBUS-Mitgliedern zählen heute neben den großen Smart Home-Anbietern und Photovoltaik-Spezialisten wie SMA und Solarworld auch die führenden deutschen Heizungshersteller Bosch Thermotechnik (Buderus, Junkers), Vaillant und Viessmann sowie die Hausgerätehersteller BSH (Bosch, Siemens), Liebherr und Miele. Im Bereich der E-Mobility beteiligen sich mit dem Verband deutscher Automobilhersteller VDA und dem Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller VDIK alle großen Hersteller an der Integration ihrer E-Mobil-Ladetechnik im EEBUS-Standard.


BILDERGALERIE - Bitte klicken Sie zur Großansicht auf die Bilder:

Systeme

Lesetipp

in der neuen Ausgabe 1/2017 von "Das intelligente Haus" widmet sich sein großer Fachartikel dem aktuellen Entwicklungsstand der vernetzten Heizung. Der empfiehlt sich gerade jetzt zur Lektüre: Wer seine Heizungsanlage erneuern möchte, der sollte jetzt mit der Planung beginnen und etwaige Installationen im Sommer durchführen lassen, damit ab der nächsten Heizperiode alles wieder perfekt läuft – und natürlich ebenso vernetzt wie effizient.

Das intelligente Haus können Sie hier bestellen, am Bahnhofskiosk kaufen – oder bei einem der hier gelisteten Zeitschriftenkiosks:

mykiosk: DAS INTELLIGENTE HAUS

Titel Das intelligente Haus 1 2017

Expertensuche

Fachbetriebe zum Thema in Ihrer Nähe

 

Das könnte Sie auch interessieren

Den Heuboden einer knapp 150 Jahre alten Scheune verwandelten Sabine Pfeiffer und Markus Peter in ihr komfortables Zuhause. Das handwerklich begabte Paar setzte dabei auf eine topaktuelle Smarthome-Gebäudetechnik und eine effiziente Haustechnik.
Wer sich im Süden der Republik für intelligente Häuser interessiert, der sollte demnächst einmal nach Besigheim kommen. Dort hat der Smarthome Spezialist Comtexis ein Show Home mit Erlebnisfaktor auf Basis der Smarthome-Lösungen von Loxone eröffnet.
Der hydraulische Abgleich sorgt dafür, dass die Heizung möglichst effektiv arbeitet und alle Räume gleich gut beheizt. Was bisher ein Fachbetrieb mechanisch einstellte, kann heute auch die Smarthome Heizungssteuerung, wenn sie die Wärmezufuhr wirklich intelligent regelt.