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Innogy Smarthome weiß, wer zu Hause ist

27.08.2017

Demnächst beim Smarthome-Altmeister: Geofencing. Die Funktion kann Szenen im Haus abhängig vom Standort der Bewohner automatisch steuern. Ganz neu ist das allerdings nicht. 

Hallo? Jemand zu Hause? Diese Frage muss das Smarthome-Funksystem innogy Smarthome (ehemals RWE Smarthome) künftig nicht mehr stellen. Über die GPS-Daten auf den Smartphones aller Nutzer im Haus weiß das System künftig mit seiner neuen Geofencing-Funktion, ob sich jemand in einem zuvor definierten direkten Umkreis um das Zuhause befindet oder nicht. Geofencing soll noch in diesem Jahr Teil der Innogy-Smarthome-Funktionen werden.

Geofencing Innogy Tschüss
Und Tschüss! Dank Geofencing kann das Smarthome-System erkennen, wenn Bewohner das Haus und dessen Umkreis verlassen. Wohlgemerkt: Sofern sie ihr Smartphone dabei haben. Foto: Innogy SE

Der Umkreis der Home Zone lässt sich frei festlegen

Im Innogy-System können Nutzer ihre „Home Zone“ in der zugehörigen Steuerungs-App definieren und dazu auch einen Umkreis ums Haus festlegen. Die Weiterleitung ist ganz einfach: Verlässt oder betritt ein Nutzer mitsamt seinem Smartphone diesen Umkreis, dann meldet die Innogy-App dies über die Onlineverbindung des Systems der Smarthome-Zentrale im Haus.

Geofencing innogy Home Zone
Der Zuhause-Bereich lässt sich in der Innogy-App individuell festlegen. Bild: Innogy SE 

Programmierbare Zuhause- und Abwesenheits-Szenen

Welche Funktionen sich über die Geofencing-Funktion im intelligenten Haus à la Innogy nutzen lassen, bleibt den Bewohnern selbst überlassen. Sie können etwa zusammen mit einer Zeitsteuerung die Basisbeleuchtung im Haus aktivieren, so dass man in ein helles Zuhause heimkommt. Oder sie regelt die Heizung herab, sobald die Bewohner aktivieren die Funktion „virtueller Bewohner“, die durch wechselweise eingeschaltete Lichter Leben in der Wohnung simulieren und Einbrecher abwehren soll. Auch die Heizung lässt sich über die An- und Abwesenheitserkennung steuern, verspricht Innogy: Verlässt der letzte Bewohner die Home Zone, dann schelten sich die Heizungsthermostate in Sparmodus, und sobald der Erste den Umkreis betritt, heizt Innogy Smarthome die Wohnräume wieder auf.  

Geofencing Funktion Licht Innogy
Die Innogy App bietet vorgefertigte Szenen und Funktionen für die Anwesenheitserknung - etwa für die Steuerung von Licht oder Heizung. Bild: Innogy SE

Premiumfunktion mit Personenerkennung

Die Basisfunktionen der An- und Abwesenheitsautomatik sollen kostenlos innerhalb der Innogy-App nutzbar sein. Ein kostenpflichtige Zusatzfunktion verspricht der Anbieter ebenfalls: Die Geofencing-Premiumversion wird einzelne Nutzer anhand ihrer Smartphones erkennen, so über Innogy Smarthome melden können, wer nach Hause kommt, und entsprechend individuelle Steuerungsabläufe aufrufen.  

Andere Systeme mit Geofencing

Ganz neu sind Ortsabhängig Steuerungsfunktionen indes längst nicht mehr. Der smarte Heizungsthermostat Tado etwa nutzt die Position der Bewohner bereits seit gut drei Jahren, um die Temperatur in der Wohnung je nach Entfernung in mehreren Stufen herabzusenken. Die LED Leuchten Philips Hue bieten ebenfalls schon längere Zeit eine Geofencing-Funktion, um bei An- oder Abwesenheit bestimmte Lichtszenen zu starten. Eine einfache, mit der Geofencing-Funktion von Innogy Smarthome vergleichbare Home-Zone bietet etwa auch oder Homepilot 2 von Rademacher. Und schließlich nutzt auch der übergreifende Online-Steuerungsdienst  „If This Then That“ (IFTTT) auf Wunsch die GPS-Position des Nutzers, um Rezepte nach den Wenn-dies-dann-das-Regel auszulösen.

Apple Homekit ist in Sachen Geofencing am flexibelsten aufgestellt: Hier kann man neben dem eigenen Zuhause auch ortsabhängige Funktionen auf Basis jedes anderen Ortes auslösen, die man in der jeweiligen Automatisierung festlegt.

Apple Homekit Geofencing
In Apple Homekit lässt sich jeder beliebige Ort mit einstellbarem Umkreis für jede einzelne Automatisierung individuell festlegen. Bild: diH

 

Systeme

So funktioniert Geofencing

Geofencing nutzt die Onlineverbindung zwischen der Steuerungs-App im Smartphone und der Smarthome-Zentrale zu Hause. Außerdem benötigt die Funktion eine aktivierte GPS-Ortung im Smartphone.

Die App liest in bestimmten Abständen die Position des Smartphones aus und gleicht diese mit der definierten Home-Zone ab. Sobald diese erreicht ist oder verlassen wird, meldet die App dies der Zentrale oder dem Cloud-Dienst des Smarthome-Systems. 

Wichtig ist, dass die sensiblen Ortsdaten sicher und verschlüsselt zwischen der App und dem Smarthome-System ausgetauscht werden. Dafür sorgen die Smarthome-Anbieter durch Datenverbindungen, die mit ähnlichen Sicherheitsvorkehrungen geschützt sind wie etwa beim Onlinebanking.

Geofencing-Icon Innogy

Nutzer sollten bei allen Anwendungen mit solchen sensiblen Daten darauf achten, dass sie ihre Accounts mit sicheren Passwörtern schützen, ihre Apps und Softwareversionen stets aktuell halten und vor möglichen Datenklau-Angriffen etwa mit Phishing-Mails auf der Hut sind. Das gilt natürlich für alle Apps und Dienste, die den eigenen Standort wie auch die Adresse und persönliche Daten oder Gewohnheiten des Nutzers kennen – etwa Carsharing-Apps, Google Maps oder Navigationsprogramme auf dem Smartphone. 

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