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Jung und Gira: neue Version des Funksystems E-Net

26.04.2017

Ein komplettes Smarthome-Funksystem für das intelligente Haus, das Nachrüstungen ebenso sicher und stabil im Betrieb macht wie etwa der KNX-Bus – das ist der Plan zur neuen Fassung von E-Net Smarthome.

Im März 2017 stellten die beiden deutschen Hersteller Jung und Gira parallel das neue Funksystem „E-Net Smart Home“ als Nachfolger des vor zwei Jahren eingeführten E-Net vor. Auf der Fachmesse Eltefa in Stuttgart gaben die Hersteller einen ersten Eindruck in das Funksystem, das in einer Art Joint Venture der beiden Smarthome-Anbieter und der angeschlossenen Entwicklungsfirma „Insta“ konzipiert wurde. 

Smarthome-Funksystem E-Net, die Zweite

Zur Erinnerung: E-Net wurde als System eingeführt, das ebenso fest im Haus installiert wird wie ein KNX-Bussystem, dabei aber auf die Datenübertragung per Funksignale setzt. Taster und Funkschalter, die so genannten Aktoren wurden also überwiegend in Unterputz-Dosen anstelle der bisherigen klassischen Schalter und Verteiler installiert, die Planung sollten Elektriker und Systemintegratoren übernehmen. Leider konnte das bisherige E-Net nie viel mehr als Lichter schalten und dimmen sowie Rollläden steuern. Auch eine Steuerung per App und übers Internet war erst mit zusätzlicher Hardware neben der Funkzentrale möglich. Nicht zuletzt deshalb spielte E-Net bislang auf dem Markt keine wirklich entscheidende Rolle. 

Das soll sich mit dem Nachfolger „E-Net Smart Home“ ändern. Das allgegenwärtige Buzzword signalisiert klar und deutlich: Dieses neue E-Net ersetzt nicht nur Lichtschalter und Rolladensteuerung durch Funkschalter; es vernetzt das Haus, macht es intelligent und per App fernsteuerbar.  Ab August 2017 ist das neue System lieferbar, doch schon jetzt sind die ersten Kernfunktionen bekannt: E-Net Smart Home soll Nutzern alle relevanten Kernfunktionen eines Smarthome Systems liefern und dabei umfassende Datensicherheit beten. Auf letzteres legen die Entwickler besonderen Wert: Die Funkverbindungen zwischen Tastern und Aktoren oder auch mit der Funkzentrale seien jederzeit komplett verschlüsselt und damit sicher vor digitalen Eindringlingen, betonte E-Net-Produktmanager Hans-Henning Gerhard auf der Eltefa 2017 gegenüber „Das intelligente Haus“. Mit professioneller Beratung und Installation durch den qualifizierten Fachhandwerker will sich das System obendrein von vielen „Do It Yourself“ Funksystemen abheben. 

Im folgenden Video zeigt Produktmanager Hans-Hennig Gerhard, was das neue E-Net Smart Home ausmacht.


 

E-Net Smart Home setzt auf Partner-Systeme wie Tado

Ganz neu: Neben Schaltern, Dimmern und Aktoren von Gira und Jung sollen sich auch Systeme anderer Marken in die Heimsteuerung mit E-Net einbinden lassen. Zum Start listet die E-Net-Allianz etwa Lichtlösungen von den Herstellern Brumberg, Bachmann und Steinel sowie die smarte Funk-Heizungssteuerung Tado (siehe auch rechts). Die Funktionen dieser Partneranbieter werden dann gemeinsam mit den steuerbaren Gewerken der beiden Kern-Hersteller in der E-Net-App abgebildet.

Weitere Anbieter und Systeme sollen folgen

Harald Jung, Geschäftsführer der Albrecht Jung GmbH & Co. KG, erklärt: „Wir sind mit vielen Marken im Gespräch, die zu uns passen. Gegenwärtig sind Steinel, Bachmann, Brumberg und tado dabei. Denn wir konzentrieren uns gegenwärtig noch auf Hersteller aus den Bereichen Licht, Verschattung und Wärmemanagement – also Brot-und-Butter-Funktionen für das vernetzte Haus. Aber das ist erst der Start.“ Die Vernetzung mit anderen Systemen funktioniert bei E-Net wie in anderen Smarthome-Lösungen auch über die Netzwerk-Schnittstelle. So dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis sich auch Systeme wie das Multiroomsystem Sonos, die smarten LED-Leuchten Philips Hue oder vernetzte Sicherheitslösungen in die E-Net-Steuerung einbinden lassen. 

Nutzer steuern ihr Smart Home über eine App oder auch über Funk-Wandtaster. Eine einfach gestaltete Bedienoberfläche der App sorgt dafür, dass das System von jedem intuitiv bedient werden kann. Kunden passen Funktionen in der App auch selbst an und nehmen individuelle Einstellungen darin vor.

Fazit

Für Smarthome-Fachhandwerker dürfte das Funksystem E-Net mit dieser Vielfalt und dem Versprechen der kontinuierlichen Weiterentwicklung eine größere Bedeutung gewinnen. Für Nachrüster, die etwa bereits eine Tado-Heizungssteuerung nutzen und diese erweitern wollen, ist E-Net Smart Home ebenfalls eine wirklich spannende Lösung. Dazu kommt ein weiteres Versprechen der Hersteller: E-Net Smart Home soll sehr einfach in Betrieb zu nehmen sein. Eine Ganze Reihe Smarthome-Experten nutzen das bisherige E-Net Funksystem bereits und werden wohl auch auf das neue E-Net Smart Home anbieten.

In folgenden Video zeigen die Hersteller von E-Net selbst, wie Ihr neues System funktionieren soll und worauf sie bei der Entwicklung den größten Wert gelegt haben:


 


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Systeme

Tado – jetzt auch vom Fachmann

Den Tado Heizungsthermostat gibt es erst seit Kurzem neben dem Online-Direktvertrieb auch als eigene Produktserie  speziell für das Fachhandwerk. Der Hersteller hat diese auf der Fachmesse ISH Energy im März 2017 in Frankfurt präsentiert.

Sanitärbetriebe und Smarthome-Profis können die Produkte der schlauen Heizungssteuerung mit Anwesenheit-Automatik per GPS-Daten, Einzelraumsteueurng und direktem Zugriff auf die Therme mittlerweile bei Tado direkt oder auch über den Großhändler Richter & Frenzel zu Spezialkonditionen beziehen. Bonus für den Kunden: Der von Profis installierte Tado-Thermostat erhält vom Hersteller satte fünf Jahre Garantie.

Interessanter Nebeneffekt: Über einen speziellen Online-Zugang zum Tado-Thermostaten kann der Kunde seinem Heizungsfachbetrieb einen Wartungszugang zur Heizungsanlage freischalten, so dass dieser etwaige Störungen erkennen und aus der Ferne analysieren kann. Der Service dazu heißt „Tado Care“ und soll nach den Plänen des Münchner Startups die Akzeptanz ihres Produktes auf dem Profi-Markt fördern.

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