Denon Heos super link slider

Neue Multiroom-Zentrale von Heos by Denon

20.10.2017

Denon peilt das Installing-Geschäft an: Mit dem Heos Super Link bringt der Hersteller einen Multiroom-Vorverstärker für vier Hörzonen für die feste Installation im Serverraum – Crestron, Bluesound und Co lassen grüßen.

Multiroom-Systeme für den Heimeinsatz wie etwa Sonos, Bluesound oder eben Heos by Denon bestehen in ihrer einfachsten Ausführung aus aktiven, vernetzten Lautsprechern, die sich per WLAN untereinander und mit verschiedenen Musikquellen im lokalen Netzwerk und im Internet verbinden und so mehrere unabhängig Musikstreams in verschiedenen Räumen wiedergeben können.

In größeren Smarthome-Installationen mit unsichtbaren, fest installierten Einbau-Lautsprechern gehen Systemintegratoren in der Regel aber andere Wege: Sie installieren die Musikquellen wie auch die Verteilung der verschiedenen Hörzonen zentral im Serverschrank und binden vor dort aus die unterschiedlichen Hörzonen über Cinch- oder Lautsprecherkabel direkt an. Für die Steuerung ist der zentrale Aufbau egal - die erfolgt bei modernen Multiroom-Systemen ohnehin via Netzwerk per Smartphone-App – oder aber über ein umfassendes Smarthome-System mit Touchscreen, Tastern an der Wand oder gar mithilfe von Präsenzmeldern, die automatisch die Musik im Raum starten, sobald jemand diesen betritt.

Zentraler Verwalter für vier Räume

Das System Heos by Denon erweitert sich jetzt in genau diese Richtung: Der Heos Super Link ist sozusagen die zentral installierbare Profi-Version des bisher schon erhältlichen Einzel-Streaming-Vorverstärkers Heos Link. Er versorgt nicht nur vier Zonen unabhängig voneinander mit (vorverstärkter) Musik, so dass man danach nur noch Verstärker und Lautsprecher benötigt. Alternativ gibt der Super Link Musik auch digital in die einzelnen Zonen aus. So lassen sich alle Arten von Aktivboxen wie auch fest installierte Endstufen mit Einbaulautsprechern für die Wiedergabe einsetzen. Um externe Verstärker je nach Aktivität ein- und auszuschalten, bietet der Heos Super Link vier Trigger-Ausgänge, die eben andere Verbraucher steuern können.


Lesetipps:


Anschlüsse für Zuspieler und USB-Speicher

Neben Netzwerk-Musikquellen, die man dem Heos Super Link über zwei LAN-Anschlüsse in allen denkbaren Qualitätsstufen bis zur High-Resolution-Qualität mit 192 Kilohertz/24 Bit liefern kann, hat er auch insgesamt acht konventionelle Audioeingänge für Zuspieler wie CD-Player oder TV-Empfänger. Vier davon sind analoge Cinch-Eingänge, je zwei als optische und elektrische Digitaleingänge vorgesehen. Außerdem lassen sich über vier USB-Eingänge auch Festplatten oder Speichersticks mit Musik andocken. 

Heos Super Link Anschlüsse
Rein und raus: Der Heos Super Link bespielt vier Hörzonen und kann insgesamt acht Musikquellen und vier USB-Speicher als Zuspieler veralten. Foto: Denon

Per App oder Smarthome-System steuern

Für die Steuerung der Musikauswahl und -Verteilung bietet Denon eine eigene Heos-App an, gibt sich aber auch gegenüber zentralen Steuerungssystemen offen. So bietet das System bereits heute fertige Module für Steuerungen mit dem Smarthome- und Medienverteilsystemen Control 4 und Crestron. Systemintegratoren könne auch auf die offene Programmierschnittstelle des Heos-Systems zugreifen, um sie etwa in KNX-Server oder ein RTI-Steuerungssystem zu integrieren. 

Denon Heos super Link Rackmount
Profi-Ambitionen: Montagewinkel für 19-Zoll-Racks liegen dem Heos Super Link bei. Foto: Denon

Der Heos Super Link lässt sich wahlweise zentral in den Schrank stellen oder mithilfe mitgelieferter Montagewinkel in handelsüblichen 19-Zoll-Racks fixieren. Bereits bisher gab es neben dem neuen Super Link für knapp 1400 Euro auch eine Version mit eingebauter Achtkanal-Endstufe, den Heos Drive (ca. 2700 Euro). Mit dem neuen Vorverstärker lassen sich Multiroom-Installationen mit unterschiedlichen Lautsprecher-Konfigurationen in den einzelnen Räumen ab November 2017 flexibler aufbauen. Flexibel ist natürlich auch, dass sich der Heos Super link mit weiteren Heos-Produkten kombinieren lässt – sind Küche, Schlafzimmer, Flur und Bad etwa mit fest installierten Zonen aus dem zentralen (Vor-)Verstärker beschallt, dann kann im Wohnzimmer etwa ein Heos AVR Heimkino-Receiver stehen und im Jungendzimmer einer der mobilen Heos-Speaker.    

Systeme

So funktioniert Multiroom-Streaming

Viele Quellen, mehrere Streams, alle Räume des Hauses, eine gemeinsame Bibliothek  – Multiroom-Anlagen mit Streamingtechnik wie Heos by Denon besitzen ein paar wesentliche Eigenschaften:

  • Alle Komponenten sind über das lokale Datennetz miteinander verbunden und greifen auf eine gemeinsame Musik-Bibliothek und gemeinsame Quellen zu. Die Musik wird über das Netzwerk (LAN-Kabel oder WLAN) an alle jeweils ausgewählten Hörzonen verteilt. 
  • Die Musikbibliothek der Anlage kann sich aus unterschiedlichen digitalen Musikspeichern im Haus wie etwa Netzwerkfestplatten, USB-Sticks an einzelne Lautsprechern oder auch Musiksammlungen auf Mobilgeräten zusammensetzen. Die Anlage selbst erstellt daraus eine eignen Musikbibliothek, für die sie im Zweifel auch extern zugelieferte Titel- und Interpreten-Infos nutzt. Voraussetzung ist, dass alle verfügbaren Musikstücke im selben Netzwerk verfügbar sind, in dem auch die Anlage musiziert.  
  • Als Musikquellen dienen einerseits klassische Musikzuspieler, die an jeweils einer der Multiroom-Komponenten angeschlossen sind. Andererseits können die Anlagen auch Online-Musikdienste wie Spotify, Deezer oder Tidal sowie Webradiostationen als Musikquellen nutzen.
  • Die Steuerung der Wiedergabe erfolgt ebenfalls via IP-Netwzerk – zum Beispiel mit der zugehörigen App des Herstellers. Mit der entsprechenden Steuerungs-Intelligenz können nach Smarthome-Systeme solche Multiroomanlagen steuern und ihre Funktionen etwa in Szenen für Licht, Rollos, An- oder Abwesenheit einbinden.

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