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Pioneer kombiniert Multiroom-, HiFi- und Surroundanlage

24.03.2017

Die neuen Fayola-Anlagen von Pioneer musizieren in Stereo, Surround und gerne auch im Multiroom-Verbund mit anderen vernetzten Komponenten des Herstellers – und mit anderen Marken.

Pioneer startet jetzt auch ein eigenes Multiroom-System. Endlich, könnte man sagen. Aber hatten wir das noch schon einmal, etwa mit Heos by Denon? Mit Yamaha Musiccast? Bei Bose Soundtouch, Raumfeld oder Bluesound aus dem Hause NAD? Und sind nicht all diese Funk-Multiroomanlagen mehr oder weniger ähnliche Nachbauten der wegweisenden Sonos-Multiroom-Systeme?

Eben nicht, denn mit dem FireConnect-System von Pioneer, das auch seine Konzern-Schwester Onkyo in seinen Streaming-Komponenten einsetzt, kommt eine neue Variante der vernetzten Musikwiedergabe ins Angebot, die wieder neue Interessenten bedienen dürfte. Aber immer schön der Reihe nach.  

Fayola macht Schluss mit Boxenkabeln

Die neueste Errungenschaft der bereits ab dem Start recht umfangreichen Multiroom-Familie von Pioneer hört auf den Namen Fayola. Hinter dem geheimnisvollen Namen verbergen sich die beiden Musiksysteme FS-W40 (1200 Euro)  und FS-W50 (1500 Euro) mit denen Pioneer eine ganz neue Gerätegattung gründen möchte: eine Art Stereo- oder Surroundanlage mit Multiroomfunktion und Funklautsprechern. Die Anlage dient als HiFi- und Filmton-Zentrale im Wohnzimmer und überträgt ihre Musiksignale drahtlos zu den zugehörigen Stereo-Lautsprechern und zu einem optionalen Subwoofer (500 Euro), der im Modell FS-W50 bereits zum Lieferumfang gehört. Die Boxen lassen sich also ohne Boxenstrippen frei im Raum platzieren und benötigen nur noch eine Netzanschluss.

Mit zwei weiteren passenden Funklautsprechern (Paarpreis: 550 Euro) hinten im Raum lässt sich Fayola ebenfalls per Funk zur Surroundanlage erweitern. Seine Funktion als Audio-Video-Zentrale unterstreicht der Fayola-Verstärker über integrierte HDMI-Buchsen, die Audiosignale entgegennehmen und das zugehörige Bild zum Flat-TV weiterleiten. 

Fayola ist Teil der Multiroom-Anlage

Auf der anderen Seite ist die Anlage per WLAN ins Heimnetzwerk verbunden und integriert sich hier mit allen weiteren Anlagenteilen, die ebenfalls das Streamingformat „FireConnect“ unterstützen. Mit ihnen bildet die modulare HiFi-/Surround-Funk-Anlage ein Multiroom-Netzwerk, das mit Systemen wie Yamaha Musiccast oder Heos by Denon vergleich bar ist. Innerhalb der Fire-Connect-Familie bietet Pioneer auch die beiden einzelnen Wireless Multiroom-Lautsprecher MRX-3 und MRX-5 (300 und 350 Euro) an. Sie agieren als universelle Streamingboxen - ähnlich wie die Pendants von Sonos, Denon und Konsorten.

Pioneer MRX
Der Multiroom-Funklautsprecher Pioneer MRX-5

Pioneer hat auch bereits im Februar 2017 eine Reihe netzwerkfähiger AV-Receiver, HiFi-Anlagen und Streamingplayer fit für das Multiroom-Streaming gemacht – auch das läuft offenbar analog zu den Entwicklungen bei Yamaha Musiccast und Heos by Denon, die beide bereits heute auch HIFi- und AV-Komponenten aus eigenem Hause in ihre Multiroom-Systeme integrieren.

Hinter dem Musikstreaming stecken unzählige Standards und Formate – Pioneer will sie alle bieten. Die wichtigsten Abo-Musikdienste werden in den Fayola-Systemen und den übrigen Multiroom-Komponenten bereits über die Pioneer-Steueruges-App unterstützt, weitere Datenquellen lassen sich über WiFi, Bluetooth und integrierter Chromecast-Technik aus dem Smartphone an das System weitergeben.

Pioneer und Onkyo vernetzen sich gemeinsam

Das FireConnect-Netzwerk von Pioneer ist gegenüber der Konkurrenz auch über Herstellergrenzen hinweg offen. Bislang bietet neben Pioneer auch Konzernschwester Onkyo Komponenten mit FireConnect an – etwa einen TV-Soundbar, einen WLAN-Lautsprecher und AV-Receiver mit Netzwerkfunktion. Man kann davon ausgehen, dass künftig alle neuen Komponenten der beiden Hersteller miteinander in einem Netzwerk musizieren.

Wichtig ist dem Hersteller, dass die Streamingtechnik seine Systeme und Anlagen auch hohen Klangansprüchen genügt. Über das Netzwerk spielen sie Hires-Audiodateien ab, deren Auflösung weit jenseits des CD-Standards liegt.  

„Ins persönliche WiFi-Netzwerk eingebunden streamen die Anlagen Musik in hochauflösender 24bit-Qualität oder unkomprimierten Mehrkanal-Filmton ohne aufwendige Verkabelung, und das in nahezu beliebig viele Räume“, sagt dazu Jürgen Timm von der Pioneer & Onkyo Europe GmbH

Schließlich geht die Offenheit der Multiroom-Netzwerks noch einen Schritt weiter. Pioneer und Onkyo haben sich der neuen Streamingtechnik „PlayFi“ verschrieben und wollen so künftig auch mit einer ganzen Reihe weiterer Marken zusammenspielen (siehe rechts).

Fazit

Pioneer geht den Weg, den ein Hifi-Hersteller gehen muss, wenn er relativ spät auf den Multiroom-Zug aufspringt: Das Multiroom-System der Japaner ist ab dem Start voll in das Produktsortiment des Herstellers integriert, und es ist offen gehalten für die Vernetzung mit den Lautsprechern und Verstärkern anderer Marken. Wenn DTS PlayFi tatsächlich so umfassend einsetzbar ist und so viele HiFi-Komponenten zum Zusammenspiel bewegt, wie es DTS verspricht, dann ist das ein klares Argument für das System. Das modulare Funkboxen-Konzept der Fayola-Anlage ist dann ein nettes Extra obendrauf.

 

 

 

 

 


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Musik-Netzwerk über DTS PlayFi

PlayFi stammt vom US-Soundspezialisten DTS, der in der Vergangenheit vor allem durch seine gleichnamigen Kino-Tonformate also Konkurrent zu Dolby bekannt wurde. Das Multiroom-Streamingformat soll künftig alle Multiroom-Komponenten mit dieser Technik innerhalb eines Netzwerkes miteinander verbinden.

Mit dabei sind bislang neben Pioneer und Onkyo vor allem große HiFi- und High-End-Marken wie Martin Logan, Sonos Faber, Arcam oder Rotel sowie die ComputerKonzerne Acer und Hewlett Packard. Die PlayFi-Wiedergabe soll mit allen Mobilgeräten steuerbar sein, alle gängigen Musik-Streamingdienste und Übertragungsformate unterstützen und so das universellste Multiroom-Netzwerk auf die Beine stellen. DTS PlayFi ist in seiner finalen Version allerdings erst für Sommer 2017 angekündigt. 

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