Technisat Smarthome slider

Technisat macht den TV zur Smarthome-Zentrale

14.02.2017

Der deutsche TV-Hersteller zeigt auf Messen schon seit einiger Zeit seine Ambitionen in Richtung Smarthome. Nun soll's losgehen – mit dem größten und markantesten Bildschirm im Haus als Smarthome-Zentrale. 

Im TechniSat Smarthome-System soll der  Fernseher die Funktion des „Master Display“ übernehmen. Via Fernbedienung sollen von hier aus alle Anwendungen der modernen Lebens- und Wohnwelten system- und herstellerübergreifend intuitiv ferngesteuert werden.

Mit diesem bis recht einmaligen Ansatz möchte Technisat nicht nur Nutzern einen möglichst alltagstauglichen Zugang zur Hausautomatisierung bieten. Der Hersteller hat mit seiner Strategie auch Handwerksunternehmen im Blick, die man über den relativ simplen Zugang über die TV-Bedienoberfläche zum Berater und Botschafter für das intelligente Haus à la Technisat machen möchte. Immerhin zählt der Hersteller schon heute vor niedergelassene Elektro- und TV-Fachhändler und deren angeschlossene Installationsbetriebe zum wichtigstenTeil seines Kundenstamms, eben die Betriebe, die heue Sat-Anlagen montieren, Kabelanschlüsse in Betrieb nehmen oder auch einmal eine Heimkino-Installation und Elektroarbeiten vornehmen. 

Einfache und intuitive Smart-Home-Steuerung: .

„Die Nutzung des Fernsehbildschirms oder eines Multimedia-Receivers als Master Display für die Smart-Home-Steuerung ist die Antwort von TechniSat auf die Bildschirminflation im Haushalt“, sagt der Hersteller. TechniSat baut die die Zentraleinheit und damit die Steuerung des Smarthome-Systems direkt in seine TV-Geräte und Receiver ein – den Anfang macht der DVB-T2-Receiver Digipal Smart Home, der im März in den Handel kommen soll. Er macht es erstmals möglich, die Hausautomatisierung über das Menü des TechniSat-Gerätes zu steuern. Die Anschaffung und Installation einer separaten Zentraleinheit ist somit nicht mehr notwendig.

Mittelfristig soll die Funktion der Smarthome-Zentrale in allen Technisat-TVs und -Empfangsboxen Einzug halten und dort mit immer wieder neuen Software-Updates mitwachsen. Das Ganze erinnert ein bisschen an das System von AVM. Der Fritzbox-Hersteller bietet in seinen DSL-Routern mit DECT-Funktion ebenfalls ein langsam aber stetig wachsendes Smarthome-System quasi als Gratis-Dreingabe.

Ausbaufähiges Smarthome-Sortiment

Dazu bietet Technisat bislang eine noch recht überschaubare Auswahl an steuerbaren Komponenten an: Zum Start gibt es einen Heizkörper-Thermostat, eine Schalt- und eine Messsteckdose sowie vernetzte Rauchmelder, Fenstersensoren und einen Präsenz-Melder. Da das System auf den verbreiteten Z-Wave-Funkstandard setzt, werden aber mit Sicherheit bald viele weitere Akttoren und Sensoren dazu kommen. 

Die Premiere des Systems hat Technisat offiziell für die Handwerksmesse IHM im März in München angekündigt. Dort sollen die potentiellen Vertriebspartner das System kennenlernen, um es dann ihren Kunden weiter vermitteln zu können. 

 

 


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Weitere Smarthome-Systeme, die den TV nutzen

Technisat steht mit dem TV als Smarthome-Komponente nicht ganz allein da. Ein paar Hersteller nutzen den Fernseher ebenfalls als Smarthome-Display. Der Rademacher Homepilot 2 etwa zeigt sein Bedienmenü auf Wunsch ebenfalls auf dem TV-Gerät an. Er ist aber ein eigenständiges Gerät und funktioniert auch bestens ohne TV-Anbindung.

Auch Bang&Olufsen verbindet mit seinem Beolink Gateway viele Smarthome-Systeme direkt mit seinen TV-Geräten, die sich dann nahtlos in die Heimsteuerung einfügen. 

Schließlich bietet das Z-Wave-System Home4You von Schwaiger eine Anbindung an den TV. Per HDMI-Funkstick soll sich die Bedienoberfläche des Systems ebenfalls auf den Fernseher anzeigen lassen. Obendrein hat die Zentrale einen TV-Empfänger mit DVB-oder-IP-Funktion. Sie kann also Fernsehprogramme vom Kabelanschluss über das lokale Netzwerk verteilen – etwa an eine zugehörige App auf Smartphones oder Tablets. 

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