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Vernetzte Multiroom- und HiFi-News auf der High End

23.05.2017

Spotify, Deezer und Tidal sind die neuen Musikquellen, FireConnect, Heos by Denon oder Bluesound ihre feinen Multiroom-Systeme von den HiFi-Marken. Auf der High End 2017 in München spielten sie eine wichtige Rolle, ebenso wie Einbau-Lautsprecher.

Jedes Jahr im Mai trifft sich die HiFi-Fangemeinde in München zur Insider-Messe „High End“. Dort gibt es Geräte für die gepflegten Musikwiedergabe zu sehen, deren Zweck blutige Laien frühestens auf den dritten Blick erkennen. Röhrenverstärker mit glimmenden Glastuben auf blank gewienertem Edelstahlkorpus wechseln sich mit monumentalen Lautsprecherbergen und den glänzenden, zentnerschweren Schwungmassen edler Schallplattenspieler ab.

Zwischen diesen aus dem Vollen gefrästen Botschaftern gepflegter High-End-Kultur gesellen sich in den letzten Jahren immer mehr Produkte, mit denen sich ein intelligentes Haus ganz unauffällig, aber ähnlich wohlklingend beschallen lässt – Multiroom-Anlagen wie auch besonders hochwertige Einbau-Lautsprecher, die dem Anspruch an die genannten Boxen-Monumente in nichts nachstehen sollen.

Sound aus der Wand – so gut wie aus edlen Standboxen

Vor allem die Auswahl an feinsten Schallwandlern für den unauffälligen Einbau in Wände oder Decken wächst von Jahr zu Jahr. Der Britisch-Chinesische Hersteller GP Acoustics und dessen Boxenmarke KEF etwa bieten von den normalen Lautsprecherserien bis zu Edel-Heimkino-Boxen und der High-End-Serie „Reference“ schon seit einigen Jahren immer mehr Einbau-Lautsprecher an. Mittlerweile sind praktisch alle wesentlichen Lautsprechermodelle auch als Ci-Modelle für den Einsatz im „Custom Installing“ zu haben. So nennen Insider den festen Einbau von HiFi- oder Heimkino-Komponenten.

KEF Ci 5160 THX Custom Installation
Das KEF-Topmodell für den Wandeinbau: Ci5160REF-THX 

Erstmals führte auch der deutsche Hersteller Elac aus Kiel seine brandneuen Einbau-Boxen in Deutschland vor. Im Laufe des Jahres solle drei Serien Installinglautsprecher kommen, die ins ihren Bestückungen sowie klanglich den Bozenserien „Debüt“, „UniFy“ sowie der Edelserie „Jet“ mit dem entsprechenden Jet-Bändchenhochtöner ansprechen. Der Jet-Hochtöner ist seit vielen Jahren so etwas wie ein Markenzeichen der Kieler Lautsprechermanufaktur, bekannt durch seinen besonders luftigen, seidigen Sound im Höhenbereich. 

Elac Installationslautsprecher Jet Center
Der Center aus der Einbaulautsprecherserie Jet von Elac.

Abgerundet wird die Elac-Installingserie durch einen Einbau-Subwoofer, der sich zusammen mit einer zugehörigen  Bass-Endstufe nicht nur wie ein Aktiv-Subdoofer in die fest installierte Multiroom-Anlage einbinden lässt. Der Verstärker bietet obendrein eine Frequenz- und Raumanpassung per zugehöriger App. Das Smartphone ermittelt den Klangcharakter im Tieftonbereich und korrigiert diesen über eine Equalizer-Schaltung im Bass-Verstärker so, dass der Subwoofer im jeweiligen Raum und der Einbausituation optimal tönt und nichts dröhnt oder vibriert.

Elac Einbau Subwoofer
Der Elac Einbau-Subwoofer wird über eine separate Endstufe verstärkt - inklusive Frequenzkorrektur per App.

Brandneu ist auch eine Custom Installation Lautsprecherserie von Dynaudio, die auf der HiGh End ebenfalls zum ersten Mal vorgeführt wurde. Die kompakten Einbau-Lautsprecher wurden eigens für die Wand- und Deckeninstallation entwickelt und bestechen neben ihrem Dynaudio-typisch runden Klangbild vor allem durch eine einfache Installation.

Dynaudio Einbau Lautsprecher
Die neuen Dynaudio-Einbaulautsprecher lassen sich durch einen Federmechanismus problemlos in ihre Einbaurahmen einrasten.

Multiroom-Anlage für Installationslösungen

Die NAD-Schwestermarke Bluesound stellt sich ebenfalls auf die fest installierte Beschallung des ganzen Hauses ein. Zusätzlich zu den verschiedenen Streaminglautsprechern Pulse flex, Pulse Mini, Pulse 2 oder dem Pulse Soundbar sowie den Streaming-Empfängern und -Verstärkern Node und Powernode bietet Bluesound jetzt auch Mono-Vollverstärker sowie einen Streaming-Empfänger für vier Zonen an, die für die Montage im Technikraum vorbereitet sind. Ihre Bauform eignet sich besonders gut für die Montage in 19 Zoll-Racks, wie sie üblicherweise für zentral installierte Geräte zum Einsatz kommen. Von dort aus werden die einzelnen Musikzonen dann über Lautsprecherkabel direkt versorgt.

Neben diesen speziellen Multiroom-Systemen integriert Hersteller NAD das Multiroom-Streaming-Betriebssystem BlueOS in immer mehr Komponenten - alle neuen AV-Receiver und Vollverstärker etwa sollen ab sofort fit für das BlueOS-System sein und sich so nahtlos in ein solches Multiroom-System integrieren lassen. 

Im Video zeigt Bluesound-Produktmanager Sven Pieper diese und weitere Bluesound-Neuheiten.

 

Denon zeigt Surround-Lösungen mit der Multiroom-Anlage

Bei Denon hört die Multiroom-Anlage auf den Namen „Heos by Denon“ - auch hier spielen mittlerweile alle neuen AV-Receiver mit Netzwerkanschluss im Multiroom-Zirkus mit. Als neueste Vertreter zeigte der Hersteller die Mittelklasse-Modelle AVR-X1400 und AVR-X2400 auf der High End erstmals der Öffentlichkeit (Preis: 560 und 700 Euro, zu haben ab Juni).

Denons AVR-X2400
Der neue AVR-X2400 (oben, 700 Euro) und sein kleiner Bruder AVR-X1400 (560 Euro) lassen sich ohne weitere Geräte in ein Heos-Multiroom-System einbinden.

Eine Besonderheit führte Denon im Einsatz seiner Heos-Kompoenten im Heimkino vor: Der Heos Soundbar, ein TV-Klangriegel mit Multiroom-und Surround-Funktion, spielte als Surroundset zusammen mit zwei akkubetriebenen Heos-1-Streamingboxen, die hinten im Raum Effekte wiedergaben.  

Denon Heos eins Surroundspeaker
Der akkubetriebene Heos 1 Kompaktlausprecher lässt sich zusammen mit dem Heos Bar oder dem Heos AVR als kabellose Effektbox im Heimkinobetrieb nutzen.  

Alternativ dazu spielte ein Heos AVR, der spezielle Multiroom-Receiver in der Optik und Funktion der übrigen Heos-Geräte zusammen mit einem Heos Amp als Rückraum-Verstärker, der wiederum zwei normale Boxen mit den Informationen der hinteren Kanäle im Heimkino versorgte.

Heos Amp surround effektkanäle
Der Heos Amp im Einsatz als drahtloser Verstärker für zwei konventionelle Rücklautsprecher. Seine Audiodaten bekommt er per WLAN-Direktverbidnung vom HEOS AVR vorn im Raum.

Dies zeigt: Mit einem solchen Multiroom-System kann man die hinteren Lautsprecher endlich ganz kabellos betreiben – oder zumindest ohne Leitungen von vorn nach hinten im Raum.

Pioneer: Die FireConnect Anlage ganz ohne Boxenkabel

Im Hause Pioneer / Onkyo hat es eine Weile gedauert, bis man das Thema Multiroom-Streaming fertig bekommen hat. Doch nun sind alle netzwerkfähigen Komponenten seit dem Modelljahr 2016 fit für das neue FireConnect-Multiroom-System – Netzwerk-Streamer ebenso wie AV-Receiver, Komplettanlage und Streaming-Lautsprecher. Über 50 kompatible Komponenten umfasst das System der beiden Marken bereits zum Start.   

Als Flaggschiff dürfte indes die neue, innovative Fayola-Anlage dienen, die wir bereits vorgestellt haben. Im folgenden kurzen Video zeigt Pioneer-Produktexperte Jürgen Timm im Detail, was die Fayola alles kann und wie sie sich in das Fire-Connect-System einpasst.

 

Elac Discovery Music System - jetzt mit Streaming-Lautsprecher

Während sich andere Multiroom-Anlagen mit Heimkino- oder Installing-Lösungen hervortun, baut Elac sein Discovery Music System rund um den schlauen Discovery Music Server mit einem eher einfach gestalteten Produkt aus. Der Z3 Music Zone Speaker für knapp 700 Euro ergänzt den intelligenten Musikserver zur High End als besonders edler Streaminglautsprecher. Sechs Lautsprecherchassis und insgesamt 170 Watt Verstärkerleistung sollen ihm zu einem raumfüllenden Edelsound verhelfen. Und neben Musik vom High-Res-Streamingdienst Tidal, von Webradiostationen oder aus dem eigenen Netzwerk-Musikarchiv spielt der hochwertige Sound-Solist auch Tracks per Bluetooth direkt vom Smartphone ab.

Elac High End Z3 Discovery Music System
Das neue One-Box-Streaminglautsprecher Z3 von Elac musiziert im Multiroom-Bertrieb zusammen mit dem Discovery Music Server. 

 

Top 3 Musikstreaming-Dienste

Spotify ist ein Musik Streamingdienst, der gegen eine monatliche Pauschalgebühr ab 9,99 Euro (Flatrate) Zugriff auf alle wichtigen und bekannten aktuellen Musiktitel bietet. Der Katalog von Spotify umfasst mehrere Millionen Titel. Spotify gilt als Marktführer unter den Faltrate-Musikdiensten.

Deezer ist ein internationaler Musikstreaming-Dienst, der im August 2007 seinen Betrieb aufnahm und durch das französische Unternehmen Blogmusik SAS betrieben wird. Deezer ist in 182 Ländern verfügbar und streamt nach eigenen Angaben einen Katalog von über 60 Millionen Titeln und beintet damit die größte Musikauswahl.

Tidal tut sich gegenüber Konkurrenten wie Spotify oder Deezer mit einem besonderen Schwerpunkt auf hochwertige Klangqualität hervor. Tidal liefert viele seiner Inhalte in verlustfreier, hochauflösender Audioqualität, die über der einer Musik-CD liegt. Damit will Tidal mit dem Nachteil der digitalen, verlustbehafteten Musikübertragung aufräumen und über das Internet bestmögliche Audioqualität übertragen. 

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