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i-Haus spricht jetzt mit allen KNX-Systemen

15.11.2017

Die Smarthome-App i-Haus öffnet sich neben den KNX-Gateways von Jung jetzt auch allen anderen Herstellern des verbreiteten Bus-Standards für die Gebäudesteuerung und verbindet die mit anderen vernetzten Gadgets.

Ab sofort verbindet sich die Smarthome Universal-App i-Haus bongleichnamigen Münchner Entwicklungsunternehmen allen KNX-Systemen und verbindet so deren Steuerung mit unzähligen vernetzten Geräten aus dem Segment der Eigenbau-Funklösungen – zu Neudeutsch: Dinge aus dem sprichwörtlichen „Internet of Things“ (kurz: IoT). In der i-Haus App treffen sich KNX- und IoT-Geräte im Smart Home gewissermaßen auf Augenhöhe und lassen sich gemeinsam über eine Menüoberfläche steuern.

Nach zwei Jahren Entwicklungs- und Reifeprozess mit dem KNX-Entwicklungspartner Jung öffnet sich die iHaus Plattform nun auch allen anderen KNX-Herstellern. Bisher erfolgte die Verbindung zwischen der auf einem Smartphone oder Tablet installierten i-Haus App und dem KNX-System stets über die KNX-IP-Gateways „Jung KNX IP Router IPR 200 REG“ oder  „KNX IP-Schnittstelle IPS 200 REG“. Ab sofort können auch die entsprechenden Verbindungskomponenten anderer Hersteller wie Gira, Hager, Busch-Jaeger oder Merten die Verbindung zwischenn dem KNX-Bussystem und der i-Haus-App aufbauen.  Mit der iHaus App lassen sich so über 7.000 KNX-zertifizierte Geräte von mehr als 400 Herstellern mit der Welt des Internet of Things bedienen und systemunabhängig auf einer zentralen Plattform verknüpfen. Laut Hersteller soll sich so auch das Bussystem von Loxone, das ja unter anderem auch KNX-kompatibel aufgebaut werden kann, mit der i-Haus-App verbinden. 


Lesetipp – Artikel über i-Haus:


Die Verbindung in die i-Haus App erfolgt, wie die zu anderen vernetzten Geräten, über ein spezielles „KNX-Linkit“, das Nutzer im i-Haus Onlineshop als Lizenz oder im Google Play und Apple App Store als In-App-Kauf erhalten.

Offene und simple Lösung für komplexe Smarthomes

Gleichzeitig lassen sich mittlerweile Geräte aus über 30 internetfähigen Systemen mit iHaus verknüpfen. Das zählen etwa wie Philips Hue oder Ikea Trådfri Leuchten, Sonos Lautsprecher, Bosch & Siemens Hausgeräte mit Home Connect Funktion, Netatmo Wetterstationen, iHaus Rauchmelder oder Apple HomeKit fähige Steckdosen und Thermostate sowie Tesla E-Autos. Mit Amazon Echo, der Sprachassistentin Alexa und dem iHaus Skill lassen sich alle angebundenen Produkte und Szenen auch per Sprachbefehl steuern. Dabei sind alle Geräte auch von unterwegs bedienbar.

iHaus App Oberfläche Tablet Smartphone
Die i-Haus-App bündelt alle Geräte und Funktionen pro Raum auf einer gemeinsamen Menüoberfläche. Foto: i-Haus

iHaus KNX-Lizenz für alle Systeme einfach integrieren 

In den Grundfunktionen, in denen sie alle vernetzten Systeme ohne KNX-Integration steuert, bleibt die i-Haus App kostenfrei. Das neue iHaus KNX-Verbindungsprogramm (Linkit) für alle KNX-Hersteller ist ab sofort als Lizenz im Onlineshop des Herstellers sowie als In-App-Kauf für Android im Google Play Store oder für Apple Geräte im App Store erhältlich. Nach einer 30-tägigen Gratis-Testphase kostet die Lifetime-Version knapp 500 Euro. Ein Jährliches Nutzung-Abo ist für 129,99 Euro zu haben, die Monats-Lizenz kostet  16,99 Euro.

Einzige Hardware-Verbindung zum KNX-System ist eine zertifizierte KNX-IP-Schnittstelle. Weitere KNX-Gateways, wie es sie etwa für Sonos, Philips Hue oder die Integration von Amazon Alexa in ein Bussystem gibt, sind damit nicht mehr notwendig. Mittlerweile integriert die iHaus Plattform auf diese Weise 30 IoT-Systeme und über 7000 KNX-Produkte von 400 Herstellern.

Smarthome-Experten bleibt trotz der Öffnung für andere Hersteller ein Vorteil, wenn sie die i-Haus-App über ein Gateway aus dem Hause Jung mit der KNX-Installation verbinden: Über das KNX-Programmiertool „Jung Smart Assistant“ lassen sich KNX-Projekte und somit alle angelegten Daten und Einstellungen direkt in i-Haus importieren. Vorhandene Szenen aus der KNX-Programmierung können somit einfach aus dem „Jung Smart Assistant“ übernommen und mit IoT-Geräten kombiniert werden. Zudem müssen in KNX angelegte Szenen in iHaus nicht neu angelegt werden, sondern lassen sich direkt in die i-Haus App übernehmen.

So schaltet und waltet i-Haus

Zunächst lässt sich mit der „Linkit“-Funktion eine Verbindung zwischen der i-Haus App und dem jeweiligen IoT- oder KNX-Gerät herstellen, um die jeweiligen Funktionen in der App nutzen zu können. Noch spannender wird es, wenn man mehrere Geräte in so genannten „Sum-it-up“ Situationen zusammenschaltet. So lassen sich Geräte in einzelnen Räumen oder auch übergreifend gemeinsam steuern und individuelle Szenarien erstellen.

Der Sprachbefehl „Alexa, starte Szene Guten Morgen“ kann beispielsweise die Hue-, Trådfri- oder KNX-Beleuchtung im Haus aktivieren (oder auch gemischte Leuchtensysteme) und auf eine angenehme Helligkeit dimmen, die KNX-Rollläden hochfahren und die KNX-Heizung – oder auch IoT-Heizungsregler – auf eine gemütliche Wohlfühltemperatur einstellen. Die Sonos Lautsprecher kümmern sich um die passende Musikuntermalung und die Home Connect Kaffeemaschine brüht den ersten Kaffee am Morgen. Sogar der Tesla an der Wallbox in der Garage kann sich auf die anstehende Fahrt vorbereiten, indem er mit der über Nacht geladenen Batterie parat steht und die Standheizung aktiviert. Und das alles mit nur einem Sprachbefehl, einem Fingertipp in der iHaus App, auf einen entsprechend programmierten KNX-Universaltaster neben dem Bett – oder vollautomatisch per Zeitschaltuhr. 
 
Über die so genannte „Trigger“-Funktion lassen sich Wenn-Dann-Beziehungen zwischen unterschiedlichen Zuständen im Haus herstellen und dynamisch nutzen. Wenn der ebenfalls in iHaus integrierte Dienst „Google Maps“ zum Beispiel einen längeren Fahrtweg in die Arbeit vorhersagt, dann startet das Weck-Szenario entsprechend früher.

Das intelligente Haus meint

Die i-Haus Smarthome App hat derzeit tatsächlich eine gewisse Alleinstellung, da sie als einzige Plattform den KNX-Bus mit minimaler zusätzlicher Hardware mit hunderten anderen vernetzten Geräten im Haus verbindet. Minimal bedeutet: Ein KNX-IP-Gateway und ein im Netzwerk verbundenes Apple- oder Android-Mobilgerät im Servermodus sind notwendig. Doch die braucht man auch, wenn man sein intelligentes Haus mit KNX-Bussystem anderweitig per Tablet- und Smartphone-App steuern möchte.

Bei Betrachtung der App kommen Beobachter aber immer mal auf die Idee, man könnte die Benutzeroberfläche etwas aufräumen. Vor allem auf dem Smartphone wirkt sie teils etwas überfrachtet – etwa im direkten Vergleich zu anderen, neuen Bedienkonzepten wie dem des Gira X1 (siehe unten). Doch daran sieht man auch, dass i-Haus ein System ist, das ständig weiter wächst. Wie in typischen Jugendzimmern wird es da vielleicht mal Zeit, etwas aufzuräumen. 

Gira X1 i-Haus App
Da geht noch was: i-Haus (rechts) kann viel, wirkt in seiner Menüoberfläche aber teils noch etwas wild und überfrachtet. Auffällig wird das zum Beispiel im direkten Vergleich zu der extrem schlicht gestalteten Bedienungs-App eines Gira X1. Montage: Das intelligente Haus, Bilder von Gira und i-Haus.

 

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