Polk Command Bar

Polk: Erste TV-Soundbar mit Alexa-Sprachsteuerung

08.06.2018

Man nehme: Einen TV-Soundbar und den kleinen Alexa-Smartspeaker Echo Dot – fertig ist der neue Polk Command Bar, den der US-Hersteller ab Juli anbietet. Wir zeigen schon vorab im Video, was der schlaue Klangriegel alles kann.

Der US-Lautsprecherhersteller ist hierzulande bislang noch nicht allzu bekannt, doch im Grunde hat er ähnliche Produkte im Programm wie hiesige Boxenanbieter à la Canton, Elac oder Dynaudio: HiFi- und Surroundlautsprechersets und neuerdings auch immer mehr aktive, vernetzte Klangerweiterungen fürs Fernsehgerät. Diese Teile werden üblicherweise als Soundbars angeboten. Man legt sie vor den Flat-TV oder schraubt sie darunter an die Wand, damit sie mit ihrer Klangfülle aus einem einzigen unauffälligen Gehäuse den Sound der Fernseher aufzupeppen. Denn je dünner sich die schicken Flat-TVs an die Wand schmiegen, desto flacher wird eben auch der Klang, den sie mit Bordmitteln absondern können. 

Klangriegel mit Smarthome-Sprachsteuerung

Der brandneue Command Bar, den Polk ab Juli zusammen mit einme aktiven Subwoofer für knapp 400 Euro anbieten wird, hat gerade für Smarthome-Fans eine Spezialität auf Lager: Der Klangriegel ist zugleich ein vollwertiger Smartspeaker für die Sprachsteuerung Alexa von Amazon. Dazu steckt in seiner Mitte unverkennbar der aus den Amazon Echo Smartspeakern bekannte Leuchtring, der auf „Alexa“-Zuruf anfängt, bläulich in die Richtung des Rufers zu schimmern und immer dann seine Lichteffekte rotieren lässt, wenn der Sprachdienst Alexa gerade nachzudenken scheint.

Tatsächlich hat Polk den Smart Bar – so nennen wir das Gerät einfach mal – gemeinsam mit Amazon entwickelt, wie Roland Krüger vom europäischen Vertrieb des Polk-Mutterkonzerns Sound United berichtet. Das bedeutet: Der Command Bar kann alles, was Amazon Alexa kann und lässt sich obendrein auch selbst verbal steuern. Man kann also per „Alexa“-Ansage nach dem Oberbürgermeister von Wolfenbüttel fragen, die Philips Hue-Leuchten im Wohnzimmer auf 50 Prozent dimmen oder aber das Eingangssignal am schlauen Soundbar selbst auf HDMI1 schalten und die Lautstärke auf 80 Prozent justieren. 

Alle Funktionen der Polk Command Bar erklärt Produktexperte Roland Krüger hier exklusiv im Video: 


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Videostreaming per Amazon Fire-TV

Außerdem integriert der Command Bar noch weitere Streamingfunktionen aus dem omnipräsenten Versandhaus Amazon: Einer der HDMI-Eingänge ist so angebracht, dass man hier weitgehend unsichtbar einen Amazon Fire TV Streamingstick anbringen kann. Der lässt sich dann selbstverständlich auch per Sprache steuern. Damit wird der Command Bar zur umfassend vernetzten Smarthome- und Entertainment-Zentrale, von der aus man die Amazon-Videothek ebenso verbal erreichen kann wie den Wetterbericht aus dem Internet oder das geballte Wissen von Wikipedia. Und jedes Smarthome-System, für das es ein Alexa-Skill gibt – also so etwas wie die App für die Alexa-Sprachsteuerung.

Die universellen Skill-Talente der Sprachsteuerung führen allerdings zu kleinen Unzulänglichkeiten: Alle Komponenten der Multiroomanlage Heos von der Sound United-Konzernschwestermarke Denon etwa lassen sich vom Command Bar aus steuern. Man kann also per Sprachbefehl an der Soundbar ein Musikstück auf dem Heos-WLAN-Speaker in der Küche starte oder sogar die Videoeingänge eines Heos-fähigen Denon oder Marantz  AV-Receivers auf Zuruf umschalten. Die Command Bar selbst spielt aber mit den Multiroom-Komponenten der Schwestermarke direkt nicht zusammen. Sie streamt nur Musik aus den Diensten von Amazon und deren Partnern. Es gibt also noch funktionale Steigerungspotentiale für die Command Bar2. 


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Smartspeaker für Google Home

Neben dem Command Bar mit Amazon Alexa Sprachsteuerung  bietet Polk auch einen Smartspeaker für das Google Home System. Der verbindet sich mit allen vernetzten Audiogeräte, die Google Chromecast Streaming unterstützten und kann sämtliche Geräte und Systeme steuern, für die es ein Google-Sprachsteuerungs Skill gibt. Der Lautsprecher namens Polk Assist soll dieser Tage für knapp 200 Euro auf den Markt kommen.

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