Smart Lighting Neuheiten

Schlaue Beleuchtung: Erleuchtende Smarthome-News

07.09.2018

Rechtzeitig vor dem Start der dunkleren Jahreszeit gibt es eine ganze Reihe neuer, intelligenter Lichtlösungen – nicht nur vom Smart-Lighting-Pionier Philips Hue.

Kaum ein Bereich des täglichen Lebens lässt sich per Heimvernetzung so auffällig und vielseitig anpassen wie die Beleuchtung im Haus oder in der Etagenwohnung. Und vor allem so einfach und für Mieter wie auch Eigentümer: Leuchtmittel und ganze Lampen in den Wohnräumen kann und will Jeder selbst gestalten. Immerhin spielt die Beleuchtung eine entscheidende Rolle, wenn man die Raumgestaltung dem eigenen Geschmack anpassen möchte. Farbiges Licht oder auch anpassbare Farbtemperaturen können dabei helfen, ein eigenständiges Flair in jedes Zimmer zu zaubern.

Den Anfang der vernetzten Smarthome-Leuchtmittel machten vor ein paar Jahren Funk LED-Glühbirnen mit einstellbaren Farben oder Weißtönen, wie sie etwa Philips Hue oder Osram Lihgtify (heute: Smart+) auf den Markt brachten. Diese Leuchten werden wie herkömmliche Glühbirnen einfach in die E14 oder E27 Fassung eingeschraubt und mit einem zentralen Funk-Gateway verbunden. Das hängt wiederum per WLAN oder Netzwerkkabel am WLAN- und DSL-Router – fertig ist das smarte, vernetzte Lichtsystem. Mittlerweile geht die intelligente Lichsteuerung viel weiter. Hier ein paar aktuelle, besonders spannende Beispiele. 

Paint Your Light mit der Luke Roberts Hängelampe

Das Deutsch-Österreichische Startup Luke Roberts erhellt mit seiner smarten Lampe “Model F” den Raum direkt oder indirekt in verschiedenen Zonen, die man auf dem Smartphone buchstäblich einzeichnen kann – der Hersteller nennt das „Paint your Life“. Im Klartext: Die Technologie ermöglicht die Steuerung des Lichts der Lampe mit dem Smartphone oder Tablet durch Zeichnen auf dem Display. Dadurch sollen ein oder mehrere Bereiche des Raumes ausgeleuchtet werden.

Voneinander unabhängige LEDs sorgen dabei dafür, dass individuell angepasste Lichtszenen erzeugt werden und sich dynamisch und fließend variieren lassen. Das Licht zum Lesen wird von der Lampe also etwa auf die Couch projiziert, und zum Essen erhellt sie den Tisch – oder beides gleichzeitig. Die Lampe soll sich bevorzugte Einstellungen des Nutzers merken und das Licht je nach Tageszeit oder Lichtverhältnissen anpassen. Oder man speichert häufig genutzte Szenen in der zugehörigen App. Verschiedene Lichtsituationen sind in der Galerie unten zu sehen. Die Leuchte kostet 700 Euro und ist beim Hersteller online zu haben – oder ab Herbst 2018 in speziellen Popup-Stores in Berlin und Wien.

Luke Roberts Paint your light
​Schlichte Leuchte, vielfältiges Licht: Die Luke Roberts Model F Leuchte für knapp 700 Euro. (Foto: Luke Roberts)

Nanoleaf: Wandbeleuchtung mit eingebauten Tastern

Der Hersteller stammt aus Toronto in Kanada, betreibt auch eine Niederlassung in Paris und hat sich auf die Fahnen geschrieben, Licht gewissermaßen an die Wand zu heften. Die Systeme des Herstellers bestehen aus Mosaik-ähnlich kombinierbaren LED-Kacheln, die man in beliebigen Formen an die Wand klebt und jeweils über eine Steuerzentrale vernetzt gemeinsam ansteuern kann. Das System ist kompatibel mit dem Apple Smarthome-System Homekit. Zunächst kamen dreieckige LED-Formen auf den Markt, die sich über ein Rhythmus-Steuergerät auch als eine Art Flächen-Lichtorgel nutzen lassen. Der neueste Wurf heißt Nanoleaf Canvas. Dabei geht es weniger um eine Leinwand als um modular kombinierbare Licht-Quadrate in etwa im Format größerer Wohnraumfließen. Die lassen sich ebenfalls gemeinsam ansteuern und mit unterschiedlichen Lichtmustern, -farben und Musikreaktionen bespielen. Der Clou: die Nanoleaf Canvas Kacheln reagieren auf Berührungen. Man kann sie also auch als Homekit- und Licht-Taster nutzen. Nanoleaf Canvas kommt im Winter 2018 auf den Markt, so das Versprechen des Herstellers. 

nanoleaf canvas
​Nanoleaf Canvas – Lichtkacheln mit integrierter Touch-Steuerung. (Foto: Nanoleaf)

Da tritt das dritte Produkt von Nanoleaf fast in den Hintergrund. Aber nur fast: Der Hersteller hat auch eine haptische Fernbedienung für Homekit-Szenen erfunden und auf den Markt gebracht: Ein Dodekaeder, also ein gleichseitiges Zwölfeck, der ein Dutzend Funktionen steuern kann. Das geht so: Jeder Seite wird eine Funktion, also etwa eine Lichtszene zugeordnet. Wird die Seite nach oben gedreht und der Körper auf den Tisch gestellt, dann wird die jeweilige (Licht-)Szene aktiviert. Regelungen, etwa Dimmen der Helligkeit, lassen sich in dieser Position per Drehbewegung steuern. Die Nanoleaf Remote ist bereits zu haben und kostet knapp 60 Euro.​

Nanoleaf Remote
12 Flächen für ein Dutzend Smarthome-Szenen – Nanoleaf Remote (Foto: Nanoleaf)

Unzählige neue Leuchten und Funktionen bei Philips Hue 

Schließlich baut auch Signify, der neue Eigentümer der Philips Hue Leuchtenabteilung, sein Sortiment immer schneller aus. Auch hier spielt die Malerei mit Licht eine wichtige Rolle. Unter dem Namen „Hue Play“ etwa kommt ein neuer „Light Bar“ für die indirekte Lichtabgabe über die Wand auf den Markt. Die 25 Zentimeter hohe (oder breite) Leuchte kann einen länglichen Lichtkegel in fast allen Regenbogenfarben erzeugen, die sie im Normalfall an die weiße Wand wirft. Das kann im Alltag einfach dem wechselnden Raumambiente dienen, oder aber eine Art Action-Unterstützung für Spiel, Film und Fernsehen bieten. 

Zusammen mit den Leuchten gibt es auch ein Computerprogramm namens „Hue Synch“, das bestimmte Action-Games oder auch am PC oder Mac wiedergegebene Videoinhalte über die Leuchten unterstützt. Die Handlung auf dem Bildschirm lässt sich dann mit den Play-Leuchten auf den gesamten Raum erweitern – ähnlich dem Philips-TV-typischen Hintergrundlicht Ambilight, nur eben für jeden vom PC wiedergegebenen Inhalt auf jedem Display oder TV-Gerät. Im Hue-Synch-Programm legt man dafür fest, wo vom Bildschirm aus gesehen die Leuchten angebracht sind, das Programm legt dann die vorherrschende Farbe vom Bildschirm auf die Leuchte. Der Hue Play-Doppelpack kostet knapp 130 Euro, weitere Leuchten lassen sich im System ergänzen. Mit Hue Synch lassen sich indes alle Hue-Leuchten als Licht-Maler zur Bildschirm-Action einsetzen.

Philips Hue Play Synch
Grünes Bild, Grünes Licht – Hue Play und die zugehörige Software machen Surround-Licht zum Heimkino-Vergnügen. (Foto: Das intelligente Haus)

Auch Hue Sana ist ein Lichtmaler. Die Wandleuchte besteht aus einem Ring, der an die Wand montiert wird und an dessen Rückseite viele Einzelne RGB-LEDs Richtung Wand strahlen. Die Wirkung zu beschreiben, ist da fast überflüssig, sehen Sie selbst:

Signify Philips Hue Sana
Die Hue Sana Wandleuchte kostet knapp 170 Euro. Übrigens gibt es sie zum gleichen Preis auch als Hue Liane als gerade Ambiente-Wandleuchte. (Foto: Signify)

Wer lieber flexibel ist und die Leuchte gerne aufstellen möchte, für den erzeugen die Regal- und die Bodenvariante von Hue Signe indirekte Beleuchtungsakzente an der Wand oder in ehemals dunklen Ecken. Kostenpunkt: 170 Euro für das Regalmodell, 230 Euro für die Stehleuchte.

Signify Philips Hue Sine
Das Regalmodell von Hue Signe. (Foto: Das intelligente Haus)

Zum Bewundern: Adore-Badezimmer-Beleuchtung

Unter dem Namen „Adore“ hat Signify schließlich auch eine umfassende Kollektion an Leuchten mit anpassbaren weißen Lichtfarben fürs Badezimmer herausgebracht. Die sind besonders auf eine gute – und damit jederzeit schmeichelhafte – Spiegel-Atmosphäre ausgelegt. Mit vier vorprogrammierten Lichtstimmungen für unter anderem aktivierendes Licht am Morgen und entspannende Stimmung am Abend sollen sie sich so einfach wie möglich in Betrieb nehmen lassen. Der Hingucker ist dabei zweifellos der Adore-Lichtspiegel, der für schlappe 350 Euro den Besitzer wechselt. Die Bemerkung ist durchaus angebracht, wenn man bedenkt, welche Preise Badezimmer-Hersteller teils für Schminkspiegel mit integrierter Beleuchtung aufrufen – Fotos siehe Galerie unten.


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