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Smart-TV und Multiroom sind vernetzte Favoriten

15.12.2017

Nabelschau zur Haus-Intelligenz: Eine aktuelle Umfrage zeigt, welche vernetzten Geräte die Deutschen schon nutzen, und in welchen Smarthome-Bereichen sie eher zurückhaltend sind. Klare Sache: Vernetztes Entertainment ist heute populärer als die Heimsteuerung – noch.

Deutsche Smarthome-Nutzer genießen mehrheitlich vernetztes Entertainment, aber bislang nur zu einem relativ kleinen Teil praktische und sparsame Anwendungen der Heimvernetzung. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter Menschen, die von sich sagen, dass Sie smarte, also vernetzt steuerbare Gerätschaften zu Hause nutzen. Der Statistik-Dienstelsiter Statista befragte dafür im Sommer 2017 in einer Onlineerhebung knapp 1000 Menschen. Voraussetzung: Der Besitz vernetzter Gerätschaften.

Smart-TV und Multiroom sind die Favoriten

Ähnlich wie unser Magazin zählten die Marktforscher alle denkbaren vernetzten Geräte zum Oberbegriff des „Smarthome“, was das Ergebnis auch stark beeinflusst: 66 Prozent der Befragten nutzen demnach vernetzte Unterhaltungselektronik, also Smart-TVs oder Multiroom-Audioanlagen. Auf die Frage, welche Gerätschaften im Haus per Netzwerk steuerbar seien, kam dies noch klarer zum Ausdruck: 64 Prozent der aktiven Nutzer steuern ihren Fernseher per App oder Netzwerk-Tools, immerhin 30 Prozent nutzen vernetzte Multiroom-Musikanlagen à la Denon Heos oder Sonos. 17 Prozent der Nutzer besitzen außerdem Streaming-Sticks wie Google Chromecast oder den Amazon Fire TV Stick.


Multiroomanlagen und vernetztes Entertainment in der Systemdatenbank


Licht- und Heizungssteuerung gewinnen an Bedeutung

Nutzwertige Anwendungen der Heimvernetzung sind allerdings deshalb nicht bedeutungslos. Immerhin gibt es Smart-TVs schon seit vielen Jahren, während der Hype um Smarthome-Anwendungen rund um Sicherheit, Heizung oder Licht erst in jüngster Zeit aufgekommen ist. So folgt in der Nutzung vernetzter Produkte auch Licht mit 27 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von Sicherheit, Haushaltsgeräten und der Heizungssteuerung. Tatsächlich steuert immerhin jeder achte Besitzer vernetzter Geräte seine Heizung per Netzwerk und über das Internet. 17 Prozent kontrollieren auf diesem Wege die Beleuchtung in Ihrem Zuhause. So ähnlichverhölt es sich mit der Motivation zum Smarthome: Jeweils über 52 Prozent der Nutzer haben vernetzte Geräte, weil diese mehr Komfort oder Spaß an der Technik vermitteln. Nur 29 Prozent sehen darin einen Weg, um Energie zu sparen.  


smarte Heizungssteuerung zum Nachrüsten in der Systemdatenbank

vernetzte Lichsysteme in der Systemdatenbank


Smarthome Umfrage Statista
Grafik: Statista

Fazit: echter Smarthome-Nutzen hat Luft nach oben 

Die Umfrage zeigt, neben interessanten Erkenntnissen, vor allem Eines: Der Imme wieder heraufbeschworene Smarthome-Boom ist eher eine langsame Entwicklung, die noch viel Potential hat. Viele Leute sitzen zu Hause vor einem Fernseher mit Internetanschluss und Netflix und glauben dabei, sie hätten ein Smarthome. Vernetztes Entertainment ist sicher ein Aspekt der sinnvollen und unterhaltsamen Heimvernetzung, aber eben nur ein kleiner Teilaspekt. Macht aber nichts – je langsamer sich die Heimvernetzung und ihr Nutzen in den Köpfen verbietet, desto langfristigere und bessere Lösungen wird sie bieten. 

Systeme

Die Studie

Für die Umfrage wurden vom Statistikdienst Statista im August 2017 986 Menschen online befragt. 800 von ihnen stellten sich in der Befragung als Smarthome-Besitzer heraus. Auftraggeber der Studie war der Smarthome-Hersteller EWE, der ein eigenes Funksystem zur Smarthome-Nachrüstung anbietet. 

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