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TÜV: Sicherheitskameras sollen selbst sicher sein

19.12.2017

Webcams und IP-Sicherheitskameras kosten nicht viel, lassen sich recht leicht installieren und versprechen einen besseren Schutz der eigenen vier Wände. Damit die Kamera aber nicht selbst Opfer von Cyberattacken wird, rät der TÜV Rheinland zu sichern Passwörtern und geprüften Produkten.

An der Haustüre warnen sie vor Einbrechern, im Kinderzimmer ersetzen sie das Babyphone. Wer eine Webcam in seiner Wohnung oder auf seinem Grundstück installiert, hat die eigenen vier Wände per App immer gut im Blick – auch aus der Ferne. Ohne entsprechenden Schutz können allerdings auch Unbefugte leicht auf die privaten Live-Bilder zugreifen: Jede Webcam hat eine IP-Adresse, über die man sie prinzipiell ansprechen kann, und die sich prinzipiell über spezielle  Suchmaschinen herausfinden lässt. „Um sich zu schützen, sollten Verbraucher ein sicheres Passwort mit mindestens acht Zeichen, die willkürlich wirken, einrichten“, rät Günter Martin, Internet-Experte von TÜV Rheinland.

IP-Kameras werden immer beliebter

Solche Kameras sind mittlerweile günstig und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Moderne Kameras liefern HD-Bildqualität, Nachtsicht oder einen Bewegungssensor, der den Verbraucher informiert, wenn jemand das Grundstück oder die eigenen vier Wände betritt. „Die Wahrscheinlichkeit von Einbrüchen sinkt merklich. Zudem behält man zuhause den Nachwuchs oder das Haustier im Auge“, so Günter Martin vom TÜV Rheinland.


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Trotzdem sollten Webcam-Besitzer darauf achten, dass Unbefugte keinen Zugriff auf die Kamera und damit private Daten erhalten. Dazu gehöre auch, Webcams im Außenbereich sicher und schwer erreichbar zu befestigen. „Dabei geht es nicht nur um den Verlust der Kamera. Durch Auslesen des Kameraspeichers können auch Informationen über das hauseigene WLAN schnell in fremde Hände geraten.“

Zertifikat bringt Sicherheit

Die beiden neu eigeführten TÜV Rheinland-Zertifikate „Protected Privacy IoT Product“ und „Protected Privacy IoT Service“ weisen darauf hin, dass eine Webcam ein hohes Maß an Datenschutz und Datensicherheit bietet. Die Zertifikate orientieren sich laut einer Mitteilung vom TÜV Rheinland an der neuen, ab Mai 2018 gültigen EU weitere Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO). Sie prüfen, ob die jeweiligen vernetzten Produkte oder Onlinedienstediese diese europäischen Datenschutzrichtlinien voll entsprechen.

Bei Systemen von asiatischen oder US-amerikanischen Herstellern ist das längst nicht selbstverständlich. Wenn deren Server für Benutzerdaten oder Cloudspeicher für Kamera-Aufnahmen nicht auf europäischem Boden stehen, dann gelten dafür nicht automatisch die hiesigen Regeln für den Schutz der Privatsphäre.

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TÜV Zertifizierung

Der TÜV Rheinland prüft und zertifiziert IoT-Produkte und -Services mit neuen Zertifikaten. Außerdem bietet er Herstellern Trainings zur Umsetzung der neuen Datenschutzgrundverordnung in ihren Produkten an. Foto: TÜV Rheinland

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