Theben Luxor living

Theben: KNX-Smarthome ohne Programmieraufwand

23.03.2018

Im Gegensatz zu herkömmlichen KNX-Installationen nutzt das Smarthome-System Luxor Living vom schwäbischen Hersteller Theben nur die wesentlichen Funktionen des Systems und verspricht deshalb besonders einfache Installation und einen flexiblen Betrieb.

Einfach Licht einschalten und dimmen, Heizung regeln und Beschattung steuern – und eine clevere Panikfunktion nutzen – das sind laut Theben die Kernfunktionen des Smarthome-Systems Luxor Living, das der Hersteller aus dem schwäbischen Haigerloch auf Basis des KNX-Busstandards entwickelt und in seiner neueste Version noch weiter vereinfacht hat.

„Wir sind mit unserer Wohnkomfort-Steuerung aus dem Jahr 2005 praktisch der Erfinder des Smarthomes“, berichtet augenzwinkernd Luxor Living Produktmanager Tino Schlaich über dei Anfänge der KNX-Technik aus dem Hause Theben. „Schon bei unseren ersten Steuerungen für diesen Bereich sollte der Elektriker die ganze Anlage ausschließlich mit einem Schraubenzieher einstellen und programmieren können. Das kam am Markt sehr gut an. Deshalb stand auch bei Luxor-Living die einfache Inbetriebnahme immer ganz oben im Lastenheft.“ Den Schraubenzieher hat inzwischen der mobile Computer ersetzt, in dem Theben seinen Fachbetrieben die Software-Tools „Luxor plug“ und „Luxor play“ für eine weit gehend selbst erklärend Inbetriebnahmen an die Hand gibt.

Installation: Offen für alle Schalter-Typen

Luxor Living wird im Prinzip ganz ähnlich verkabelt wie jede andere KNX-Installation. Leuchten, Rollläden und andere Anwendungen lassen sich per Software beliebigen Tastern oder Schaltern zuordnen. Theben baut die Schalt-Technik – oder im Smarthome Fach-Sprich „Sensorien“ – dabei nicht in einzelne Taster und Wandschalter ein, sondern nutzt zentrale Bauteile mit Schalt-Eingängen, den so genannten Taster-Schnittstellen. 

Das öffnet Spielräume, die bestehende Installation zu ändern, bietet ein erhebliches Einsparpotenzial bei der Installation und eröffnet mehr Gestaltungspielräume bei der Wahl des gewünschten Schalterprogramms. Taster-Schnittstellen bietet Theben sowohl für die zentrale Installation im Schaltschrank (siehe Foto unten) als auch für die dezentrale Einrichtung in Verteilerdosen oder hinter konventionellen Schaltern und Tastern. 

Theben Tastermodul mehrfach
Die so genannten Binäreingänge dieser Tasterschnittstelle werten die Meldungen von insgesamt sechs Tastern aus. So lassen sich die Funktionen des Luxor Living Systems mit herkömmlichen Wand-Tasten oder -Schaltern ansteuern. Foto: Theben

Die Hardware von Luxor Living besteht also aus rund einem Dutzend verschiedenen Sensor- und Aktor-Bausteinen sowie einigen Zentralgeräten und Sensoren wie einer Wetterstation oder Raumluft-Fühlern. Alle Komponenten sind KNX-zertifiziert, bieten aber weniger Funktionen als ein normales KNX-Gerät. Vorteil der Beschränkung: Zur Inbetriebnahme ist nicht die von KNX sonst eingesetzte, kostenpflichtige ETS-Software nötig, sondern nur die sehr einfach zu bedienende und kostenlose Software „Luxor plug“. So sollen auch Elektriker, die selten mit KNX-Technik in Berührung kommen, Smarthome-Projekte schnell und günstig umsetzen können. 

Inbetriebnahme ohne ETS-Programmierung

Die Inbetriebnahme übernimmt das Windows-Programm „Luxor plug“. Die Software listet automatisch alle Komponenten im KNX-Netwzerk. Jedes Gerät identifiziert sich dabei mit einer eindeutigen Nummer. Der Installateur konfiguriert das Haus mit seiner Anzahl an Geschossen und Räumen und versieht diese mit passenden Bezeichnungen.

Danach kann er die Komponenten den einzelnen Räumen zuweisen und ebenso mit Klarnamen versehen, also etwa „Jalousie Kinderzimmer“. Im nächsten Schritt setzt er die Parameter für die einzelnen Aktoren, verbindet sie graphisch mit den einzelnen Tastern und Sensoren. Dabei kann er bei Bedarf Gruppen anlegen, etwa für zusammen steuerbare Leuchten oder für alle Jalousien eines Zimmers.  

Nach Plug kommt Play

Die Visualisierung von Luxor Living kommt ohne eigene Displays an der Wand aus. Die kostenlose App „Luxor play“ übernimmt diese Aufgabe – jeder Nutzer lädt diese auf sein Smartphone herunter und sieht dann ab der ersten Verbindung mit der Systemzentrale alle Bezeichnungen der Räume, Schalter und weiteren Komponenten. Die graphische Gestaltung ist vorgegeben, so dass die Visualisierung mit dem ersten Start einsatzbereit ist. Der Anwender kann in der App selbst Zustände von Lichtern, Jalousien, Rollläden und weitere Einstellungen einsehen und auch verändern. So lassen sich in der App etwa Zeitprogramme einrichten und übergreifende Szenen aus verschiedenen Komponenten zusammenfassen. 


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Systeme

Das Theben KNX-Prinzip

Während viele andere KNX-Systemanbieter die lokale Steuerung ihrer Smarthome-Anlagen über spezielle KNX-Bediengeräte wie spezielle Mehrfach-Taster, Wanddisplays oder Touchscreen umsetzen, baut Theben fast ausschließlich auf versteckt eingebaute Komponenten: Herkömmliche Taster steuern Tasterschnittstellen an, die entweder im Schaltschrank oder hinter dem Taster installiert sind.

Die erste Variante bedeutet, dass der KNX-Bus gar nicht bis zum einzelnen Taster verlegt werden muss – eine interessante Möglichkeit, um ein Haus mit überschaubarem Aufwand nachträglich mit Bustechnik auszustatten.

Neben dem besonders einfach programmierbaren System Luxor Living sidn auch alle anderen KNX-Koponenten aus dem Hause Theben nach diesem Prinzip aufgebaut. Zur Automatisierung bietet der Hersteller dazu auc Heinen eigenen Smarthome-Server namens „The Serva"

Theben Tasterschnittstelle 4fach
Dies Tasterschnittstelle lässt sich hinter Tastern oder in Verteilerdosen installieren. Sie übersetzt die Zustände von zwei Wandtastern in KNX-Daten. Foto: Theben  

 

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