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Streaming: Apple TV+ gegen Netflix und Amazon

05.11.2019

Anfang November ist Apple TV+ gestartet: Der iPhone-, iTunes- und Mac-Konzern tritt nicht nur in Konkurrenz zu den Branchen-Riesen Netflix und Amazon Prime Video, sondern muss sich bald auch gegen das Streamingangebot von Disney behaupten.

Wer dachte, er habe mit seinem Netflix- oder Amazon Prime Video-Account bereits die frei Auswahl unter allen denkbaren Filmen und Serien, der muss dies in den nächsten Tagen womöglich nochmals überdenken. Denn am 1. November startet Apple TV+, genauso wie in wenigen Monaten Disney+. Der Kampf um den Streamingmarkt ist eröffnet!

Abo-Streamingmarkt in Deutschland

Im ersten Quartal 2019 nutzten in Deutschland insgesamt 22,7 Millionen Personen kostenpflichtige Streamingdienste wie Amazon Prime Video, Netflix oder Maxdome. Im Vergleich zum Vorquartal entspricht das einem Zuwachs von 9 Prozent. Das zeigen aktuelle Ergebnisse der GfK. Nach Abonnentenzahlen liegen die beiden Branchenführer Amazon Prime Video und Netflix mit einem Anteil von 47 Prozent bzw. 36 Prozent weit vor der Konkurrenz. Das zeigen aktuelle Auswertungen der Beratungs- und Forschungsgruppe Goldmedia. 

Jedes Streaming-Abo wird dabei von einem Haushalt genutzt: Das kann entweder ein Einzelhaushalt sein oder ein Haushalt, in dem mehrere Menschen leben. 41,3 Millionen Haushalte gibt es in Deutschland, und in rund 17 Millionen dieser Haushalte gibt es ein Amazon Prime-Abo. Wie viele Menschen hinter den 17 Millionen Prime-Abos stehen, lässt sich durch die Anzahl der Menschen schätzen, die in deutschen Haushalten leben: fast 35 Millionen Menschen sind im Einzugsbereich eines Prime-Abos.

Streaming-Anbieter
Netflix, Amazon Prime Video und Maxdome.

Der Abo-Streamingmarkt in Deutschland

Aufbruch im Streamingmarkt

Doch die Konkurrenz steht bereits in den Startlöchern und wird die Marktanteile verschieben. Im Kernbereich der Abo-Dienste will Apple TV+ bereits zum Monatsanfang in Deutschland starten, Disney+ hingegen soll hierzulande erst im nächsten Jahr verfügbar sein.

Zudem versuchen bestehende Streamingdienste durch Spezialisierung oder durch (zumindest teilweise) werbefinanzierte Geschäftsmodelle Marktanteile zu gewinnen. So hat RTL sein Streamingangebot TV NOW bereits vor einiger Zeit gründlich „renoviert“. Das Angebot kombiniert einen werbefinanzierten Teil mit einem optionalen Premium-Abo. Auch mit Joyn ist seit Sommer ein werbefinanziertes Angebot von ProSieben / Sat.1 am Markt, das noch im Herbst um eine kostenpflichtige Premiumvariante erweitert werden soll.

„Aktuell stehen wir vor der umfangreichsten Weichenstellung im Streamingmarkt seit dem Start von Prime Video und Netflix vor 5 Jahren. War aus Sicht der VoD-Anbieter in Deutschland schon 2019 ein sehr bewegtes Jahr, so wird 2020 noch um einiges bewegter.“
Dr. Florian Kerkau, Geschäftsführer Goldmedia Research

Die Liste der zu erwartenden neuen Dienste ist lang: Amazon hat mit IMDbTV einen kostenlosen und rein werbefinanzierten Streamingdienst angekündigt. Pluto TV von Viacom baut sein Angebot kontinuierlich auch in Deutschland aus, und auch das japanische Rakuten TV startet mit einer werbefinanzierten Erweiterung seines Dienstes. Zudem haben Medienkonzerne wie z. B. Warner oder NBC begonnen, den Start eigener Angebote namens HBO Max und Peacock vorzubereiten – beide Dienste mit einer Kombination aus Abo und werbefinanziertem Zugang.


Weiterlesen: Die besten Flatrate-Medienangebote im Überblick


Die Zukunft des Streamings wird zweifelsohne vielfältig und bunt. Wer alles sehen will, der muss aber auch immer mehr Flatrates buchen – und bezahlen.

Systeme

SCHNELLES INTERNET

Welche Datenraten sind für das Videostreaming in unterschiedlichen Qualitätsniveaus ungefähr notwendig?

Einfaches Streaming, SD-Aufl.: ca. 1 Mbit/s
DVD-Qualität: um 5 Mbit/s
HD-Stream auf Netflix: 5 bis 7 Mbit/s
UHD-Stream auf Netflix: ca. 15 Mbit/s
Blu-ray Disc (HD): ca. 15 Mbit/s
Ultra HD Blu-ray Disc: bis 50 Mbit/s 

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