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Die wichtigsten Smarthome-Trends auf einen Blick

06.06.2020

Effizient, kostengünstig, kein Schick-Schnack: Eine aktuelle Umfrage von „Reichelt Elektronik“ zeigt, was sich die Deutschen von Smarthome-Herstellern wünschen.

Smarte Produkte haben längst Einzug in unser alltägliches Leben gehalten. Das spiegelt sich auch in der großen Auswahl von Lösungen und der Anbieterzahl in diesem Marktsegment wider. Wo besteht also noch Entwicklungsbedarf und wie können sich Hersteller gegen ihre Konkurrenz durchsetzen? Um diese Frage zu beantworten, ließ „Reichelt Elektronik“ deutsche Verbraucher befragen. In den Ergebnissen zeichnen sich die fünf wichtigsten Trends im Smarthome ab.

1. Energiesparen

Egal ob intelligente Heizungssteuerung oder komplettes Energiemanagement mit Photovoltaik, Wärmepumpe und E-Auto Ladestation – in diesem Bereich spart die Vernetzung bares Geld. Nicht umsonst also der wichtigste Trend im intelligente Haus.

2. Fernsteuerung

Darunter lässt sich fast alles zusammenfassen, was ein Smarthome ausmacht. So lange man das Zuhause von unterwegs aus über das Internet im Griff hat, ist man selbst Herr der Lage. Das ist mit der Fernsteuerung gemeint. Ob dieser Punkt in der Praxis ebenso wichtig ist, darüber streiten sich allerdings die Geister.

3. Automatisierung per Smarthome

Smarthome wird ja oft genug auch als Heimautomatisierung bezeichnet. Keine Frage, die automatischen Rollos, das Licht, das sich beim betreten des Zimmers einschaltet oder die Musik, die beim Nachhausekommen von Geisterhand startet - all diese Komfortaspekte haben etwas. Nicht zu verwechseln allerdings mit der...

4. Zeitsteuerung

Sie sorgt dafür, dass die Heizung nach Plan für Wärme sorgt - zum Beispiel damit es immer dann schon warm ist, wenn die Bewohner nach Hause kommen. In den meisten Systemen funktioniert dies tatsächlich über Zeitpläne. Noch cleverer natürlich, wenn das Haus alles selbst merkt und ohne starren Stundenplan auskommt. Deshalnb ist dieser Trend nur auf Platz 4... 

5. Warnmeldungen

Das Haus warnt vor zu trockener Luft und rät zum Lüften. Oder es sagt beim Verlassen, dass im Obergeschloss, zweites Zimmer links, noch ein Fenster offen steht. All das ist für ein Smarthome ein Kinderspiel. Sozusagen Nebenbei-Effekt. Nimmt man gern mit – eben als fünfte von fünf Smarthome-Funktionen.

Infografik

Und welche Smarthome Geräte haben die Deutschen? 

Wie die Umfrage zeigt, sind Smarthome-Produkte unter den Deutschen relativ weit verbreitet – jeder Zweite (53%) besitzt mindestens ein intelligentes Gerät – zumindest für bestimmte Einsatzbereiche. So sind smarte Anwendungen auf den Gebieten der Lichtsteuerung (59%), Sicherheit (46%) und Heizungssteuerung (40%) sowie zum Putzen (42%) beliebt. Hier gaben die Besitzer von smarten Geräten an, dass sie zufrieden sind und das Produkt wieder kaufen würden. Ähnlich hoch ist wiederum auch der Nichtbesitz unter Geräten wie smarten Wetterstationen und Raumluftsensoren zum Monitoring der Luftqualität (40 %). Gesundheitsprodukte wie Pulsmesser scheinen, trotz eines allgemein höheren Bewusstseins für einen gesünderen Lebensstil, nur mäßiges Interesse beim Kauf zu wecken. Über ein Drittel (37%) hat kein solches Gerät und plant auch keine Anschaffung.

Ein intelligentes haus allerdings besteht nicht nur aus einer vernetzten Glühbirne. Insofern sind solche Angaben mit 53 Prozent Smart Home-Verbreitung sehr optimistisch. Andere Umfragen fragen etwa nach zwei oder mehr vernetzten Produkten und schließen erst dann auf ein Haus mit „Smart Home“

Smarter Garten ist im Kommen

Dass intelligente Geräte nur in sehr eingegrenzten Bereichen eingesetzt werden und das Haus bislang nur selten verlassen, zeigen auch die Umfrageergebnisse zum Thema Smarter Garten oder Balkon. Denn bislang besitzt die überwiegende Mehrheit (72%) kein solches Produkt. 

Die Verbreitung von intelligenten Geräten für den Garten könnte sich aber schnell ändern – denn bereits zum Sommer planen immerhin 43 Prozent eine Anschaffung smarter Produkte für den Garten. Vorteile dabei sehen Verbraucher darin, dass der Garten automatisch während der eigenen Abwesenheit gepflegt wird (38%), die Anwendung bequem ist (38%) und das Sparen von Wasser ermöglicht (37%). Einige Skeptiker gilt es jedoch für die Hersteller noch zu überzeugen – 23 Prozent geben an, dass es für sie bei der Nutzung smarter Produkte im Garten keine Vorteile gibt.

Kosteneffizienz und Arbeitserleichterung an erster Stelle

Die Studie lässt erkennen, dass intelligenten Produkte vor allem mit der Absicht angeschafft werden, langfristig durch die Anwendung Geld zu sparen. Außerdem sollten sie Arbeitsabläufe effizienter gestalten. So entsteht die oben erwähnte Hierarchie der Anwendungsgebiete von Energie sparen über Komfortfunktionen und Zeitplänen bis zur Informartion der Bewohner über ungewöhnliche Vorkommnisse.

Zu viel kosten sollten all diese Funktionen allerdings nicht. Die meisten Befragten (19%) würde zwischen 100 und 250 Euro für ein smartes Produkt ausgeben – dicht gefolgt von 18 Prozent, die eine Summe zwischen 250 und 500 Euro veranschlagen würden. Immerhin 15 Prozent würde sogar bis zu 1.000 Euro für den Kauf eines smarten Geräts einplanen.

Nachholbedarf für Hersteller

Sowohl Kosten als auch Effizienz spielen für die Deutschen eine große Rolle. Das spiegelt sich auch in den Antworten wider, warum Befragte noch keine smarten Produkte besitzen. Denn 47 Prozent sehen keinen Mehrwert oder haben kein Interesse. Verbraucher wünschen sich günstigere Produkte (48%) und verbesserte Datensicherheit (40%). Außerdem sollten die smarten Geräte praktischer sein. Denn 39 Prozent geben an, dass sie auf eine einfachere Installation sowie Bedienbarkeit hoffen.

Außerdem zeichnet sich Potenzial ab für neue, innovative Produkte, die für Verbraucher bislang noch nicht erhältlich sind. So interessieren sich 51 Prozent der Deutschen für intelligente Haushaltsgeräte, ganz konkret für Produkte, die sich selbst anhand von Sensoren einstellen, wie zum Beispiel Waschmaschinen oder Bügeleisen. Auch smarte Küchengeräte wie smarte Töpfe, Ofen, Mikrowellen oder ähnliche haben Potenzial (48%). Aber auch ein smartes Bett, das Schlafstunden und -qualität misst, die Temperatur regelt oder sogar eine Massage geben kann, steht auf dem Wunschzettel mancher Befragter.


Für die Studie wurden im Autrag des Versandhändlers „Reichelt Elektronik” 1.000 deutsche Verbraucher durch das Marktforschungsunternehmen „One Poll” befragt.

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