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Multiroom-Funktionen in HiFi-Komponenten

14.11.2016

Multiroom-Streaminganlagen bestehen nicht mehr nur aus speziellen Kompaktboxen, Soundbars und eigenen Streaming-Zuspielern. Endlich integrieren große Hersteller wie Denon, Yamaha, NAD und Co. die universelle Musikverteilung auch in ihre Hi-Fi-Komponenten. 

Den Anfang der Integration von Multiroomanlagen mit Musikstreaming und klassischen HiFi- und Heimkino-Komponenten markierte 2014 der japanische Hersteller Yamaha: Die Multiroom-Familie Yamaha Musiccast nutzte neben Soundbars und Kompaktanlagen auch vom Start weg alle damals aktuellen, vernetzten Hi-Fi-Komponenten des Herstellers zur Verteilung von Musik im ganzen Haus. Zuvor hatten Multiroom-Anlagen à la Sonos oder Heos by Denon eher unabhängig zur klassischen Anlage musiziert.

Jetzt legen die übrigen großen Hersteller nach:  Denon bringt dieser Tage mit dem AVR-X 4300 und AVR-X 6300 (Preis: 1.600 und 2.300 Euro) die ersten beiden AV-Receiver heraus, die neben ihren Aufgaben in der Heimkino-Beschallung auch unabhängige Wiedergabegeräte innerhalb einer Heos-Multiroomanlage sind. In beide Richtungen: Die AV-Receiver verstärken gestreamte Musik, schicken aber auch Audioinhalte von ihren Zuspielern an andere Heos-Komponenten im Haus. In der nächsten Generation vernetzter AV-Receiver dürfte die Heos-Funktion dann auch in günstigeren Geräten kommen. Und auch die Konzernschwester Marantz stattet erste Hi-Fi- und AV-Komponenten mit Heos-Streaming aus.

Bei Bluesound, der Multiroom-Marke des HiFi-Herstellers NAD, geht die Entwicklung in eine ähnliche Richtung. Einige NAD Hi-Fi-Verstärker lassen sich mit BlueOS-Modulen nachträglich fit für Multiroom machen. Daneben bringt NAD spezielle Bluosound-Amps für die Festinstallation in der Haustechnik auf den Markt. Freunde der hochwertigen Musikwiedergabe können also darauf hoffen, dass Multiroom-Streaming demnächst zum praktischen Feature in jedem besseren Verstärker wird. 

Die Konkurrenz schläft indes nicht: Die beiden frisch fusionierten Marken Pioneer und Onkyo arbeiten ebenfalls an einer umfassenden Multiroom-Lösung, in er auch deren Heimkino- und Audiokomponenten eine wichtige Rolle spielen sollen. Näheres dazu erwarten Insider gegen Ende des Jahres, spätestens aber auf der großen Elektronikmesse CES, die im Januar in Las Vegas stattfindet.   rot

 


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Stichwort: Multiroom

Streaming-Multiroomanlagen spielen Musik von allen möglichen lokalen und Online-Quellen in verschiedenen Räumen im Haus ab – zum Beispiel von Online-Musiksystemen wie Spotify, Deezer oder Titan, von Webradiostationen oder auch aus lokalen Quellen wie Netzwerkfestplatten, dem PC oder direkt von einem im lokalen Netzwerk verbundenen Smartphone.

Manche Komponenten in einer Multiroomanlage erlauben den Anschluss klassischer Zuspieler wie eines CD-Players. Dann lässt sich auch dessen Ton auf anderen Komponenten der Anlage streamen. 

In der Regel sind die einzelnen Komponenten der Multiroomanlage per WLAN-Funknetz untereinander verbunden, die Kontrolle über die Wiedergabe hat meist eine Steuerungsapp auf dem Smartphone oder Tablet.  

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