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Neue Smarthome Funktionen der Fritzbox

10.10.2019

Strom zählen, Heizung und Licht steuern und schalten sowie eine neue App: AVM hat für die beliebten Fritzbox DSL-Router gleich drei neue Smarthome Komponenten im Programm.

Der Berliner Hersteller AVM ist vor allem für seine Fritzbox DSL-Router mit integrierter DECT-Schnurlostelefon-Basisstation bekannt. Das Besondere daran: Seit ein paar Jahren schon nutzt der Hersteller den integrierten DECT Funkstandard auch für Smarthome-Funktionen. Dabei kommt der mit DECT verwandte ULE-Funkstandard zum Einsatz. ULE steht für „Ultra Low Energy“ und ist eine Art abgespeckte DECT-Funkübertragung nur für Steuerungsdaten und nicht – wie bei den bekannten DECT-Telefonen – für Sprache.

Damit haben Millionen Nutzer einer AVM Fritzbox automatisch auch eine Smarthome-Zentrale zu Hause stehen. In den letzten Jahren hat AVM das Sortiment an passenden Funk-Komponenten eher zaghaft aufgebaut – es gibt zum Beispiel seit Längerem die Schaltsteckdosen Fritz DECT200 und Fritz DECT210, die beliebige Verbraucher ferngesteuert oder per Zeitprogramm ein und ausschalten kann. Ebenfalls seit geraumer Zeit kann man mit der Fritzbox auch Funk-Heizkörperthemostate im DECT ULE-Funkstandard kontrollieren. Seit Anfang 2019 bietet der Hersteller diese unter dem Namen Fritz DECT301 auch selbst an.  

Jetzt hat der Hersteller eine Reihe neuer Smarthome-Komponenten angekündigt. Zu den Highlights zählen dabei ein neuer Taster für das smarte Zuhause, der mit einem Raumthermostat und einem integrierten E-Paper-Display ausgestattet ist. Außerdem kommt demnächst die erste smarte LED-Lampe von AVM. Parallel zu den Produkten baut AVM auch die Smarthome-Software seiner Fritzboxen imemr weiter aus – und hat jetzt auch eine eigene Fritz Smarthome-App für iOS und Android angekündigt. 


Die Anfänge des Fritzbox Smarthome: 
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Smarte Lichtsteuerung mit Fritz DECT500

Ein Highlight unter den Neuheiten soll die Fritz DECT500 sein: Dahinter verbirgt sich AVMs erste smarte LED-Lampe. Die Leuchte ist für die weit verbreiteten E27-Fassungen geeignet und passt demnach in die meisten herkömmlichen Deckenleuchten. Neben RGB-Licht in 16 Millionen Farben leuchtet die Lampe auch in allen Farbtemperaturen von Warm- bis Kaltweiß. Die Leuchtintensität lässt sich dank Dimm-Funktion stufenlos anpassen und die Farben individuell festlegen. Steuern lässt sie sich über die beiden Taster Fritz DECT440 und 400 wir auch über jedes Fritz Fon – oder die neue Fritz App.

LED Leuchte Fritz DECT500
In Verbindung mit der neuen LED-Lampe Fritz DECT500 wird die Fritzbox zum intelligenten Lichtsystem (Foto: AVM).
AVM LED-Leuchte im Test
Die smarte LED-Lampe Fritz DECT500 lässt sich auf Knopfdruck ganz einfach über den Smarthome-Standard DECT ULE in das FRITZ!-Heimnetz einbinden. (Foto: Das intelligente Haus).

Vierfach-Taster fürs Fritzbox Smarthome

Weitere Neuheit: Der Taster Fritz DECT440 mit E-Paper-Display. Mit ihm lassen sich mehrere Smarthome-Produkte von Fritz schnell und bequem schalten und steuern. Er wird per Funk an die Fritzbox gekoppelt und kann bis zu vier verschiedene Fritz-Sensoren einzeln oder in Gruppen ansteuern – also etwa die Funk-Steckdosenschalter Fritz DECT200 und Fritz DECT210, den Heizkörperregler Fritz DECT301 oder die neue, oben beschriebene LED-Lampe Fritz DECT500. Dank des eingebauten Temperatursensors dient er auch als externer Thermostat für den Fritz DECT301 Heizkörperregler.

Vierfach-Taster Fritz DECT440
Der neue Schalter Fritz DECT440 kommt mit E-Paper-Display. (Foto: AVM).
AVM Schalter im Test
Die neue Fritzbox Smarthome App zeigt die verschiedenen Funktionen in übersichtlichen Kacheln an. (Foto: Das intelligente Haus).

Die neue Fritz Smarthome-App

Schließlich hat der Berliner DECT- und WLAN-Spezialist auch die Steuerung seiner Smarthome-Produkte ergänzt. Wie gehabt werden Räume, Funktionen und Komponenten über die Administration-Oberfläche der Fritzbox eingerichtet. Deren Funktionen werden auch und nach mit immer mehr Aufgabenbereichen wie die Schaltsteckdosen, Heizungssteuerung, sowie neuerdings eben auch Dimmen und die Farbwahl der Beleuchtung angelegt. Man kann hier Szenen und Presets programmieren, die dann über die verschiedenen Bedienelemente abrufbar sind – also etwa die Fritz DECT400 und 440 Taster, oder aber über das Menü jedes ins Netzwerk integrierte Fritz Fon Schnurlostelefon. 

Neu ist eine eigene Fritzbox Smarthome-App, die künftig alle Funktionen auf einer Oberfläche direkt zugreifbar machen soll (siehe Foto oben). Bisher war die Smarthome-Steueurng per Smartphone ebenfalls möglich, aber in den vielfältigen Optionen der allgemeinen My-Fritz-App zwischen Telefon- und Heimnetzwerk-Optionen gut versteckt.


Die neuen Smarthome-Geräte und die überarbeitete App sollen ab dem ersten Quartal 2020 verfügbar sein. Preise hat AVM noch nicht bekanntgegeben.

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