Elsner Elektronik KNX IP Interface Slider

Sicherheitskameras über das Bussystem steuern

14.12.2016

Der deutsche Hersteller Elsner Elektronik bringt ein Übersetzungsgerät auf den Markt, mit dem sich mehrere IP-Sicherheitskameras über den KNX-Bus steuern und auslesen lassen. So können Erkenntnisse der Kameras wie etwa eingefangene Bewegungen direkt für Aktionen im KNX-System sorgen.

IP-Kameras liefern  nicht nur Live-Bilder, sie bieten je nach Ausstattung auch verschiedene Zusatzfunktionen wie das Erkennen der Helligkeit, von Bewegungen oder gar bestimmten Personen. Manche Modelle zeichnen Tonsignale auf oder geben sie wieder. All diese Funktionen können durch die neue IP-KNX-Schnittstelle innerhalb eines KNX-Systems gleichberechtigt mit den Meldungen anderer Sensoren  verwendet werden. Das neue IP-KNX-Interface  von Elsner Elektronik ist auf Mobotix Sicherheitskameras abgestimmt, kann aber auch für andere Geräte verwendet werden, die nach gleichem Muster kommunizieren. Die Schnittstelle wird über den IP-Anschluss mit Spannung versorgt (Power over Ethernet). Für bis zu acht Kameras stehen je acht Eingangs- und acht Ausgangsobjekte zur Verfügung. In der Kamera-Software und in der KNX-Programmierung lässt sich vom Systemintegrator individuell festlegen, welche Daten ausgetauscht werden.

Vom KNX-Bus aus können die Kameras dabei über die IP-KNX-Schnittstelle gezielt angesteuert werden. So kann etwa ein KNX-Bewegungsmelder  die Bild- und Tonaufzeichnung starten. Umgekehrt können auch alle Kamera-Ereignisse wie Personen- oder Tag/Nacht-Erkennung auf dem Bus definierte Aktionen auslösen. Von der Beleuchtung bestimmter Bereiche über gezielte Einbruchschutz-Maßnahmen wie das Schließen der Fenster bis hin zu Meldungen auf Visualisierungs-Bildschirmen oder Smartphones sind viele Szenarien realisierbar. Durch die IP-KNX-Schnittstelle von Elsner Elektronik sollen IP-Kameras zu vollwertigen KNX-Komponenten werden und so einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Gebäuden beitragen. 

Elsner IP KNX Schnittstelle
Das Elsner KNX IP Interface ist für die Installation auf der Hutschiene im Sicherungskasten vorbereitet, kann aber auch extern untergebracht werden. Seine Stromversorgung bezieht es über die Netzwerkleitung. 

 

Stichwort: IP-Kamera

IP-Kameras liefern ihre Bilder und gegebenenfalls auch Audiosignalen über das lokale Netzwerk oder auch via Internet. Um auf die Bilder einzelner Kameras zugreifen zu können, wird ihr ebenso wie Computern oder Smartphones im lokalen Netzwerk eine so genannte IP-Adresse zugewiesen. Auf diese Adresse greift das Videoüberwachungssystem auch zu, um der Kamera Befehle zu übermitteln - etwa um den Blickwinkel, die -Richtung zu ändern oder eine Aufnahme zu starten. 

IP-Kameras können ihre Bilder auch aus dem lokalen Netzwerk heraus über das Internet übertragen. Um sei dabei gegen unbefugten Zugriff zu sichern, muss eine Kamera mit einem individuellen Benutzernamen und Passwort abgesichert sein. 

Mobotix v25 IP Kamera
IP-Kameras streamen ihre Bilder ins lokale Netzwerk – oder auch ins Internet. Sie sind damit ähnlich zu erreichen wie eine Webseite. 

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