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Smartlock für Neubau & Mieter: Nuki öffnet neue Türen

10.09.2019

Am vernetzten Türschloss scheiden sich die Geister: Will man wirklich die Tür automatisch steuern und Gäste oder Fremde aus der Ferne einlassen? Die Grazer Firma Nuki zeigt seit ein paar Jahren, dass dies sicher geht – jetzt auch in Mehrfamilienhäusern und Neubauten.

Das Nuki Smart Lock vom gleichnamigen Österreichischen Hersteller gibt es bereits seit gut zwei Jahren. Es ist längst nicht das erste seiner Art, doch der Hersteller hat von Anfang an verstanden, dass er für sein Produkt außergewöhnlich hohe Sicherheitsstandards für alle Datenverbindungen und Funkvernetzungen schaffen muss. Diese dokumentiert er ausführlich auf seiner eigenen Homepage und lässt sich regelmäßig durch externe Tests bestätigen. So wurden die ersten beiden Versionen des Nuki Smart Locks etwa durch harte Hacker-Test bei der Firma AV-Test jährlich als sicher eingestuft und in einem Vergleichs-Check der selben Firma 2017 als sicherstes Smartlock eingestuft.  


Mehr über Nuki Smartlock:


Nuki Opener öffnet Mehrfamilienhaus-Eingangstüren 

Auf der IFA 2019 stellte der Smart Lock-Spezialist jetzt den Nuki Opener vor – eine vernetzte Zusatzbox für Gegensprechanlagen an Haustüren von Mehrparteienhäusern. Der Nuki Opener vereinfacht den Zugang durch die Haustür von Mehrfamilienhäusern – etwa über die Funktion „Ring to Open“. Dabei erkennt die Nuki App die Annäherung einer berechtigten Person an die Hauseingangstür. Es reicht dann, bei sich selbst zu klingeln, um den Türsummer auszulösen. Der Clou: Nuki erkennt das Eigen-Klingeln und unterdrückt die Hausklingel, so dass mögliche anwesende Mitbewohner nicht hektisch, aber vergeblich zum Türtelefon stürmen.

Weitere Anwendungen entsprechen denen des Nuki-Smartlocks: Man kann etwa Handwerkern oder Reinigungskräften per Klingeln an bestimmten Tagen und Uhrzeiten Zutritt ins Haus – und über das Smartlock in die Wohnung – verschaffen oder den Zugang auf Klingeln generell zu bestimmten Zeiten erlauben. Letzteres ist für Post- und Paketboten oder in Arztpraxen überaus praktisch.  Eine vernetzte Sprechanlage ist der Nuki Opener indes nicht. Eine solche Funktion gibt es derzeit nur in professionellen, fest installierte, vernetzte Sprechanlagen wie etwa dem Türsprechsystem von Gira und anderen Anbietern.

Nuki Opener
Der Nuki Opener wird direkt mit der Wohnungsstation der Türsprechanlage verbunden und erlaubt eine Fernsteuerung und Automatisierung der Haustüre (Foto: Nuki)

Nuki Opener selbst Nachrüsten 

Wie das Nuki Smart Lock lässt sich auch der Opener selbst nachrüsten. Das kleine Kästchen ist über eine mehradrige Leitung mit der Sprechanlage in der Wohnung verbunden. Mit dem WLAN und dem Internet für Fernzugriffe vernetzt sich das Kästchen über eine hochsicher verschlüsselte Bluetooth-Funkverbindung zur Nuki-Bridge, die bereits die Smartlocks des Herstellers ins heimische WLAN einbindet. Die Konfiguration und Steuerung erfolgt über die selbe App wie beim Smartlock.

Wer das Smartlock an der Wohnungstür und den Opener für Sprechanlage und Hauseingang nutzt, benötigt nur eine Bridge. Dem entsprechend bietet Nuki den Opener einzeln für 99 Euro und im Paket mit er Nuki Bridge für 149 Euro. Die Opener-Box hat eine eigene Stromversorgung mit vier AA-Batterien oder Akkus, die laut einem Nuki-Sprecher übe ein halbes Jahr halten sollen. Ihm zufolge will man mit den Batterien häufige Fehler in Konkurrenzprodukten wie etwa Nello One vermeiden.

Das genannte Gerät des deutschen Startups Locumi Labs bezieht seinen Strom aus der Klingelanlage, in der durch das Auslösen der Klingel, des Türsummer-Relais oder infolge schlechter Leitungen häufig Spannungsschwankungen entstehen sollen. So erlebte die Redaktion dies etwa beim längerfristigen Einsatz in der – zugegeben recht betagten – intelligenten Haus-Testumgebung. Nello verlor hier häufig die Netzwerkverbindung und musste immer wieder neu konfiguriert werden. Das führte recht schnell dazu, dass es niemand mehr nutzen wollte. „Der Opener ist für uns ein riesiger Schritt, denn in Europa leben knapp 50 Prozent der Menschen in Mehrparteienhäusern“, erklärt Nuki-CEO Martin Pansy. „Wir ermöglichen nun auch Mietern und Eigentümern von Wohnungen einen komplett schlüsselfreien Zutritt von der Straße bis in die eigenen vier Wände.“

Demnächst auch in smarten Neubau-Türen

Mit dem neuen Programm „Works with Nuki“ beziehungsweise „Nuki inside“ stellt der Grazer Smartlock Pionier zudem erstmals eine Lösung für die Haustüren in Neubauten vor. Türhersteller können die Nuki-Technologie mit diesem Programm direkt in ihre Haustüren integrieren. Eine erste Kooperation mit dem Türhersteller Casa war auf der IFA bereits zu sehen. Entsprechende Türen mit Motorschloss und fest eingebauter Nuki-Steuerung sollen in der ersten Hälfte 2020 verfügbar sein.

Vorteil des Systems für Türen-Hersteller und Fertighaus-Anbieter: Sie können sich auf die mechanische Steuerung der Türen konzentrieren und bekommen von Nuki ein System zur vernetzten Steuerung der Schließtechnik dazu, das bereits die fertige Integration in Smarthome-Systeme und -Plattformen mit beinhaltet. Dazu zählen etwa die Sprachsteuerungen Amazon Alexa oder Google Home, Verbindungen mit Smarthome-Systemen und vernetzten Sprechanlagen, eine Anbindung an das Buchungssystem von Airbnb oder die Online-Steueurungsplattform IFTTT. Die Integration in Apple Homekit – für das Smartlock allein bereits fertig – ist für das Türsystem in Planung, wobei einmal mehr der Zertifizierungprozess bei Apple kompliziert erscheint: Dort muss man wohl noch klären, ob die Türsteuerung allein oder jedes einzelne Türmodell mit der Nuki-Steuerung die langwierige Homekit-Prüfung und Freigabe durchlaufen muss.

Some things never change ... 

Works with Nuki Tür
Künftig voll integriert: Der markante Nuki-bedienknopf mit Leuchtanzeige steuert das Motorschloss einer Cisa-Tür. (Foto: Das intelligente Haus)

 

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