Tado & E-Net Smart Home Slider (Foto: E-Net)

Tado Thermostate sprechen mit E-Net Smart Home

06.11.2018

Mit einem aktuellen Software-Update integriert das Funk-System E-Net von Gira und Jung jetzt auch die smarten Heizungsthermostate von Tado in seine Heimsteuerungs-App – eine Kooperation, von der beide Seiten profitieren können. 

Die intelligente Heizungssteuerung von Tado soll in einem deutschen Haushalt jährlich bis zu 31 % Heizkosten einsparen. Dafür wird beispielsweise die Wettervorhersage miteinbezogen und bei hoher Sonneneinstrahlung automatisch weniger geheizt. Ein weiteres Feature ist die Standorterkennung: Die Tado-App erfasst per Zugriff auf die einzelnen Smartphones der Hausbewohner deren Standorte. Verlässt die letzte Person das Haus, schaltet sich die Heizung automatisch in den Sparmodus – Im Smarthome-Sprech heißt diese Funktion „Geofencing“. Bevor die erste Person dann wieder das Haus betritt, sendet die App ein Signal an die Heizung, damit diese die Wohnung rechtzeitig wieder auf die Wunschtemperatur heizt.

Flexible Heizungssteuerung per Tado App - jetzt auch in eNet Smart Home
Die Temperaturvorgabe für die Heizung kann sowohl direkt am Gerät über die Tado-Thermostate als auch über die Tado-App eingestellt werden. Nach der Verknüpfung von Tado mit E-Net ermöglicht auch die E-Net Smart Home-App eine einfache Heizungssteuerung (Foto: Tado).

Tado regelt automatisch und lernt Gebäude-Eigenschaften 

Besonders smart: Tado berücksichtigt die individuellen Gebäudeeigenschaften und lernt dafür etwa, wie lange ein Raum benötigt, bis er aufgeheizt ist. Entsprechend startet Tado auch im Betrieb mit einem normalen Heiz-Zeitplan so mit dem Heizen, dass die Wunschtemperatur zum gewünschten Zeitpunkt erreicht ist. Tado regelt die Heizung mit einem zentralen Raum- oder Heizzonen-Thermostat, der auch eine Heizungstherme direkt ansteuern kann, etwa um im Sparbetrieb deren Vorlauftemperatur herunter zu regeln oder eine Etagentherme schlicht in den Ruhezustand zu versetzen. Zusätzlich lassen sich an jedem Heizkörper Funkthermostate mit Temperatursensoren und Stellmotoren installieren. An den Raum- und Heizkörpermodulen lässt sich die Wunschtemperatur im jeweiligen Zimmer auch jederzeit manuell regeln.  Künftig kann letzteres über eine Kindersicherung auch gesperrt werden, verspricht Tado. Mit dieser Kindersicherung soll sich verhindern lassen, dass etwa im Kinderzimmer unerwünschten Spielereien zu Extremtemperaturen führen. 

So finden Tado und E-Net Smart Home zusammen 

Die Verbindung zwischen dem Tado-System und E-Net Smart Home wird in der App des E-Net Smart Home-Systems vorgenommen. Die Voraussetzung dafür ist, dass sowohl das Tado-System als auch die E-Net-Anlage jeweils für sich in Betrieb genommen wurden. Das Partnersystem wird in der E-Net Smart Home-App so ähnlich hinzugefügt, wie sich Tado auch in Apple Homekit, Amazon Alexa oder IFTTT integrieren lasst: Man gibt die Nutzerdaten der Heizungssteuerung in den Einstellungen von E-Net Smart Home ein, und damit gliedern sich die Heizzonen von Tado in die eNet Gebäudestruktur ein. Durch die Absicherung der Daten nach Bankenstandard in der E-Net Smart Home App bleiben dabei alle Informationen sicher innerhalb des Systems.


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Tado hilft, das Smarthome automatisch zu steuern

Eine Stärke des Tado-Systems sind seine automatischen Steuerungsfunktionen, etwa die „Smart Schedules“ – also Heizpläne, die in der Tado-App hinerlegt werden. Die lassen sich mit der ortsabhängige Steuerung, also Geofencing, verbinden, so dass die Heizung imemr nur dann nach Zeitplan heizt, wenn wenigsten ein Bewohner zu Hause oder auf dem Heimweg ist. Auch die Steuerung von E-Net Smart Home kann Szenen für „Zu Hause“ oder „Unterwegs“ ausführen, die aber bislang per Tastendruck ausgelöst wurden. In Verbindung mit der Geofencing-Funktion von Tado lassen sich die An- und Abwesenheits-Szenarien hier künftig ebenfalls automatisieren – Das Tado-System stellt E-Net Smart Home die zugehörige Information einfach zur Verfügung. 

So wird  beim Verlassen des Hauses nicht nur die Heizungsleistung automatisch gedrosselt, sondern gleichzeitig auch Jalousien geschlossen oder das Licht im Haus ausgeschaltet. Sobald man zurück kommt, können wiederum automatisch Gartenleuchten eingeschaltet oder Jalousien geöffnet werden.Die Steuerung und Visualisierung der der Heizung funktioniert weiterhin vor allem in der Tado-App udn der zugehörigen Cloud-Steuerung. Doch für manuelle Anpassungen und eine Anzeige der Raumtemperaturen in den verschiedenen Heizzonen lassen sich auch die E-Net App oder die zugehörigen Wanddisplays einsetzen.  

eNet und Tado auf Jung Smart Display
Die Temperatur jedes Raumes lässt sich nach der Verbindung von Tado und E-Net Smart Home auch in der E-Net App darstellen und bei Bedarf manuell anpassen.  (Foto: Tado). 

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Fazit: Beide Partner gewinnen – und die Kunden

Das Funksystem E-Net Smart Home bietet eine sichere und professionelle Möglichkeit, um die Hauselektrik schlau zu machen, ohne gleich die gesamte Elektroinstallation neu verlegen zu müssen. Allerdings wurden für E-Net selbst nie angrenzende Gewerke wie etwa die Heizungssteuerung mit entwickelt. Das klingt komisch, ist aber so.

Tado zählt andererseits nach Erfahrung de Redaktion zu den besten vernetzten Heizungssteuerungen, die man mit wenig Aufwand in fast allen Wohn- und Heizsituationen nachrüsten kann. Tado regelt die Wärmezufuhr nicht nach Schaltzeiten, sondern nach Zieltemperaturen und lernt dafür nach und nach automatisch Gebäudeeigenschaften wie Aufheiz- und Abkühlzeiten. Und das System bietet mit seiner entfernungsabhängigen Abwesenheitserkennung ein echtes Alleinstellungsmerkmal – das sich der Hersteller mittlerweile mit einer monatlichen Nutzungspauschale von knapp 3 Euro zu Recht bezahlen lässt.

Doch Tado war bis dato vor allem ein Produkt für Selbermacher, das mit seiner Integration in Apple Homekit, Amazon Alexa und IFTTT vor allem jüngere, technisch versierte Energiesparer ansprach. Mit der Integration in E-Net Smart Home dürfte das Münchner Startup eine weitere große Zielgruppe erschließen – eben die Menschen, die bei einer Renovierung Licht, Rollos und Heizung vom Profi vernetzen lassen. Die schließlich können ihren Elektriker endlich nach einer vollwertigen Smarthome-Lösung zum Nachrüsten fragen – mit einer energie- und kostensparenden Heizungssteuerung. 

Über E-Net Smart Home

Das Funksystem E-Net Smart Home ermöglicht die Steuerung der Haustechnik über eine einzige Plattform. Der Vorteil: Die jeweiligen Produkte und Lösungen lassen sich auch markenübergreifend einbinden. Schon jetzt deckt E-Net Smart Home mit den sieben Partner-Marken Gira, Jung, Brumberg, Häfele, Siedle, Steinel und Tado ein großes Spektrum der Hausautomation ab.

Angefangen bei Licht-, Heizungs- und Jalousiesteuerung bis zu den Themen Energieeffizienz und Sicherheit. Kern des Systems bilden die E-Net-Funkkomponenten für die Licht- und Rollladensteueurng von Jung und Gira sowie der zugehörige E-Net Server von den selben Herstellern.  

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