Bosch Home Connect Smarthome Slider

Wenn der Kühlschrank die Heizung regelt

04.10.2016

Das neue Funksystem Bosch Smarthome soll die Steuerung von Heizung, Licht und der übrigen Haustechnik mit vernetzten Haushaltsgeräten aus der Bosch-Siemens-Hausgerätewelt zusammenbringen. 

Bosch-Kunden können ihre Haushaltshelfer bereits seit einer Weile per Smartphone oder Tablet daheim und von unterwegs aus bedienen. Möglich macht dies Home Connect, eine offene Plattform zur digitalen Steuerung und Kontrolle von Geräten im Haushalt. Die gleichnamige App ist für alle gedacht, die flexibel an jedem Ort auf Waschmaschine & Co. zugreifen wollen. Doch jetzt soll die Interaktion zwischen Bosch Home Connect und dem Smarthome erst so richtig los gehen. Entsprechende Schnittstellen und Kooperationen zeigte Bosch auf der diesjährigen IFA 2016 in Berlin.

Bosch-Kunden sollen künftig ihre vernetzten Hausgeräte etwa Spülmaschinentabs automatisch ordern lassen und noch einfacher perfekte Koch- und Backergebnisse erzielen – durch Schnittstellen zum Amazon Dash Replenishment Service, HelloFresh und Simply Yummy. Der Amazon Dash Replenishment Service (DRS) ist ein internetgestützter Bestellsysteme, der wiederkehrende Lieferaufträge über vorprogrammierte Bestellungen automatisch ausführen. Doch das ist erst der Anfang: Anfang 2017 sollen erste Bosch Hausgeräte auch in das brandneue Bosch Smart Home System integriert werden.

Per App optimal Kochen und Backen

Der innovative Dienstleister HelloFresh liefert seinen Kunden Kochboxen, die leckere und gesunde Lebensmittel enthalten, jeweils abgestimmt auf abwechslungsreiche und leicht umsetzbare Rezepte. Das Unternehmen zählt ebenfalls zu den neuen Partnern von Home Connect. Damit lassen sich per App die in der Vielzahl der Rezepte von HelloFresh angegebenen Geräteeinstellungen direkt auf Bosch Backöfen mit Home Connect Funktion übertragen.

Die App Simply Yummy schließlich bietet viele leicht gelingende Rezepte für Kuchen, Torten und Plätzchen. Für noch mehr Spaß beim Backen soll die Integration von Simply Yummy in das digitale Ökosystem von Home Connect sorgen:  Wer einen Bosch Backofen mit Home Connect besitzt, der kann die in den Rezepten angegeben Einstellwerte via Smartphone oder Tablet auf den Backofen übertragen.

Aus der Küche ins Smarthome

Home Connect soll auch sonst seine Anwendungsmöglichkeiten erweitern. Bestes Beispiel: die Verbindung von Bosch Smart Home mit  Bosch Hausgeräten. Die zentrale, ebenfalls auf der IFA 2016 vorgestellte Plattform Bosch Smart Home bündelt unterschiedliche Lösungen aus den verschiedenen Bereichen der vernetzten Welt – darunter Heizung, Sicherheit und  Licht – in einem übergreifenden Funksystem mit einer eigenen Smarthome-Zentrale.  Langfristig will Bosch die verschiedenen vernetzbaren Geräte und Dienstleistungen aus allen Lebensbereichen mit einer einzigen App steuern. Mit der Bosch Smart Home App für Tablet oder Smartphone sollen die verschiedenen Anwendungen dann miteinander kommunizieren. Erste Bosch Hausgeräte mit integrierten WLAN Modulen und Home Connect Funktion will der Hersteller Anfang 2017 in das Bosch Smart Home System integriert – sie lassen sich dann zusammen mit der Heizung oder Lichtszenen über die Smart Home App bedienen. 

Hausgeräte vernetzt mit IFTT & Co.

Weitere Nutzungsmöglichkeiten für den vernetzten Haushalt erwachsen aus den neuen Kooperationen mit IFTTT, Tielsa, Diehl Connectivity Solutions sowie dem Systemanbieter Busch-Jaeger. Dank der Partnerschaft mit IFTTT (If This Then That) sollen sich per App ganz einfach Folgeaktionen zwischen Bosch Hausgeräten und anderen vernetzten Anwendungen definieren lassen. Wenn etwa die Home-Connect-Waschmaschine im Keller ihr Programm beendet hat (If This …), blinkt die Philips Hue Lampe im Wohnzimmer (…Then That).

Eine Vernetzung von Home Connect mit dem Photovoltaikexpterten SMA Solar Technology AG hatte der Hersteller schon 2015 vorgestellt. Ziel: Über einen Energiemanager sollen sich energiehungrige Hausgeräte je nach verfügbarem Sonnenstrom aktivieren lassen. Solche  Kooperation soll ebenfalls weiter vertieft werdenWer Solarstrom nutzt, profitiert von den Allianzen zwischen Home Connect und innovativen Energie-Experten. Ein solches Solarstrommanagement bietet auch die Diehl Connectivity Solutions AG. Das Unternehmen entwickelt cloudbasierte Lösungen für die sichere Vernetzung und Kontrolle von Geräten in Smart Homes. 

Das intelligente Haus meint:

Vernetzte Funktionen im intelligenten Haus bringen immer dann am meisten, wenn sie Brücken zwischen den Welten schlagen, also etwa Nachschub an Reinigungsmittel besorgen, bevor der Nutzer dies vergessen kann, oder die Waschmaschine dann startet, wenn am meisten Strom vorhanden ist. Ob das Blinklicht zum Ende Waschprogramms ein Hit wird und welche weiteren vernetzten Funktionen im Alltag sonst genutzt werden, ist heute noch völlig offen – so ähnlich, wie beim Start der ersten Smartphones auch niemand wusste, welche Apps den größten Erfolg haben. 


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Systeme

Bosch Smarthome ist ein recht neues Funksystem zur Heimsteuerung, das derzeit ähnliche Funktionen erfüllt wie etablierte Systeme à la Telekom Smarthome oder Innogy Smarthome. Das System aus dem Hause Bosch umfasst derzeit eine Heizungssteuerung mit Fensterkontakten, Funk-Zwischenstecker, Race- und Bewegungsmelder sowie Überwachungskameras für Innen und Außen. Die verschiedenen Komponenten lassen sich übergeordnet für Sicherheit-, Energie- und Komfortanwendungen in Szenerien einbinden. 

Bosch Smart Home System
Das Bosch Smart Home System zur Heizungssteuerung – mit Controller, Heizkörper-Stellmotoren und Fensterkontakten.

Der zentrale Controller des Systems kommuniziert mit seinen unmittelbar angebundenen Komponenten über den Funkstandard Zigbee. Für die Zukunft soll er auch vernetzte Thermen der Bosch-Marken Puders und Junkers sowie Haushaltsgeräte mit Home Connect in Szenarien und Befehlsfolgen einbinden können. Die Kommunikation mit diesen Geräten erfolgt über das heimische WLAN. Auch eine Öffnung zu Systemen anderer Hersteller wie etwa den smarten Philips Hue Leuchten wird angekündigt.

 

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