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Mehr als Sprachsteuerung: Smartspeaker mit Extras

12.02.2019

Schlauer, schöner, klangvoller – vernetzte Lautsprecher mit Sprachsteuerung gibt es nicht nur von Amazon Alexa, Google Home und Apple Siri. Lesen Sie, welche Smartspeaker sich mit Sound oder Smarthome Extras besser auskennen.

Alexa kam, sah und siegte – zumindest vorerst. Die Amazon Sprachsteuerung führt den Markt derzeit klar an. Passend dazu führen die vielfältigen Amazon Alexa Smartspeaker vom kleinen Echo Dot bis zum smarthome fähigen Echo Plus den Markt weltweit an – gefolgt von den Modellen des Konkurrenzsystems: Google Home Mini und Google Home. Tatsächlich teilen diese beiden Systeme für die onlinegestützte Sprachsteuerung den Markt untereinander auf. Weltweit liegen sie beinahe auf Augenhöhe, in Deutschland ist Amazon Alexa deutlich weiter verbreitet. Apple spielt mit Siri und dem Homepod derzeit nur eine untergeordnete Rolle, obwohl der teure Apple-Lautsprecher sehr gut klingt..


Drei Systeme für die Sprachsteuerung im Detail:


Es gibt nicht mehr nur die Geräte der beiden großen Konkurrenten. Beide lizenzieren ihre Sprachassistenz-Systeme an andere Hersteller. Viele großen HiFi-Marken und Computerzubehör-Hersteller bieten mittlerweile eigene Smartspeaker für die Amazon- oder Google-Sprachsteuerung an. Die Besonderheit: Die Smartspeaker der eigenständigen Hersteller nutzen die Sprachassistenten Alexa oder Google Assistant häufig nebenbei als Bedienmöglichkeit für die eigene Musikanlage. So mancher Smartspeaker anderer Hersteller kann daher mehr als die Originale.


Marktübersicht: Welches Smarthome-System unterstützt welche Art der Sprachsteuerung?


Sprachsteuerung mit mehr Multiroom-Funktionen

Multiroom-Streaminganlagen wie Sonos, Yamaha Musiccast oder Heos by Denon haben einen Skill – so die Bezeichnung der Sprach-Apps – für Amazon Alexa oder Google Home. Ein Echo-Smartspeaker kann so zwar die Sonos-Anlage steuern. Er lässt sich aber nicht mit den übrigen Sonos-Lautsprechern gruppieren. Die Smartspeaker Sonos One (unten link. 230 Euro), der Yamaha Musiccast 20 (Mitte, 230 Euro) mit Amazon Alexa und das Google-Assistant Modell Onkyo G3 (rechts, 210 Euro) für das Flare-Connect Multiroomsystem von Onkyo und Pioneer bringen die Welten zusammen. Sie bieten die jeweilige Sprachsteuerung und steuern das hauseigene Multiroomsystem. Darin musizieren sie natürlich selbst mit. Damit sind sie zugleich Audio Eingabe- und Wiedergabegeräte.

Mehr Multiroom
Sonos One, Yamaha Musiccast 20 und der Onkyo G3 (v.l.n.r.) passen zu den Multiroom-Musiksystemen der jeweiligen Hersteller.

Spannend: Onkyo hat je einen Smartspeaker für die Alexa- und die Google Home-Sprachsteuerung. Und Sonos unterstützt das Apple-Streamingformat Airplay 2, mit dem sich die Anlage auch von Apple-Geräten mit Siri-Sprachsteuerung nutzen lässt. Andere Anbieter dürften folgen. Die Sprachsteuerung Lautsprecher von Amazon und Google selbst eher nicht.

Sprachsteuerung mit kräftigerem Klang

s ist erstaunlich, was an Klang aus einem normalen Amazon Echo-Lautsprecher kommt. Doch einige Beispiele auf dem Markt zeigen, dass es noch feiner und druckvoller geht. Yamaha bietet mit dem Musiccast 50 (links, 500 Euro) einen kompakten, deutlich voluminöseren Lausprecher an. Er gibt echten, kräftigen Stereoklang wieder.

Dem puren Sound hat sich indes Riva-Audio-Gründer und Musiklegende Rikki Farr verschrieben. Seine neue Voice-Serie mit Amazon Alexa in der kompakten Concert (Mitte, 230 Euro) und der größeren Stadium (500 Euro) setzen für ihre Größen klangliche Statements. Im Google-Lager sind wirkliche Klang-Highlights weniger verbreitet. Hier ist der Chromecast-Lautsprecher Panasonic SC-GA10 (rechts, 200 Euro) mit seiner quadratischen Grundfläche ein klangliches Bonbon.

Kräftiger Klang
Yamaha Musiccast 50, Riva Audio Stadium und Concept (mit Akku davor), Panasonic SC-GA 20 (v.l.n.r.).

Sprachsteuerung und Musik für unterwegs

Bisher gab es in erster Linie zwei Arten von vernetzten Lautsprechern – entweder Bluetooth-Modelle, die meist einen Akku haben und stundenlang Musik am Baggersee, im Park oder auf dem Balkon machen. Oder Streaming- und Smartspeaker mit Sprachsteuerung. Jetzt muss man sich nicht mehr entscheiden. Die hier gezeigten Mobil-Lautsprecher geben unterwegs den akkubetriebenen Bluetooth-Mobilmusikanten und zu Hause im WLAN den Smartspeaker.

Tipp: Über einen mobilen WLAN-Hotspot im Smartphone lassen sich Sprachassistenten und Streamingdienste unterwegs nutzen. Hier lohnt nur hin und wieder ein Blick aufs mobile Datenvolumen. Libratone Zipp 2 und Zipp mini 2 bieten neben Alexa viele weitere Streamingfunktionen und sollen mit einer Akkuladung bis zu zwölf Stunden musizieren (links, 250/300 Euro). JBL hat seine Streamingboxen-Serie namens link mit der Google Home Sprachsteuerung ausgestattet. Die beiden kleinen Modelle link 10 und link 20 (Mitte, 150/200 Euro) haben eingebaute Akkus mit fünf bis zehn Stunden Laufzeit. Ultimate Ears baut die Alexa Sprachsteuerung in seine wasserdichten, tragbaren Boxen „Blast“ und „Mega­blast“ ein (rechts, ab 200 Euro).

Länger unterwegs
Libratone Zipp 2 und Zipp 2 mini, JBL link, Ultimate Ears Blast (v.l.n.r.)

Voller Filmsound mit verbaler Kontrolle

Einen Smartspeaker mit Sprachsteuerung in die Nähe des Fernsehers zu stellen, kann sinnvoll sein. Immerhin statten derzeit immer mehr TV-Hersteller ihre aktuellen Geräte mit verbalen Fernbedienungsfunktionen aus – bislang über Alexa. Warum nicht gleich in einen der beliebten Klangriegel, der den flachen Sound des Flat-TVs aufpoliert? Es passt dabei ins Bild, dass die bislang verfügbaren Soundbars mit Sprachsteuerung zum Amazon Alexa-Lager zählen.

Die Polk Command Bar sieht aus, als sei ein Amazon Echo Dot in der Mitte eingebaut. Besonderheit: Audio-Basisbefehle versteht sie auch offline (Mitte oben, 400 Euro - Zur Praxisvorstellung mit Video). Der Sonos Beam (links, 450 Euro) lässt sich mit weiteren Sonos-Lautsprechern zum Surroundset erweitern. Und wie oben beim Sonos One beschrieben zur Multiroom-Anlage. Bose bietet mit den Soundbars 500 und 700 ebenfalls klangvolle TV-Erweiterungen mit Alexa-Sprachassistent (rechts, 550/900 Euro).

Voller Filmsound
Polk Command Bar, Sonos Beam, Bose Soundbar 500 (von oben nach unten).

 

Einfach schickere Sprachsteuerung

Das Auge hört mit. Schon vor dem Boom der Smartspeaker war es interessant, in welchen Formen und Materialien vernetzte Streaming- und Bluetooth-Lautsprecher gebaut werden. So gibt es optisch und haptisch viel spannendere Google- und Amazon-kompatible Smartspeaker, als sie die Erfinder der Spezies anbieten.

Bang & Olufsen etwa setzt bei seinen ikonischen Streaming-Lautsprechern Beosound 1 und 2 auf die Google Sprachsteuerung (links, 1500/2000 Euro). Der Bose Home Speaker 500 macht mit seinem Aluminiumgehäuse mehr her als der Durchschnitt. Außerdem bietet er  hochwertige Hingucker wie etwa ein Display zur Anzeige des aktuellen Albums (Mitte, 450 Euro). Geschmacksache ist der Harman Kardon Allure. Er verfügt über ein pulsierendes Stimmungslicht (rechts, 280 Euro) und hat damit ein unübersehbares Alleinstellungsmerkmal.

Einfach schicker
Beosound 1, Bose Home Speaker 500 und Harman Kardon Allure (v.l.n.r.)

 

 

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