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So klappt die Elektroplanung für Ihr Smarthome

30.01.2019

Damit die Smarthome Haustechnik im Neubau oder nach der Renovierung wirklich Ihren Bedürfnissen entspricht, sollten Sie sich selbst Gedanken über die Elektroplanung machen. Wir zeigen Tools, mit denen Sie Ihren Bedarf selbst ermitteln. So können Sie mit ihrem Smarthome Fachmann bei der Planung auf Augenhöhe sprechen.

Eine klassische Elektroplanung „von der Stange“ kann im Zweifelsfall zu erheblichen Mehrkosten führen. Wenn die Steuerung von Heizung oder Lüftung nachträglich mit den elektrischen Rollläden gekoppelt werden soll, dann werden leicht einen neue Planung und größere Nach-Installationen notwendig. Allein für alltägliche Ansprüche, etwa ein sicheres WLAN-Funknetz im Haus, sind eine gewissenhafte Planung und mehr Installationsaufwand notwendig, als es noch vor wenigen Jahren üblich war.

Die Systemfrage bei der Elektroplanung

Neben der konventionellen Elektroinstallation mit fest verdrahteten Schaltern und Zuleitungen für Leuchten und alle anderen Stromverbraucher, gibt es heute eine Reihe möglicher Alternativen für die zukunftssichere Haustechnik. Allen smarten Installationen ist dabei gemeinsam, dass in der modernen Gebäudetechnik Schalter nicht mehr nur eine einmal definierte Funktion haben. Man kann festlegen und jederzeit ändern, welcher Taster welche Leuchte steuert. Auch Sensoren wie etwa Bewegungsmelder können beispielsweise das Licht in einme Raum einschalten.

So lässt sich etwa das Licht in einem Raum neben dem Taster an der Tür auch per Bewegungsmelder einschalten. Der Klassiker unter den flexiblen Systemen ist das KNX-Bussystem. Er gilt als besonders robust, ist aber nicht ganz billig. Daneben bieten sich verschiedene Funk Smarthome Systeme mit einer günstigeren Installation und Konfiguration an – auch für die Nachrüstung vorhandener Elektroinstallationen. Die Powerline-Übertragungstechnik à la Digitalstrom nutzt die Stromleitung zur Datenübertragung und bietet sich so im Neubau ebenso an wie in Bestandsimmobilien. Die Entscheidung für ein bestimmtes System und damit die zugehörige Installationstechnik ist ein Teil der modernen Elektroplanung. Ein guter Fachbetrieb kann seinen Kunden schon zu Beginn der Planung verschiedene Varianten mit unterschiedlichen Techniken vorschlagen. Viele Elektriker und Systemintegratoren haben Vorlieben für bestimmte Smarthome-Systeme, die sie gut kennen und beherrschen.


Einsteiger-Infos kurz und bündig: 7 Tipps für die perfekte Smarthome-Planung


Für Bauherren wichtig: Was benötigen wir wirklich?

Allerdings sollte sich die Elektroplanung in Umfang und dem eingesetzten System vor allem an den Ansprüchen der Bewohner orientieren – und nicht umgekehrt. Eine der wichtigsten Aufgaben bei der Elektroplanung besteht deshalb heute darin, den Bedarf an Anschlüssen für Licht und andere Verbraucher sowie die zugehörigen Steuerungsfunktionen zu ermitteln. Die Planung der Elektro-Grundausstattung hat dabei zunächst einmal nichts mit Smarthome-Technik zu tun.

Die Initiative „Elektro+” hat auf Basis typischer Ausstattungen mit Elektro- und Entertainmentgeräten drei Standards für die Ausstattung von Wohnräumen mit Licht, Steckdosen und Medienanschlüssen entwickelt. Auf der Homepage der Initiative (www.elektro-plus.com) stehen dazu Ratgeber für Bauherren und Elektriker zum Download bereit, die bei der Elektroplanung helfen. 

Als Nächstes sollten Sie sich auch fragen, ob und welche Funktionen Sie im Haus automatisieren wollen. Einen guten Funktions-Checks bieten etwa die Smarthome Fragebögen des Instituts für Gebäudetechnik. Diese stehen kostenlos unter  www.igt-institut.de zum Download zur Verfügung.

Im nächsten Schritt helfen Online-Planungstools bei der Vorbereitung der Smarthome und Elektroplanung.

Der Smarthome-Konfigurator für KNX Bussysteme

Besonders spannend ist der neue Smarthome-Planer Das intelligente Haus“ by Feelsmart (siehe auch Kasten). Sie können damit ihr gesamtes Haus virtuell als Smarthome auf Basis der KNX-Technik von Gira und Jung einrichten. Dazu stellen Sie hier Ihre Schalterdesigns und Smarthome Extras nach Wunsch zusammen. Das funktioniert wie in einem Auto-Konfigurator, bis hin zur Kostenschätzung.

Da stets eine individuelle Feinplanung einschließlich der Installation und Programmierung erfolgen muss, sind diese Preisangaben nur erste Orientierungswerte. Nach dieser detaillierten Vorab-Planung gibt man deshalb seine Vorstellungen am Besten direkt an einen Fachbetrieb aus der Experten-Datenbank weiter.

DiH by Feelsmart
„Das intelligente Haus“ by Feelsmart: Online-Planung in drei Schritten

Elektroplanung per Online-Tool von Hager

Der Elektrotechnik-Hersteller Hager und dessen Schwestermarke Berker bieten ebenfalls eine Art Smarthome-Konfigurator. Der beruht allerdings auf Beispielen: Vier Ausstattungsvarianten rechnet das Tool hier auf zwei bis drei unterschiedlich große Häuser hoch und gibt dazu mit Zirkapreisen an. Von der klassischen Elektroinstallation bis zur vollständigen KNX-Ausrüstung mit Heimserver.

Für Profis ergänzt Hager diesen Service um eine Tablet-App namens „Plus-Plan“. Die App erfasst jeden Raum und erlaubt dafür jeweils eine Abfrage des Kunden-Bedarfs. So soll eine wirklich detaillierte Elektroplanung im Dialog möglich werden. Fachbetriebe können so im Beratungsgespräch die Vorplanung und Wünsche ihrer Kunden aufnehmen und direkt in ein Angebot übersetzen.  www.das-intelligente-zuhause.de/elektrokosten-guide

Elektrokosten-Guide von Hager
Der Elektrokosten-Guide von Hager: Planung mit Beispielen

Der Lebensräume-Konfigurator

Im Lebensräume-Konfigurator können Bauherren ihr Haus in einer grafischen Darstellung anlegen. Das Programm unterscheidet zwischen Neubau, Renovierung und Nachrüstung ohne Unterputz-Installationen und bietet Zusatzfunktionen bis hin zur vernetzten HiFi- und TV-Anlage. Am Ende erstellt der Konfigurator eine Systemliste und gibt diese mit einem unverbindlichen Komplettpreis inklusive Installation und Programmierung aus.

Der Konfigurator stammt vom Freiburger Elektrogroßhändler Alexander Bürkle und verweist auf dessen angeschlossene Fachbetriebe. Logischerweise setzt er nur Systeme ein, die bei der Firma tatsächlich zu haben sind. So kommt je nach Voraussetzungen ein Funksystem von Eldat, die Stromleitung-Übertragungstechnik von Digitalstrom oder ein KNX-Bussystem zum Einsatz. 

Lebensräume-Konfigurator
Lebensräume-Konfigurator: Alle Zimmer im Haus eintragen und virtuell ausstatten

 

Systeme

Smarthome –
Planung in drei Schritten

DiH by Feelsmart
Ganz neu für alle Leser gibt es jetzt ein exklusives Tool für die Elektroplanung: Der herstellerübergreifende Smarthome-Planer Das intelligente Haus“ by Feelsmart. Das Online-Planungs-Tool kann KNX Smarthome Technik ähnlich planen wie die Neuwagen-Konfiguratoren der großen Autohersteller.

Vorerst sind Systeme aus den Schalterprogrammen und KNX Smarthome Sortimenten von Jung und Gira im DiH-Planungstool hinterlegt. So lassen sich etwa Systeme mit dem Visu Pro Server oder dem Smart Visu Server von Jung sowie mit dem Gira Homeserver und dem Gira  X1 ausspucken. Weitere Hersteller sollen demnächst folgen. Smarthome-Fachbetriebe können die Feelsmart-Planung in ihr System einlesen und die Planung bei Bedarf selbst auf andere Varianten und Hersteller umbauen.

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