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Fit für Netflix, Spotify und die TV-Zukunft

16.11.2016

Heute empfangen mehr Menschen Fernsehen via Internet als über Antenne. Onlinedienste wie Netflix oder Spotify gewinnen Millionen Kunden. Die TV- oder HiFi-Anlage im Wohnzimmer ist dabei nur noch eines von vielen möglichen Empfangsgeräten. Kaum ein Bereich der Technik wandelt sich so rasant wie die Unterhaltungselektronik. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr Haus dafür fit machen können. 

Auf dem Smartphone zappt Christoph Bellmer von einem Sender zum nächsten, binnen Augenblicken startet nach jedem Fingerwischen das Fernsehprogramm in einem Fensterchen, unter dem die Waipu.tv-App Infos zur laufenden Sendung einblendet. Dann wischt er mit dem Zeigefinger über das Programmfenster nach oben. Wie von Zauberhand läuft der Fernsehfilm, der eben noch im Miniformat auf dem Smartphone zu sehen war, in XXL auf dem Flat-TV vorn im Raum.

Während das Publikum noch staunend auf den Flatscreen starrt, wischt Bellmer auf dem Smartphone bereits weiter zum nächsten Kanal, der nun wieder in der App zu sehen ist. Ein Wisch nach oben und dieser Sender fliegt scheinbar auf den TV-Schirm – so geht Zappen anno 2016. Die beschriebene Szene ist genau so passiert, als die Münchner Exaring AG vor wenigen Wochen ihr neues Internet-TV-Angebot präsentiert hat – zu sehen im großen Bild oben. 

Waipu TV auf Smartphone
Nahtloser Übergang: Gesteuert wird der TV-Empfang bei Waipu.tv auf dem Smartphone, geschaut aber in der Regel auf dem TV-Gerät. Vorteil: Man kann eine Sendung auf dem Fernseher anschauen und parallel dazu auf dem kleinen Smartphone-Bildschirm weiter zappen.

Innovationen am laufenden Band

Waipu.tv vollzieht mit seiner neuen Art des TV-Empfangs gleich mehrere technische Revolutionen in der Fernsehverbreitung:

  • Zunächst wird die Fernbedienung vom Couchtisch verbannt – jeder Zuschauer kann selbst auf seinem Smartphone zappen und auch schauen.
  • Auch die Digital-TV-Empfangsbox, wie sie in vielen Haushalten heute steht, gehört bei diesem Empfangsweg der Vergangenheit an. Waipu.tv wird am Fernseher über einen kleinen Streamingstick namens Google Chromecast empfangen.
  • Aktuelle Smart-TVs von Philips und Sony mit dem Betriebssystem Android haben die zugehörige Streamingtechnologie sogar ab Werk eingebaut.
  • Schließlich schleust Waipu.tv Videostreams fast ohne Zeitverzögerung durchs Internet – anders als TV-Mediatheken und Web-TV-Dienste, bei denen man Kanalwechsel kaum als Zappen bezeichnen kann und der Torjubel in Live-Fußballspielen eine knappe Minute vor dem „eigenen“ Bild aus der Nachbarschaft erschallt.   

Waipu.tv nutzt für die TV-Übertragung ein eigenes, bundesweites Glasfasernetzwerk, das einzig der TV-Verbreitung dient und so Verzögerungen an großen Internet-Knotenpunkten umfährt. Für Laien sind die gesammelten technischen Details hinter diesem neuen TV-Angebot indes nicht sonderlich spannend. Für sie gilt höchstens die Empfehlung, den neuen TV-Dienst einmal auszuprobieren. Waipu.tv bietet einen kostenlosen Probemonat an, bevor der Anbieter die TV-Ausstrahlung ab monatlich 5 Euro offeriert – günstiger als die meisten Kabel-TV-Anbieter. Dann ist der Dienst jederzeit monatlich kündbar, im Gegensatz zu den meisten DSL- oder Kabelanschlüssen.

Netflix Startseite
Netflix ist mittlerweile weltweit ein Sinnbild für den Wandel in der TV-Nutzung. Statt eines laufenden Programms kann man hier für eine monatliche Pauschale jederzeit alle Filme und Serienepisoden aus einem großen Angebot auswählen. Übertragen werden die Inhalte auf praktisch jedes vernetzte TV-Empfangsgerät wie auch auf Tablets oder Smartphones – natürlich über das Internet. 

Waipu.tv und andere Internet-TV-Angebote zeigen auf jeden Fall, wie sich der alltägliche Medienkonsum rasant wandelt. Onlinevideotheken wie Netflix oder Maxdome, Musik vom Heimserver oder aus Streamingdiensten wie Spotify oder Deezer  als Ersatz für die gute alte CD oder Schallplatte sind weitere Beispiele. Jedes davon bietet klare Vorteile gegenüber dem klassischen Medienkonsum, der Nutzer muss sich nur entscheiden, auf welche Art und Weise er sich unterhalten lassen möchte. 

Die Haustechnik muss mitspielen

Die große Frage: Was kommt dann? Welche Musik- und TV-Dienste liegen noch in den Schubladen der Entwickler, wie sehen die nächsten revolutionären Features aus? Die gute Nachricht: Machen Sie sich keine Sorgen darüber, denn Sie können sich und Ihre Umgebung auch so auf die mediale Zukunft vorbereiten. Ein paar Eckpunkte der neuen Medientechnik stehen nämlich schon fest. Der Wichtigste: Praktisch alle Medien-Innovationen nutzen das Internet als Übertragungsmedium. Und das lässt sich recht einfach im Haus verbreiten, sofern man bei der Elektrotechnik-Planung einige Punkte beachtet. 

Die erste Basisformel für die Zukunftsplanung lautet: Internet und Netzwerk müssen überall dort verfügbar sein, wo man Medien nutzen möchte. Zweite Regel: Mobile Geräte wie Smartphones und Tablets spielen eine wichtige Rolle. Auch auf ihre Präsenz lässt sich das intelligente Haus bestens vorbereiten. Dazu zählen etwa Ladestationen für die ständigen Begleiter mit Touchscreen. Denn wer sein Smartphone neben Telefonieren, Whatsapp und Internetrecherchen auch für alle möglichen Steueurungsaufgaben im Haus nutzt, der sollte es auch überall laden können. USB-Ladedosen oder Ladedocks in verschiedenen Zimmern sind da sehr hilfreich.

Jung Ladestation USB Wandinstallation
USB-Ladedosen (hier von Jung) als Ergänzung zu normalen Unterputz-Steckdosen bietet an verschiedenen Orten im Haus eine elegante Stromtankstelle für Tablets, Smartphones und andere mobile Geräte.  

Kabel für TV, WLAN für Musik

Für die Netzwerkplanung gilt: WLAN-Funknetze können zwar theoretisch genügend Daten für mehrere hochauflösende Videostreams übertragen. Doch eben diese Idealbedingungen gibt es in der realen Welt nur sehr selten. Für die reibungslose Nutzung von Netflix, Maxdome oder eben Web-TV-Diensten à la Waipu.tv sollte bei allen TV-Geräten eine Netzwerkdose installiert sein. 

Um in Wohnhäusern sowohl Nennen- als auch TV-Kabel einfach und umfassend zu verlegen, bietet sich die Kombi-Verkabelung von Homeway an. Ein Kabelstrang aus zwei Netzwerk-Adernbündeln und einem Antennen-Koaxkabel wird dabei sternförmig aus dem Technikraum ins Wohnzimmer, Arbeitszimmer und alle weiteren Räume mit Internet- und TV-Bedarf gelegt. Dort gelangen die Kabel über standardisierte Kombidosen ans Licht. 

Homeway Antennen Netzwerkdose
Das Homeway-System verbindet Koax-Antennenanschlüsse mit Netzwerk- oder Telefonverbindungen in alle Räume des Hauses, wo eine Versorgung mit Medientechnik gefragt ist. 

Für Smartphones, Tablets und Multiroom-Anlagen muss auch ein zuverlässig funkendes WLAN-Datennetz zur Verfügung stehen. Auch handelsübliche Multiroom-Musiksysteme nutzen meist standardmäßig das hauseigene WLAN, was im Falle des Musikstreamings auch überwiegend problemlos klappt und Kabelsalat erspart. Voraussetzung dafür ist aber, dass die WLAN-Hotspots die ganze Wohnung zuverlässig ausleuchten. Homeway bietet dafür WLAN-Module an, die sich in verschiedenen Räumen platziert lassen (siehe Foto oben)

Ob ein WLAN-Router für die Versorgung des Hauses ausreicht, lässt sich auf unterschiedlichen Wegen prüfen. Man kann den WLAN-Router aufstellen und hoffen, dass es schon passt. Oder aber man plant die WLAN-Versorgung vorab.

D-Link WLAN Planungstool
Im WLAN-Planungstool von D-Link lassen sich die Funkreichweite verschiedener Hotspots anhand eines Grundrissplanes simulieren.

Fachpartner des Herstellers „D-Link“ etwa können dafür auf ein Online-Simulationsprogramm zugreifen. Darin lädt man einen Grundrissplan hoch, bemaßt diesen und hinterlegt bauliche Details wie etwa die Beschaffenheit der Wände. Die verschiedenen Router- und Hotspot-Modelle des Herstellers lassen sich dann im Plan platzieren und die WLAN-Ausleuchtung vorab erkennen. Passend dazu kann der Elektriker dann die Netzwerk- und Stromanschlüsse an die richtigen Stellen legen.    rot 

 


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Multiroom-Optimierung

Streaming-Anlagen wie Sonos, Raumfeld, Bose Soundtouch  oder Heos by Denon verbinden in der Regel alle ihre Boxen per WLAN. Oft wird dafür das-selbe Funknetzwerk genutzt, das auch E-Mails, PC-Daten, Online-Videos und alle anderen Inhalte überträgt, die im Haushalt anfallen. Gerade im intelligenten Haus  mit all seinen Steuerdaten kann das Funknetz da schon mal verstopfen, wenn in mehreren Räumen zeitgleich unterschiedliche Musik spielt. 

Sonos und Raumfeld bieten für solche stark frequentierten Funknetze eigene WLAN-Hotspots an, in denen dann nur die Musik zu den einzelnen Funkboxen übertragen wird. Auch für andere Anlagen kann es sinnvoll sein, deren Kompontenten über ein eigenes Funknetz zu verbinden. Dessen Router benötigt dann zur Steuerung und für die Versorgung mit Musik eine Verbindung zum übrigen Heimnetzwerk – über ein LAN-Kabel.

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