Das Smarthome von außen. (Foto: Hans-Rudolf Schulz)

Okal-Smarthome gewinnt Golden Cube Smart Design

04.05.2018

Niko Herpich und Karina Bosche hatten klare Vorstellungen von ihrem intelligenten Haus. Dass sie mit ihrem smarten und effizienten Konzept dem Haushersteller Okal zu einer begehrten Auszeichnung verhalfen, bestätigt ihre Vision vom smarten Wohnen.

Die modern gestaltete Villa thront ein bisschen über der Gemeinde Erbach im Odenwald. Hier haben sich Niko Herpich und seine Partenrin Karina Bosche den Traum vom eigenen Haus erfüllt. Dem Gelände folgend bietet das Haus zur Straße hin einen ebenerdingen Zugang in die im Kellergeschoss integrierte Garage. Eine Etage höher eröffnet sich ein großzügiger Wohnbereich inklusive Essbereich und Sofalandschaft auf fast 100 Quadratmetern Wohnfläche.  „Mit 27 Leuten haben wir hier schon gefeiert“, erzählt die Hausherrin lächelnd.

Wohnbereich Smarthome Erbach
Der geräumige Wohnbereich des Hauses (Foto: Hans-Rudolf Schulz)

Diese offene Wohnebene war einer der Herzenswünsche des jungen Paares bei der Planung ihres Traumhauses – und ein wichtiger Grund für die Entscheidung zugunsten der Holzfertigbauweise: „Bei den Massivhaus-Anbietern in der Region bekam ich meist Grundrisse mit vier Zimmern unten und vier Zimmern oben zu sehen – aus statischen Gründen und mit wenig Variationsmöglichkeiten“, erzählt Niko Herpich. Der Fertighaushersteller Okal dagegen hatte Häuser mit großen, offenen Wohnbereichen im Angebot. Die Villa wurde individuell auf die örtlichen Gegebenheiten und die Wünsche des Paares abgestimmt. Dass die Wände aus nachhaltigen Roh stoffen und mit hochwertiger Dämmung versehen sind, überzeugte den Bauherrn vollends.


Die weiteren Preisträger des Golden Cube Smart Design:


Technik aus einem Guss

Als IT-Spezialist nahm Niko Herpich die Auswahl der Haustechnik zu einem Großteil selbst in die Hand – mit klarem Blick in die Zukunft. Die knapp 290 Quadratmeter Wohnfläche werden über eine thermische Solaranlage mit zwölf Quadratmetern Kollektorfläche beheizt, denen im Winter eine kleine Gastherme zur Seite steht. Im ersten Winter, berichtet Herpich, sei diese etwa zwei Wochen in Betrieb gewesen, um die Temperatur des 450 Liter Wasserspeichers um die letzten fünf bis fünfzehn Grad hochzuheizen. Neben den Sonnenkollektoren ist auf dem Flachdach eine Photovoltaikanlage installiert, die das Haus zusammen mit einem Batteriespeicher übers Jahr weitgehend selbst mit Strom versorgt. Durch die Einspeisung des überschüssigen Stromes ins öffentliche Netz spielte die Anlage schon im ersten Jahr unterm Strich rund 100 Euro pro Monat ein. Künftig soll der überschüssige Strom vom eigenen Dach die Elektroautos des Paares in der Garage besonders günstig aufladen.

Dach des Hauses
Auf dem Dach sind thermische Solarkollektoren für die Heizung und Warmwasserbereitung wie auch eine leistungsfähige Photovolaikanlage installiert. Energietechnik und Heizung sind voll in die Smarthome-Steuerung eingebunden. (Foto: Hans-Rudolf Schulz)

Smarthome statt Klimaanlage

Alle Systeme – einschließlich der Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung – arbeiten dank des übergreifenden Smarthome-Systems „myGekko“ reibungslos zusammen. In der Basis-version gehört es zur Serienausstattung jedes Okal-Hauses. In Niko Herpichs Villa gibt’s die XXL-Version. „Wichtig war mir, dass die Lüftung die Heizung kennt und die Heizung weiß, wie das Wetter wird“, fasst er zusammen. Dabei spielen sogar die Raffstores mit: Brennt die Sonne mittags heiß im Süden, dann fährt die Beschattung automatisch herunter. Trotz der ansonsten luxuriösen Ausstattung kommt das Haus so ohne aktive Kühlung aus – und spart damit weitere Ressourcen. Kein Wunder also, dass die Jury des Wettbewerbs „Der Große Deutsche Fertighauspreises 2018” der intelligenten und effizienten Villa den „Golden Cube” in der Kategorie „Smart Design“ verlieh.

Anlässlich der Preisverleihung des Golde Cube erklärt Jurymitglied Alexander Schaper von der Smarthome Initiative Deutschland, warum gerade dieses Haus als bestes intelligentes Fertighaus Deutschlands ausgezeichnet wurde.  

 

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Systeme

Haushersteller

Daten & Fakten zum Haus

Anbieter: Okal Haus GmbH, Argenthaler Straße 7, 55469 Simmern, Tel. 06761/90304-0, www.okal.de

Entwurf: Kundenhaus Erbach

Wohnfläche: 288 m2

Technik: 12 m2 Solarthermie mit Gas-Brennwerttherme, 450 l Warmwasser/Heizungsspeicher, Fußbodenheizung; Regenwasserzisterne für WC; kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung, CO2-/Luftfeuchtesensor. 10 kWp Photovoltaikanlage, 4,6 kWh Batterie

Steuerbare Komponenten: myGekko” Smarthome-System für Heizung, Lüftung, PV-Anlage, Licht, Beschattung, Alarm, Multimedia, Sprachsteuerung.

Besonderheiten: Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), 1. Platz in der Kategorie „Smart Design“ im Wettbewerb „Der Große Deutsche Fertighauspreis 2018”.

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