Im Badezimmer sind Philips Hue Einbauspots für variable Lichstim- mungen installiert. Diese Lösung erlaubt eine vergleichsweise günstige Farblichtsteuerung – an- sonsten wäre hier ein spezielles Bussystem für die Lichtsteuerung notwendig. www.philips.de

Smartes Nest mit erweiterbarem KNX-System

24.10.2017

Die Häuser der Neubausiedlung „my Nido“ sind mit einer klassischen KNX-Bus-Installation ausgestattet, gesteuert durch das ausbaufähige Smarthome-System i-Haus.

Vor den Toren von München, genauer gesagt in Karlsfeld, entstand in den letzten Jahren ein Neubaugebiet der besonderen Art. Dort stehen 28 Häuser der Isaria Wohnbau AG, die allesamt mit einer einheitlichen, zukunftssicheren Haustechnik ausgestattet wurden. Der Bauträger hat das Projekt „my Nido“ getauft, was über- setzt so viel wie „Mein Nest“ bedeutet. Im Erdgeschoss jeden Hauses eröffnet sich zunächst ein großzügiger Wohnbereich mit einer offenen Küche. Über große Glasfronten erschließen sich von hier aus auch die Terrasse und der Garten.

Über KNX-Tastsensoren lassen sich alle möglichen Szenen und Funktionen aufrufen. Die i-Haus-App übersetzt solche Befehle auch für Nicht-KNX-Komponenten.

Über KNX-Tastsensoren lassen sich alle möglichen Szenen und Funktionen aufrufen. Die i-Haus-App übersetzt solche Befehle auch für Nicht-KNX-Komponenten.
 

Basisfunktionen wie Licht-, Rollladen und Heizungssteuerung sind hier über ein KNX-Bussystem mit Systemkomponenten der Firma Jung realisiert. Sie ermöglichen eine flexible Steuerung etwa von Licht und Rollläden über KNX-Tastsensoren oder -Präsenzmelder. Die eingesetzten Taster lassen sich für eine einfache Zuordnung mit Symbolen oder Text versehen.

 


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Über einen KNX-IP-Router von Jung verbindet sich die Bustechnik mit dem eingesetzten Steuerungsserver von i-Haus, der neben der KNX-Bustechnik eine Vielzahl weiterer Systeme und Geräte über das Heimnetzwerk in die intelligente Haussteuerung einbindet. So befindet sich etwa im Obergeschoss neben jeweils drei Schlafräumen auch ein elegantes Bad, das mit dem Farblichtsystem Philips Hue ausgestattet ist. Hier lassen sich je nach Tageszeit oder Stimmung spezielle Lichtszenerien programmieren, die sich über die i-Haus-App gemeinsam mit den übrigen KNX-Lichtaktoren im Haus steuern lassen.

Eine App – viele Geräte

Auch in anderen Bereichen lassen sich über die i-Haus-App neben den KNX-Komponenten der Haustechnik weitere vernetzte Produkte einbin- den, etwa Sonos Multiroomanlagen, Haushaltsgeräte von Miele und solche mit Home Connect von Bosch und Siemens. Sogar Netatmo-Wetterstationen und die vernetzten Fingerabdrucksensoren von ekey für den schlüssellosen Zutritt zum Haus lassen sich mit einbinden.

Auf der Bedienoberfläche der Smartphone-App lassen sich die Funktionen für Licht, Musik und Heizung in einem Zimmer auf einen Blick erfassen.

Auf der Bedienoberfläche der Smartphone-App lassen sich die Funktionen für Licht, Musik und Heizung in einem Zimmer auf einen Blick erfassen.

Zur Grundausstattung der my Nido Häuser gehört denn auch ein ekey-Zutrittssystem sowie eine Multiroom-Installation mit mehreren Sonos- Verstärkern und fest installierten Einbaulautsprechern. Deren Wiedergabe lässt sich neben der Sonos-App eben auch über die Bedienoberfläche von i-Haus steuern und dort mit anderen kompatiblen Produkten kombinieren. So können Bewohner eigene Szenen entwickeln, in denen sich etwa morgens das Bad aufheizt, das Licht im Schlafzimmer langsam hoch dimmt und sanf- te Musik die Morgenmuffel der Familie aus dem Bett lockt. Sobald der KNX-Präsenzmelder den ersten Bewohner im Flur erkennt, aktivieren die Philips Hue Leuchten eine freundlich-helle Lichtszene im Badezimmer.

Im zentralen Schaltschrank sind rechts neben den Sicherungen die KNX-Aktoren von Jung für die Licht- und Rollladensteuerung sowie das Jung KNX-IP-Gateway untergebracht. www.jung.de

Im zentralen Schaltschrank sind rechts neben den Sicherungen die KNX-Aktoren von Jung für die Licht- und Rollladensteuerung sowie das Jung KNX-IP-Gateway untergebracht. www.jung.de
 

i-Haus lernt ständig dazu

Solche Szenarien klingen für ein Smarthome- System nicht gerade außergewöhnlich. Das Besondere daran ist aber, dass hier eine App ohne große Programmierung und zusätzliche Schnittstellen-Geräte viele unterschiedlichen Systeme miteinander verbindet – von der klassischen KNX-Installation über Funk-Leuchten und Sonos Multiroomanlagen bis zu Haushaltsgeräten. Da- bei integrieren die i-Haus-Entwickler immer wieder neue Komponenten in ihr System, die sich dann im laufenden Betrieb mit einbinden lassen. Um die bewährte KNX-Installation herum lässt sich so die ganze Welt der vernetzten Gadgets aufbauen. Übrigens nutzt der Hersteller mitunter die my Nido-Siedlung, um neue Entwicklungen seiner App in der Praxis zu erproben.


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