Slider_Scheune

Schlaue Scheune: Ein 150 Jahre altes Haus wird smart

14.05.2019

Den Heuboden einer knapp 150 Jahre alten Scheune verwandelten Sabine Pfeiffer und Markus Peter in ihr naturverbundenes und komfortables Zuhause. Das handwerklich begabte Paar setzte dabei neben der klassischen Substanz des Hauses auch auf eine topaktuelle Smarthome-Gebäudetechnik und eine effiziente Haustechnik.

So kann also die Lösung der viel beschworenen Wohnungsnot aussehen – vorausgesetzt, man lebt in der richtigen Gegend und hat gute Connections. Markus Peter und Sabine Pfeiffer hatten schon einige Zeit erfolglos nach einem Bauplatz in ihrer Heimat in Mittelfranken gesucht. Da fiel ihr Blick auf die alte Scheune auf dem Hof des Großvaters. Die stammt ursprünglich aus dem Jahr 1870, wurde mehrfach umgebaut und stand schließlich seit 1994 ungenutzt da. Für den gelernten Zimmermeister Markus Peter und seine Partnerin bedeutete dieser Scheunen-Fund das Ende der Suche nach dem klassischen Bauplatz. Immerhin bietet das Bauwerk allein mit seiner Grundfläche von 13,5 mal 26,5 Metern größere Platzreserven als so mancher typische Reihenhaus-Bauplatz. Gesagt, geplant, getan: Das handwerklich begabte Paar machte sich selbst an den kompletten Umbau des ehemaligen Heubodens, also der ersten und zweiten Etage der Scheune, in ihren ganz persönlichen Traum vom Wohnen.

Scheune vor dem Umbau
Im Wandel: Das ehemalige Heulager im Obergeschoss der Scheune stand 20 Jahre lang leer, bevor es zu einer großzügigen Wohnung umgebaut wurde (Foto: Gira, Ulrich Beuttenmüller).

Im Sockelgeschoss, den ehemaligen Stallungen, befinden sich heute weiterhin Lagerräume sowie die Haustechnik. Dazu gehört eine Holzschnitzelheizung und der zugehörige Brenngut-Bunker. Eine Etage darüber blieb dagegen buchstäblich kein Brett am anderen. Die Bauherren bauten die Außenwände in einer mehrschichtigen Holzständerbauweise neu auf und ergänzten die Wände innen durch eine sechs Zentimeter starke Installationsebene. Auf der Südseite öffneten sie den Grundriss für eine 60 Quadratemeter große Terrasse und setzten auf der gesamten Länge der ehemaligen Scheune einen 1,5 Meter tiefen Balkon an.

Bei der  Raumeinteilung innen konnten sich Markus Peter und Sabine Pfeiffer völlig frei austoben – mal abgesehen von den vorhandenen Pfetten und Stützen, die sie sichtbar in ihr Wohnambiente integrierten. Gut ein Drittel der gesamten Grundfläche spendierten sie dabei dem Koch-, Ess- und Wohnbereich, der sich offen rings um die zentrale Speisekammer gruppiert.

Koch-, Ess- und Wohnbereich
Naturnah: Die Küche ist durch eine Speisekammer und den Kaminofen von der Sofaecke getrennt. Darüber entstand ein kleiner zusätzlicher Rückzugsraum, den man über eine Brücke von der Galerie aus erreicht (Foto: Gira, Ulrich Beuttenmüller).

Smarte Haustechnik vom Profi

Auch wenn die Mischung aus glatt verputzten Wänden und warmem Eichenholzparkett nicht direkt darauf hindeutet, sind die Bewohner des Heuboden-Refugiums überaus technik-affin. Während sie die Baumaßnahmen zum größten Teil selbst in Angriff nahmen, holten sie für ihre Technik-Ausstattung mit automatischer Beschattung, smarter Heizungssteuerung und farblich einstellbaren Beleuchtungselementen Hilfe vom Profi. Die Smarthome-Technik plante der erfahrene Systemintegrator Klaus Geyer mit bewährter KNX-Bustechnik.


„Wir nutzen tausende KNX-Komponenten“: Interview mit Systemintegrator Klaus Geyer 


Der „kleine“ KNX Server Gira X1 kam den Bauherren hier gerade recht, da ihr Budget begrenzt war und ihr Projekt keine allzu großen Anforderungen an externe Schnittstellen oder die Integration exotischer Anlagen bot. Laut Systemintegrator Klaus Geyer spart der X1 vor allem bei der Installation und Programmierung viel Zeit gegenüber dem klassischen Homeserver. Er bietet aber dennoch mehr Möglichkeiten für Szenen und Automatiken als viele andere KNX-Zentralen. Individuelle Wünsche der Bauherren – die Integration der Videosprechanlage von der Haustüre im Erdgeschoss oder eine Steuerung der Sonos Multiroomanlage – leistet der X1 ebenfalls. So wurde der Scheunen-Fund am Ende nicht nur ein Wohntraum in XXL, sondern auch ein perfektes Beispiel für schlaue Haustechnik im Normal-Format.

Gira X1 App
Überblick: Die aufgeräumte grafische Menüoberfläche der Gira X1 App erlaubt eine präzise und intuitive Steuerung von Funktionen wie der Raumtemperatur oder der Beschattung mit Außenjalousien. Die Bewohner können in der App übergreifende Szenarien, Zeitprogramme oder Automatisierungen mit jeweils mehreren Funktionen selbst anlegen (Foto: Gira, Ulrich Beuttenmüller).

 


BILDERGALERIE - Bitte klicken Sie zur Großansicht auf die Bilder:

Smarthome-Experten

Systeme

Daten & Fakten zum Haus

Objekt: Aus- und Umbau des ehem. Heubodens einer Scheune (Bj 1870)

Wohnfläche: 360 m+ 97 m2 Balkon und Terasse

Bauweise: Außenwände in Holzständerbauweise mit zusätzlicher 60 mm Installationseben, Dämmung mit Holzwolle. Außen hinterlüftete Lärchenholzschalung. Dach mit 200 mm Dämmung, mit Trapezblech verkleidet

Haustechnik: Holzschnitzel-Heizungsanlage mit Fußbodenheizung, Wärmeabfuhr von Gefrierschrank und Wein-Kühlschrank ins Untergeschoss. Gira Video-Türsprechanlage, Sonos Multiroomsystem

steuerbare Systeme:
Smarthome-Technik mit KNX-Businstallation, steuerbar/programmierbar mit Gira X1, steuert LED-Beleuchtung (Farbsteuerung, Dimmen), Beschattung mit Jalousien, Raumwärme, überwacht Zustände und steuert Betrieb der
Heizungsanlage, Fensterüberwachung. Sonos-Steuerung über X1, www.gira.de

Expertensuche

Fachbetriebe zum Thema in Ihrer Nähe

 

Das könnte Sie auch interessieren

Im Smart Home ist das Thema Datensicherheit wichtig. Das Fernzugriffsmodul Gira S1 garantiert Nutzern, sich von unterwegs einfach und absolut sicher mit ihrem KNX Smart Home zu verbinden. Der Grund: Die Kommunikation wird zuverlässig verschlüsselt.
Noch bessere Performance: PEAKnx, Hersteller von Haus- und Gebäudeautomatisierung aus Darmstadt, stellt die neuste Generation seines Touch-Panels Controlpro vor. 
Der Gira G1 ist ein echtes Multitalent. Denn mit diesem Raumbediengerät lässt sich die gesamte Gebäudetechnik zentral und komfortabel regeln. Über das Multitouch-Display können alle Funktionen intuitiv per Fingertipp oder Geste bedient werden.