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6 smarte Tipps für das optimale Home Office

21.03.2020

Arbeiten Sie auch gerade wegen des Coronavirus im Home Office? Damit Sie dabei nicht im Kabelsalat versinken oder sich dem (Brand-)Risiko überlasteter Mehrfachsteckdosen aussetzen, haben wir ein paar praktische Tipps für die Ausstattung des heimischen Arbeitsplatzes. 

Die Zahl der Heimarbeiter ist zurzeit so hoch wie nie zuvor. Doch auch unabhängig von der aktuellen COVID19 Corona Pandemie wird Arbeiten im Home-Office immer beliebter und ist überaus sinnvoll. Nicht immer, aber immer mal wieder: Der Weg zum Arbeitsplatz entfällt, und damit Zeit und Ressourcen für den Transport. Arbeit und Privatleben lassen sich eher vereinbaren, wobei Eltern während des Heim-Arbeitstages bisweilen auch ihr Büro zurück wünschen würden. Doch wie auch immer: Wer zu Hause arbeitet, sollte sich den Arbeitsplatz optimal einrichten. Dazu haben wir einige Tipps gesammelt.

Die richtige Ausstattung im Home-Office

Der Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden kann von einer kleinen Schreibtischecke im Wohnbereich bis hin zu einem kompletten Büroraum reichen. In der Regel gilt: Wer zu Hause arbeitet, ist mit einigen elektronischen Geräte ausgestattet. Dazu gehören nicht nur Computer, Monitor, Telefon und Drucker, sondern auch die Schreibtischlampe, diverse mobile Endgeräte wie Smartphone und Tablet. Richten Sie Ihren Arbeitsplatz so ein, dass alle Geräte Platz haben und Sie ähnlich bequem sitzen wie im echten Büro. Ein Notebook auf einem zu niederen Tisch etwa kann schnell zu Verspannungen führen, weil man sich davor unwillkürlich zusammenrollt. Eine externe Tastatur und Maus sowie eine Unterlage, um den Bildschirm höher zu stellen, helfen hier Wunder. Das können auch einfach ein paar Bücher aus dem Regal sein.

Stabil online in jedem Zimmer

Nicht immer ist das eigene Zuhause als Ort für digitales Arbeiten perfekt geeignet: Oft ist das Heimnetz oder der DSL-Anschluss zu schwach für Videokonferenzen mit den Kollegen. Besonders häufig, wenn man den Arbeitsplatz im Esszimmer einrichten: Das WLAN reicht nicht bis hierher. Wenn Netzwerkanschlüsse fehlen und zudem Decken und Wände den WLAN-Empfang massiv ausbremsen, dann sind praktische Hilfen gefragt. Abhilfe schafft hier etwa die Powerline-Technologie. Sie nutzt die Stromleitung als Datenkabel und bringt so das Internetsignal an jede Steckdose des Hauses.

Moderne Powerline-Adapter mit LAN- und WLAN-Funktion bieten heute viele Funktionen. Stichwort: Mesh-Technologie. Dabei wird das Internetsignal über einen zentralen Powerline-Verteiler beim Internetanschluss ins gesamte Haus verteilt. In jedem Raum lässt sic hdann ein Pwerline-WLAN-Umsetzer installieren. Geräte mit WLAN Anschluss verbinden sich dann automatisch stets mit dem stärksten WLAN-Hotspot. Der Wechsel zwischen zwei oder mehr Zugangspunkten geht obendrein automatisch vonstatten, wenn Sie bei der Online-Konferenz von Zimmer zu Zimmer gehen. Kurz noch Mails in der Küche checken, während man das Abendessen vorbereitet? Kein Problem!

Devolo
Die Adapter der Reihe Devolo Magic 2 LAN triple über gleich drei Gigabit-Anschlüsse. Die Geräte lassen sich problemlos in ein Powerline-Netzwerk integrieren, das aus Magic-Produkten besteht (Foto: Devolo).

Kabelsalat vermeiden

Um alle Geräte möglichst gut erreichen zu können, empfiehlt sich die Installation eines Brüstungskanals für mehrere Steckdosen, Telefon- und Netzwerkanschluss. Hier können alle Anschlüsse genau an der Stelle angebracht werden, an der sie benötigt werden. So liegt das Kabel für das Telefon beispielsweise nicht quer durch das ganze Zimmer, sondern führt direkt in die Anschlussdose im Brüstungskanal – genau dort, wo das Gerät stehen soll.

Im Home Office ist nicht nur eine ausreichende Anzahl an Steckdosen, sondern auch die Art der Steckdose entscheidend. Spezielle USB-Steckdosen laden beispielsweise Smartphone, Tablet oder Fotokamera schnell und einfach auf, ohne dass hässliche Steckernetzteile die Optik verschandeln. Es gibt mittlerweile kombinierte Schuko- und USB-Steckdosen, mit denen sich in einer Installationsdose mehrere Stromversorgung kombinieren lassen.  Und auch Laptops oder Beamer können über extra VGA-Steckdosen unkompliziert angeschlossen werden. Das ist praktisch, erleichtert die Bedienung und macht dem Kabelwirrwarr ein Ende.

Steckdose Merten by Schneider Electric
Mit der SCHUKO-Steckdose mit integriertem USB Ladegerät von Merten hat die Suche nach geeigneten Lademöglichkeiten für Smartphone, Tablet und Co ein Ende: Das USB 2.0 Ladegerät ermöglicht das gleichzeitige Aufladen von zwei USB-Geräten – ganz ohne zusätzliches Netzteil. Der integrierte erhöhte Berührungsschutz sorgt für optimale Sicherheit und fungiert zugleich als Kinderschutz (Foto: Schneider Electric). 

Energie sparen mit Smarthome-Technik

Computer, Drucker, Monitor ziehen oft dauerhaft ein bisschen Strom. Wer obendrein eine Netzwerkfestplatte für Arbeitsdaten nutzt, der wird am Ende des Jahres durchaus eine Steigerung der Stromrechnung feststellen. Nach Feierabend und über Nacht können Sie diese Geräte getrost vom Netz nehmen. Dafür sind WLAN- oder Smarthome-Zwischenstecker optimal. Zur Fritzbox gibt es die aus dem Fritzbox Smarthome-Sortiment von AVM. Apple Nutzer sind mit den Homekit-Lösungen von Eve Systems oder Fibaro ohne weitere Zusatzhardware fertig ausgestattet. Völlig Systemunabhängig funktionieren WLAM-Zwischenstecker wie etwa aus dem Hama WiFi Smart Home Sortiment

Mit all diesen Lösungen lassen sich Zeitpläne programmieren, wann das Equipment ausgeschaltet werden soll, oder das Equipment zentral über einen Taster oder die zugehörige App ein- und ausschalten. Weitere Smarthome-Zentralen und Gateways sind dabei nicht notwendig. Wer bereits ein Smarthome-System besitzt, der kann natürlich auch eine Schalt-Steckdose aus dessen Sortiment nutzen, um das Arbeite-Equipment in den Feierabend zu entlassen.

Sicher auf Firmendaten zugreifen

Für den Zugriff auf geschützte Firmendaten empfiehlt sich eine VPN-Verbindung („Virtual Private Network“). Innerhalb eines VPN-Netzwerks werden Daten wie in einem lokalen Netzwerk übertragen. Man kann auf sämtliche, eigentlich „lokale“ Dateien und Ordner zugreifen. So kann für die Arbeit notwendige Software genutzt oder intern telefoniert werden – die kurze Durchwahl des Kollegen, der sonst im Nachbarbüro sitzt, funktioniert dann auch zu Hause. Das ist praktisch und spart obendrein etwaige Kosten für Rufumleitungen.

Ist beim Arbeitgeber eine Fritz!Box im Einsatz, kann die Verbindung zum Firmen-VPN entweder durch die eigene Fritz!Box oder von für die Arbeit benötigten Geräten direkt aufgebaut werden. Falls die beruflich genutzte Internetverbindung separat abgerechnet werden muss, kann die Fritz!Box mittels „PPPoE-Passthrough“ sogar eine zweite Internetverbindung auf der gleichen Leitung aufbauen. Viele Firmennetzwerke bieten aber auch VPN-Verbindungen über eigene Anbieter solcher Virtueller Privater Netzwerk. Die werden dann meist auf dem jeweiligen Computer eingerichtet und „Tunneln“ den Datenverkehr vom einzelnen Computer in das Firmen-Netzwerk.

Fritz!Box
Beinhaltet die berufliche Tätigkeit darüber hinaus auch das häufige Telefonieren mit Kunden, Geschäftspartnern und Kollegen, freut man sich über lange Akkulaufzeiten. Das Fritz!Fon C6 hält mühelos einen ganzen Tag lang durch (AVM).

Videokonferenz statt Besprechungsraum

Wer im Team in vielen Homeoffices arbeitet, der wird schnell den Komfort von Video- oder Audiokonferenzen zu schätzen wissen. Firmen haben dafür in der Regel eigene, professionelle Lösungen. Wer auch privat Videochats mit mehreren Menschen führen möchte, etwa mit den Eltern oder Großeltern, der kann auf eine Reihe kostenloser Lösungen zurück greifen. Der Microsoft-Dienst Skype etwa bietet kostenlose Online-Videokonferenzen für bis zu 10 Personen. Voraussetzung ist allerdings die Anmeldung aller Teilnehmenden mit einem Nutzerkonto beim Windows- und Office-Konzern Microsoft.

Wer lieber ganz anonym per Video konferiert, für den bietet sich die Open-Source-Plattform Jitsi oder eine ihrer Nutzer-Communities wie etwa auf Golem.de an. Hier kann jeder Teilnehmende ohne spezielle Anmeldung einen Chatraum einrichten und dessen Link an seine Lieben versenden. Die Teilnehmer verbinden sich entweder per Internet-Browser oder über die zugehörige Jitsu-App auf dem Smartphone oder Tablet mit der Konferenz. So geht Familien- oder Verinstreffen in den Zeiten von Social Distancing. Und danach weiterhin. Denn Distanzen gilt es auch in Zeiten ohne weltweite Pandemie tagtäglich zu überbrücken. Häufig ist der virtuelle Video-Kontakt von Mensch zu Mensch dabei ein echter Gewinn.

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