Unabhängig vom Stromanbieter dank Smarthome

Bis 85 Prozent autark durch Smarthome und Energiemanagement

27.02.2018

Mit einer intelligenten Heimsteuerung kann jedes Wetter für ein effizientes Energiemanagement genutzt werden. Auch Elektroautos leisten ihren Beitrag im Eigenheim.


Schritt 3: Das sollten Sie tun, um einen Eigenverbrauchsanteil von 85 Prozent zu erreichen:

  • Elektrofahrzeuge, die Strom abnehmen und einspeisen
  • Elektro-Wärmepumpen in Verbindung mit Heizwasserpufferspeicher
  • intelligente Heimsteuerung durch ein Smarthome-System

Um auf Eigenverbrauchsanteile bis zu etwa 85 Prozent zu kommen, sind zusätzliche Strategien notwendig. Dazu gehören Elektrofahrzeuge, die gleichzeitig als Speicher und Verbraucher für den selbst produzierten Strom fungieren. In Niedrigenergiehäusern bietet sich auch der Einsatz von Elektro-Wärmepumpen in Verbindung mit einem Heizwasserpufferspeicher an. Die Wärmepumpe kann zusätzlich zu einer Hausbatterie oder dem E-Auto überschüssigen Solarstrom in Wärmeenergie im Warmwasserspeicher zwischenlagern. Voraussetzung dafür ist jedoch ein spezielles Regelgerät, ein Energiemanagement- oder Smarthome-System, welches das Solarstromangebot mit dem Wärmepumpenbetrieb intelligent verknüpft.

Solarstrom-Energie-Management
Immer öfter werden Elektro-Wärmepumpen sowie Wohnungslüftungssysteme in das Solarstrom-Energie- und Smarthome-Management integriert. Foto: viessmann

Das Smarthome optimiert den natürlichen Wärmeertrag

Um gerade im Winter eine möglichst hohe Autarkie zu erreichen, ist der Einsatz eines Smarthome-Systems sehr wertvoll – und zwar nicht nur mit Blick auf den Stromverbrauch. Es übernimmt auch die intelligente Steuerung und energetische Optimierung des gesamten Heizsystems, vom Wärmerzeuger bis zu den Raumheizflächen. So könnte beispielsweise an einem Winter-Nachmittag die Raumtemperatur im Wohnbereich, trotz Abwesenheitseinstellung, bereits früher und deutlich höher als eingestellt aufgeheizt werden, um so den aktuellen Solarstromüberschuss zeitnah zu nutzen. Oder das Smarthome-System öffnet nach einer Niederschlagsphase ohne Solarstrom-Ertrag die Rollläden komplett, damit die Sonnenwärme die Räume erwärmen kann.

Zur Verringerung des Heizenergieverbrauchs trägt zudem ein smart gesteuertes Wohnungslüftungssystem mit Wärmerückgewinnung bei, das sich ganzjährig mit Solarstrom betreiben lässt. Komfortabler Nebeneffekt der Lüftungs- und Wärmepumpentechnik: An heißen Tagen lassen sich die Aggregate mit Solarstromüberschüssen zum kostenfreien Abkühlen der Wohnräume nutzen.

Energieverteilung
Immer mehr Heiztechnikhersteller bieten Energiemanagement-Software an, welche die aktuelle Energieverteilung und -bilanz des Gesamtsystems anzeigt. Bild: buderus
Energiebilanz
Energiebilanz in der Betrachtung über das gesamte Jahr. Bild: Buderus

Hier geht's weiter:


Expertensuche

Fachbetriebe zum Thema in Ihrer Nähe

 

Das könnte Sie auch interessieren

Ein Energiespeicher für die Photovoltaik-Anlage muss vor allem passend für das Eigenheim sein. Hier eine Auswahl an aktuellen Modellen:
Strom einfach teilen: Dank Cloud-Communities wird der eigene Batteriespeicher Teil eines großen virtuellen Stromspeichernetzes.
Ein leistungsfähiger Batteriespeicher kann Schwankungen der Photovoltaik-Anlage ausgleichen. Am besten eignen sich Lithium-Ionen-Speichersysteme.