Slider_Saug-/Wischroboter Ecovacs Deebot Ozmo 950

Test: Zwei vernetzte Wisch- und Saugroboter

09.12.2019

Der Saugroboter Roborock S6 und der Ecovacs Deebot Ozmo 950 sind die Topmodelle ihrer Hersteller und bieten eine ganze Reihe smarter Funkionen. Bei welchem der Beiden lohnt sich der Kauf?

Saugrobter sind so etwas wie der letzte Schrei unter den technischen Haugeistern. Sie saugen die Wohnung automatisch nach Zeitplan oder, sobald der letzte Bewohner das Haus verlassen hat. Wir haben zwei aktuelle Modelle unter die Lupe genommen.

Xiaomi Roborock S6

Der Roborock S6 ist das Topmodell unter den Saug-/Wischrobotern des chinesischen Herstellers Xiaomi. Er kostet etwas mehr als 500 Euro und ist in vielen Onlineshops sowie auch mal in Supermärkten zu haben. Eines kann man getrost vorwegnehmen: Seine Hauptaufgabe, das automatische Saugen der Wohnung, erledigt er sehr zufriedenstellend. Im Hundehaushalt des Testers lohnt es sich durchaus, den smarten Hausgeist alle zwei bis drei Tage durch die wichtigsten Räume zu schicken. Dabei saugte er Staub-, Hundehaare und sonstigen feinen Dreck zuverlässig weg und ließ sich weder durch Teppichfransen noch durch kleinere Hindernisse aufhalten. Nur eine knapp zwei Zentimeter hohe Türschwelle hielt ihn auf – wie jeden anderen Saugroboter vor ihm. Hier kam er nur über eine selbstgebaute kleinen Rampe hoch.


Lesetipp: Botvac D7 im Test: Wie gut putzt ein Saugroboter?


Nicht zu vergessen: Nach jedem Durchgang muss die kleine Staubkammer geleert werden. Alternativ kann der Roborock S6 auch feucht wischen. Dafür kann man ihm in der App im akkurat aufgezeichneten Grundriss sagen, wo in der Wohnung Teppiche liege und er folglich mit angeschnalltem Mini-Wassertank und Putzlappen fern bleiben soll. Der Meister-Propper-Effekt der Wischfunktion hält sich allerdings in Grenzen, da der angehängte Lappen unterwegs nicht ausgewaschen wird und auch nur sehr wenig Wischwasser abbekam. 

Roborock S6
Während der Roborock S6 Ihr Haus reinigt, können Sie sich entspannen (Foto: Xiaomi). 

Bis der Roborock so weit kam, war es allerdings ein weiter Weg. Im Heimnetzwerk des Testers wollte er sich einfach nicht anmelden. Hinweise auf die Kompatibilität nur mit 2,4 MHz WLAN (5 MHz WLAN ausschalten!) wurden beachtet, dennoch kam nach jedem Anmeldeversuch eine Fehlermeldung. Und wenn er mal eine Verbindung aufbaute, war sie spätestens am nächsten Tag wieder weg. Bis ein weiterer, klitzekleiner Hinweis im Xiaomi-Nutzerforum die Rettung brachte: Er mag keine Sonderzeichen im WLAN-Namen. Gesagt, geändert – jetzt lief alles wie am Schnürchen. Nur doof, wenn bereits gefühlte 283 weitere Geräte mit eben einem WLAN namens „Fritz!box“ verbunden sind. Nach dem Umbenennen der WLAN-Zentrale müssen alle verbundenen Geräte neu gekoppelt werden. Diesen Aufwand wollte keiner der Tester eingehen, zumal die Wischfunktion nicht ganz den Erwartungen entsprach. Danke und auf Wiedersehen, Roborock S6. 
DiH Intelligenzquotient: 90.

Ecovacs Depot Ozmo 950

Mit dem Ecovacs Deebot Ozmo 950 durfte ein zweiter Saug-/Wisch-Roboter zum Probereinigen in der DiH-Redaktion antreten. Er ist mit rund 600 Euro etwas teurer als der Roborock S6, bietet aber auch mehr Zubehör und Funktionen. Neben der für Saugroboter typischen Saug-Bürste kann er Verschmutzungen auch direkt ansaugen. Das ist etwa bei Tierhaaren besser, da sich dann keine rotierende Mechanik durch die Fasern verklemmen kann. Optisch ist der Deebot ähnlich aufgebaut wie der Roborock, abgesehen von einer zweiten Besen-Spinne, die Schmutz seitlich entlang des Fahrweges in Richtung zur Saugdüse kehrt.

 

Ecovacs Deebot Ozmo 959
Der Saugroboter Ecovacs Deebot Ozmo 950 überzeugt mit seiner 2-in-1 Saug- und Wischfunktion (Foto: Ecovacs).

Die Netzwerkanmeldung klappte mit dem Deebot auf Anhieb und völlig unproblematisch (trotz Fritz!box mit Sonderzeichen). Im Saugbetrieb war er eine Spur schneller, aber ähnlich gründlich wie der Konkurrent. Seine Wischfunktion war indes klar besser: Aus dem größeren Wassertank bekam das Wischtuch mehr Wischwasser ab und moppte den glatten Boden so sichtbar sauberer. Plus: In der App lässt sich die Wasser-dosierung in mehreren Schritten regeln. A propos App: Die ist bei dem Deebot ebenfalls übersichtlicher und bietet mehr Möglichkeiten zur Feineinstellung verschiedener Reinigungs-Parameter. Fazit: Der Deebot ist zunächst einmal als Putzkraft eingestellt.
IQ-Wert: 105.


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Systeme

Der DiH Intelligenzquotient

Wie schlau sind smarte Produkte wirklich?

IQ-Wertung

„Das intelligente Haus“ bewertet Produkte, die in der Redaktion praktisch ausprobiert wurden oder für längere Zeit in Gebrauch sind, ab sofort mit einem Intelligenzquotient. Die Wertung orientiert sich an der Methode von Intelligenztests: Ein DiH-IQ von 100 entspricht dem Durchschnitt. Das Produkt tut, was es verspricht und macht dabei keine Fehler. Für Extras wie eine besonders pfiffige Benutzerführung, eine überdurchschnittlich offene Vernetzung mit anderen Systemen oder ein besonders hochwertiges Design gibt's Pluspunkte bis hin zur „Hochbegabung“. Bei Fehlern und Mängel sinkt der IQ. Zu beachten ist, dass sich vernetzte Produkte durch Updates oft weiter entwickeln – bezogen auf die Wertung bedeutet das: Sie können dazu lernen und so ihren IQ steigern. Steigt das allgemeine Niveau auf dem Markt, dann wächst auch die Anforderung an einen durchschnittlichen IQ – wie im realen Intelligenztest. 

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