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Messen & Melden

30.08.2016

Intelligente Steuersysteme bestehen aus einer Vielzahl von Komponenten, die zentral gesteuert werden. Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit ist das Erfassen und Weiterleiten von Informationen an die Zentrale. Diese Aufgabe übernehmen Sensoren. Sie verarbeiten eine Menge von Daten und sorgen für Komfort und Sicherheit.

Die Idee des intelligenten Hauses ist, den Bewohner zu entlasten und seinen Wohnkomfort zu erhöhen. Zu diesem Zweck sollen möglichst viele Abläufe automatisch vonstattengehen, sodass sich der Hausbesitzer dann um viele Dinge nicht mehr kümmern muss, die er aber auf Wunsch jederzeit manuell beeinflussen kann. Beispiel: Ab einer gewissen Windstärke
fährt die Markise ein, damit diese und ihre Umgebung nicht beschädigt wird. Ist ein Bewohner zu Hause und möchte, dass die Markise ausgefahren bleibt, kann er dies jederzeit per Steuerbefehl veranlassen.

Arbeitsteilung im Smarthome

Damit so ein System reibungslos funktioniert, müssen die einzelnen Rädchen des smarten Getriebes reibungslos ineinandergreifen. Es müssen Daten erfasst und an die Steuerzentrale weitergeleitet werden. Dort müssen die Informationen ausgewertet, in Steuerbefehle umgesetzt und an die ausführenden Organe (Aktoren) weitergegeben werden.

Für das Messen und Weiterleiten von Daten sind Sensoren verantwortlich. In der Industrie 4.0 sind sie für die beschleunigte Automatisierung von Produktionsprozessen zuständig. Auch beim assistierten Fahren leisten sie wertvolle Hilfe, etwa beim Einparken. Im intelligenten Zuhause sind Sensoren praktisch „Mädchen für alles“. Sie erfassen Bewegungen, Erschütterungen, Licht- und Windstärke, den CO2-Gehalt der Raumluft und vieles mehr. Ein Bewegungsmelder ist zum Beispiel so ein Sensor. Ist ein Haus im Innern mit ihnen ausgestattet, so löst die Anwesenheit eines Bewohners – je nach Tageszeit und Lichtverhältnissen – das Angehen einer Leuchte aus. Der Sensor meldet die Bewegung an die Zentrale, und diese gibt einen Befehl an die entsprechend programmierten Leuchten weiter. Das ist nicht nur komfortabel, sondern im Idealfall auch energieeffizient. Denn wenn der Bewegungsmelder über einen bestimmten Zeitraum keine Anwesenheit mehr registriert, schaltet sich das Licht wieder aus.

Lebensrettende Funktion

Über Komfort und Energieeffizienz hinaus erhöhen Sensoren die Sicherheit im eigenen Haus. Rauchwarnmelder können im Ernstfall sogar Leben retten, wenn Rauchgase entstehen, während die Bewohner schlafen. Sie werden dann von einem schrillen Ton geweckt. In einem smarten Haus werden bei entsprechender Programmierung zusätzlich die Fluchtwege gesichert. Das kann so aussehen, dass dann bestimmte Leuchten angehen und die Rollläden hochfahren. Auch in puncto Einbruchsicherheit leisten Sensoren wertvolle Hilfe. Bewegungsmelder und Kameras im Außen- und Innenbereich sind mit ihnen ausgestattet. Ebenso können Fenstersensoren bei untypischer Erschütterung oder Glasbruch ein Alarmsignal auslösen.

Wasser stop!

Relativ häufig sind Schäden durch Wasser, etwa durch Rohrbruch, defekte Rücklaufventile oder eine falsch angeschlossene Waschmaschine. Panasonic bietet für diese Fälle ein Sicherheitspaket zusammen mit dem 24/7-Notfallservice der Allianz Global Assistance (AGA) an. Registriert ein Panasonic-Smarthome-Sensor beispielsweise einen Wasserschaden, sendet er diese Information via App an das Smartphone des Bewohners. Gleichzeitig wird die Sirene im Innenraum ausgelöst und auch das Allianz Assist-Team der AGA wird informiert. Deren Notfallservice benachrichtigt die zuvor festgelegten Kontaktpersonen und leitet notwendige Schritte ein, um größere Schäden zu verhindern. Zu den Erstsicherungsmaßnahmen der AGA zählt zudem die Beauftragung eines Handwerkers, um z. B. weiteren Wasseraustritt zu unterbinden und Leitungsschäden einzudämmen.

Interessante Sensoren-Anwendungen finden Sie auf unten in de Bildergalerie.


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Systeme

Steuern mit Sprache und Gesten

„Die Küche ist der Raum im Haus, in dem viel gearbeitet wird und wo häufig viele Arbeitsschritte und Geräte gleichzeitig durchgeführt und bedient werden müssen. Deshalb ist dies auch der Ort, wo eine Vernetzung der verschiedenen Geräte besonders sinnvoll ist“, betont Martin Vesper, Chef der Firma Digitalstrom. "Durch freies Sprechen im Raum lassen sich gesamte Abläufe steuern, und die Küche kann durch Videoerkennung verstehen, welcher Arbeitsschritt gerade erledigt werden soll.“ Auf diese Weise soll das Smarthome auch als Wohn-Konzept für den demografischen Wandel tauen, so Vesper. 

Digitalstrom Sprachsteuerung
Für Menschen mit Handicap – oder auch Hobbyköche mit glitschigen Händen – können per Sprache übermittelte und automatisch ausgeführte Wünsche Gold wert sein. 

 

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