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Planen und Rechnen: Das kostet ein Smarthome

19.08.2019

Im Experteninterview erklärt Christian Weinard von Hager, wie man dank eines praktischen Online-Tools in nur wenigen Schritten eine übersichtliche Kostenaufstellung für die eigene Smarthome und Elektroausrüstung erhält.

Was kostet ein Smarthome? Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen. Sicherlich lässt sie sich nicht mal „einfach so“ beantworten, doch die Firma Hager bringt mit ihrem Elektrokosten-Guide jetzt Orientierung in den Preisdschungel. Wie das Tool funktioniert und was es so intuitiv, transparent und realistisch macht, erklärt Christian Weinard, Marktmanager im Bereich Sicherheitslösungen von Hager, im Interview.

Christian Weinard
Christian Weinard, Marktmanager im Bereich Sicherheitslösungen von Hager.

Einsteiger-Infos: 7 Tipps für die perfekte Smarthome-Planung


Sich den Traum vom Smarthome zu erfüllen oder sein bestehendes Zuhause mit innovativen Elektroinstallationen zu erweitern, bedeutet finanziellen Aufwand. Welche Kosten sollten dabei einkalkuliert werden und wie setzen sich diese zusammen?

C. Weinard: Die Kosten für ein Smarthome variieren je nach Art und Umfang der Ausstattung. Für mehr Übersicht hält die Ratgeberseite www.das-intelligente-zuhause.de von Hager mit dem Elektrokosten-Guide (EKG) ein sehr hilfreiches Online-Tool bereit, das abhängig vom gewünschten Ausstattungsgrad und der Hausgröße konkrete Preisbeispiele berechnet. Dabei beruhen die aufgeführten Zahlen auf realen Grundrissen und echten Planungsdaten eines Elektrohandwerkers in Zusammenarbeit mit einem Architekten. Das heißt, es wurden reale Projekte mit verschiedenen Ausstattungsvarianten kalkuliert und die durchschnittlichen Material- und Lohnkosten angesetzt. Es handelt sich also um die tatsächlichen Kosten eines Elektrohandwerksbetriebs und nicht nur um geschätzte Circa-Angaben. Trotzdem müssen natürlich regionale Preisunterschiede beachtet werden.

Wie funktioniert der Elektrokosten-Guide (EKG)? Welche Parameter können wir auswählen, die in die Berechnung miteinfließen?

C. Weinard: Mit dem EKG gelangt man verständlich und intuitiv in nur zwei Schritten zu einem individuellen und ausführlichen Preisbeispiel. Zunächst wird ein bestimmter Ausstattungstyp (z. B. „pragmatisch“ oder „komfortabel“) gewählt. Ist eine Entscheidung getroffen, werden im zweiten Schritt verschiedene Haustypen der Größen S (5 Zimmer, 120 qm), M (8 Zimmer, 170 qm) oder L (8 Zimmer, 275 qm) vorgeschlagen. Letztlich gelangt der Nutzer zu einem Planungsbeispiel, das anhand von Grundrissen, Bau- und Elektroplanungen eine ungefähre Summe ermittelt.

Der Guide unterstützt uns also bei der ersten Kostenschätzung und ermittelt einen groben Richtwert. Fließen auch festgelegte Normen und Sicherheitsstandards in die Berechnung mit ein?

C. Weinard: Es gibt für jeden Raum eines Hauses exakte Vorgaben hinsichtlich der Elektroinstallation. Daran orientiert sich ebenso die elektrotechnische Ausstattung, die im EKG erstellt wird. Sie ist in Anlehnung an die entsprechenden DIN-Normen und der daraus abgeleiteten Empfehlung der HEA (Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendungen e.V.) entwickelt worden. Diese beschreibt allgemeine Planungsgrundlagen für eine gute Elektroinstallation sowie deren fachgerechte Ausführung. Die DIN 18015 hingegen gibt vor, wie viele Steckdosen, Beleuchtungsauslässe oder Netzwerkanschlüsse je nach Ausstattungstyp in einem Raum gewisser Größe und Funktion zu installieren sind.

Das Preisbeispiel steht nun, ebenfalls die Wahl der Smarthome-Einrichtung – wie geht es weiter?

C. Weinard: Am Ende der Kalkulation erhält der Nutzer sein individuelles Preisbeispiel. Es liefert einen genauen Überblick über Ausstattungstyp, Hausgröße und (optionale) technische Einrichtungen. Über die Eingabe der Postleitzahl lässt sich dann schnell und unkompliziert ein Fachmann in der Nähe finden. Dieser hilft in einem persönlichen Gespräch bei der genauen Planung und klärt zudem über die exakten Kosten auf.


Mehr Online-Tools für die Smarthome-Planung:

Systeme

KfW-Förderung für Smarthome:

Für Elektroinstallationen und Smarthome-Ausrüstung stehen Fördermöglichkeiten zur Verfügung, die Bauherren finanziell entlasten. So werden alle Baumaßnahmen, die Sicherheit, Komfort und Energieeffizienz erhöhen, von der KfW gefördert. Auch bestimmte Smarthome Produkte können damit bezuschusst werden. Beispielsweise belohnt die KfW einbruchhemmende Maßnahmen im Zuge einer Modernisierung wie etwa Türkommunikationssysteme, Beleuchtungssysteme oder eine automatische Jalousiesteuerung – mit bis zu 1.600 Euro Investitionszuschuss.

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