Sonne und Cloud Slider

Sonne und Cloud intelligent nutzen

07.06.2019

Scheint die Sonne, steigt die Stimmung – erst recht, wenn Gratis-Energie aus einer Photovoltaik-Anlage vom eigenen Dach die Waschmaschine, den Herd oder den Wasserboiler befeuert. Funktioniert dies vernetzt, dann lässt sich überschüssiger Strom sogar in einer Energie-Cloud parken.

Energie aus der Kraft der Sonne liegt für Hausbesitzer nach wie vor im Trend. Massive Einsparungen am Strombezug vom Energieversorger sind dabei nicht nur in Neubauten möglich. Eine praxisgerechte Photovoltaikinstallation konnten die Algatec Solarwerke hier mit Komponenten der Firma Q Cells aus Bitterfeld realisieren: Auf dem nach Süden ausgerichteten Garagendach und einem Vordach des Hauses der Familie Schulze aus Röderland in Brandenburg wurden 18 PV-Module mit einer Gesamt-Spitzenleistung von 5,6 Kilowatt (kWp) installiert.

Module machen den Unterschied

Das schwarze – und nicht wie sonst häufig üblich bläulich schimmernde – Modul vom Typ Q.Peak Duo BLK-G5 ist laut Guido Jeroch von den Algatec Solarwerken bei Bauherren sehr beliebt: „Da spielt das Aussehen eine ganz wesentliche Rolle. Es ist aber ebenso von der Leistung und Qualität her überzeugend und auch das ist natürlich wichtig“, sagt der Fachmann. In der neuesten Version konnte die Leistung der Module um 20 Prozent gesteigert werden, indem die Verschaltung der Zellen jedes Moduls in zwei Bereiche geteilt wurde. So fließt nur halb so viel  Strom durch jede Leitung, was deren Verluste stark verringert. Auch der Platzbedarf der Leitungen wurde minimiert, sodass diese weniger Fläche benötigen. Unterm Strich sind die Q.Peak Module laut Hersteller so um 20 Prozent effizienter als Standardprodukte.

Praxisgerechte Dimensionen

Die Anlage wurde so konzipiert, dass sie zusammen mit einer 5,5 kWh großen Hausbatterie vom Typ Q Home+ESS-G1 über das Jahr hinweg rund 75 Prozent des Strombedarfs der Familie Schulze abdeckt. Je nach Bedarfsprofil lassen sich PV-Module und der zugehörige Energiespeicher individuell planen. Der hier erreichte Au-tarkiegrad ist im Sinne der Nutzer überaus praxisgerecht: Im Sommer liefert die Anlage keine allzu großen Überschüsse – für die es ohnehin nur eine geringe Einspeisevergütung gibt. Andererseits hält sich die Investition gegenüber den Ersparnissen in Grenzen.

Q Home+ESS-G1
Der Q.Home+ESS-G1 Batteriespeicher ist je nach Kundenbedarf und Anlagengröße in Kapazitäten zwischen 3,6 und 20 Kilowattstunden zu haben. Wechselrichter und Netzwerkschnittstelle sind mit in das kompakte Gerät integriert (Foto: Q Cells).

Besonders effizient wird das Ganze durch das vernetzte Energiemanagement der Q Cells-Anlage. Ein Monitoringprogramm überwacht das System online und erlaubt dem Nutzer, sich jederzeit über die Leistungsdaten seiner Anlage zu informieren. Nebenbei sorgt das Monitoring für Betriebssicherheit: Störungen werden sofort erkannt und können schnell behoben werden.

Monitoring- und Energiemanagementsystem
Anlagenerrichter Guido Jeroch erklärt dem Hausherrn die Funktion des cloudgestützten Monitoring- und Energiemanagementsystems (Foto: Q Cells).   

Vernetztes Energiemanagement

Zudem überwacht und regelt ein integrierter Energiemanager die Nutzung des Stroms. Er sorgt für einer geregelte Ladung und Entladung der Batterie und stellt so eine möglichst hohe Eigenverbrauchsquote sicher. Dafür kann er etwa bei einem großen Solarstromangebot energieintensive Verbraucher einschalten oder Energie effizient vom Tageslicht in die Nacht retten. Letzteres kommt Nutzern wie Frau Schulze entgegen, die im Schichtdienst arbeitet. Durch ihre Arbeitszeiten schöpft sie häufig auch im Sommer die Kapazität der Batterie aus, wenn sie etwa nachts oder frühmorgens den Herd einschaltet.

Komplettiert wird der Service indes im kommenden Jahr. Dann bringt Q Cells ein Cloud-Angebot auf den Markt, das die Strom-Überschüsse im Sommer virtuell im Netz zwischenspeichern und im Winter an den Haushalt des Nutzers zurück liefern kann (siehe rechts).


Mehr zum Thema Energiemanagement:


 

Systeme

Die Q.Home Cloud

Q.Home Cloud

Ab 2019 können Nutzer von Q Cells ihre Photovoltaikanlagen ganz vom normalen Stromtarif abkoppeln. Über die Q.Home Cloud wird ihre Einspeisung im Sommer in einen virtuellen Cloudspeicher über-nommen und mit dem etwaigen Mehr-verbrauch im Winter verrechnet.

Expertensuche

Fachbetriebe zum Thema in Ihrer Nähe

 

Das könnte Sie auch interessieren

Discovergy, führender Komplettanbieter für Smart-Metering, hat das vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizierte Smart-Meter-Gateway von Sagemcom Dr. Neuhaus in seine Software integriert und einen Kooperationsvertrag mit dem Hersteller geschlossen. 
Connectivity wird groß geschrieben beim Marktführer für Elektroinstallationstechnik. Im Jubiläumsjahr 2019 – Busch-Jaeger wird 140 Jahre alt – präsentiert sich das Unternehmen als Spezialist für perfekt vernetzte Systeme rund um das Thema Smart Home.
Fertighäuser lassen wenig Spielraum für eigene Wünsche? Von wegen – dieses individuell geplante Haus erfüllt alle persönlichen Ansprüche von Claudia und Hans Moock. Zwar war Smarthome-Technik zunächst nicht vorgesehen – doch beide wollen sie jetzt nicht mehr missen!