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Sonos Amp Test: Multitalent für Multiroom & Heimkino

13.07.2019

Nachwuchs beim Multiroom-Marktführer Sonos: Der kalifornische Hersteller erweitert sein Portfolio und bringt mit dem neuen Sonos Amp einen vernetzten Verstärker auf den Markt. Erfahren Sie, was der auf dem Kasten hat.

Die Multiroom-Anlagen von Sonos sind eher bekannt für WLAN-Lautsprecher und -Soundbars, weniger für HiFi-Geräte. Bis jetzt, denn seit Frühjahr ist mit dem Sonos Amp für knapp 700 Euro eine erste echte HiFi- und Heimkino-Komponenten des Kalifornischen Herstellers zu haben. Die hat es technisch in sich: Mit seinen Leistungswerten von zwei Mal 125 Watt wurde der Sonos Amp eindeutig für den Betrieb an großen Boxen konzipiert.

Und für fest installierte In-Wall-Lautsprecher. Der In-Wall Lautsprecherspezialist Sonance hat eigens Einbau-Lautsprecher für den Sonos Amp entwickelt, von denen sich bis zu vier Exemplare über einen Kanal verstärken lassen sollen. Das bedeutet: Die Verstärker des Sonos Amp sind für die Versorgung mehrerer parallel angeschlossenen Lautsprecher konzipiert. Oder: Zusätzlich zu den Leistungsangaben bieten die Endstufen eine hohe Laststabilität. 

Heimkino-Amp mit potenten Endstufen

Andererseits ist der Amp ein Heimkino-Verstärker mit Surroundsound. Musik und Filmton empfängt er per HDMI-Kabel über den „Audio Return Channel“ (ARC), den alle Flat-TVs der letzten Jahre bieten. Für ältere Modelle gibt’s einen Adapter zum optischen Digitalausgang. Im Test versorgte der Sonos Amp so zwei Passiv-Boxen (Dynaudio Focus 220) vorn im Raum direkt, für den Rückraum setzten wir zwei Sonos Play 1 WLAN-Lautsprecher ein. Das klingt kompliziert, ist aber binnen weniger Minuten mit der App eingerichtet. Eine Centerbox hat das System nicht. Sie ist auch nicht vorgesehen.

Sonos Amp
Der stylische Verstärker kommt mit Bedienelementen für vor/zurück oder laut/leise sowie einer Play-Pause-Taste aus. Ähnlich übersichtlich ist das Anschlussfeld: Neben dem Cinch- und HDMI-Eingang kommen alle übrigen Soundquellen übers Netzwerk (Foto: Sonos).
Einrichtung des Songs Amp
Die Einrichtung des Sonos Amp verläuft bis zur Verbindung mit den Netzwerk-Rücklautsprechern völlig selbsterklärend. Dank Airplay 2-Funktion lässt sich der Verstärker direkt von der iPhone-Musiksteuerung aus kontrollieren.

Und wie klingt das Ganze? Filmton spontan prima – räumlich einwandfrei und trotz fehlendem Centerkanal mit klar mittig platzierten Dialogen. Einen Tick knackiger könnte der Bass allerdings sein. Dafür gibt es ergänzend noch den Sonos Subwoofer, der sich ebenfalls drahtlos mit dem Sonos Amp verbindet. Der Surroundsound aus den beiden Sonos One im Rückraum war vernehmlich, wirkte aber stets einen Tick zu zurückhaltend. Möglicher Grund: Im Test-Wohnzimmer ließen sie sich nicht optimal platzieren. Sie standen zu nah und tendenziell zu hoch neben den Zuschauern. Die Einrichtungsprozedur in der Sonos-App erlaubt aber keine allzu feine Justage von Boxenabständen und Pegeln. Das ist gerade bei ungünstigen Positionen ein Nachteil.

Musiker mit Streaming-Qualitäten 

Der Sonos Amp integriert sich natürlich nahtlos in jede Sonos-Multiroom-Installation sowie in jedes Wohnzimmer-Rack mit TV und Audio-Video-Zuspielern. Er schaltet sich automatisch an, sobald der TV läuft und steuerte seine Lautstärke fortan beim Fernsehen ganz simpel über die TV-Fernbedienung. Im Musikbetrieb lässt sich der Sonos Amp wie jede andere Komponenten der Marke per App allein oder in Gruppen mit Musikstreams versorgen. Alles selbsterklärend, alles kinderleicht. 

Auch im Musikbetrieb in Stereo klang die Vorstellung des Sonos Amp seidig und fein. Der Amp verhalf den angeschlossenen Boxen so zu einer wirklich feinfühligen Vorstellung mit jedem Musikstil. Doch auch hier könnte etwas mehr Druck und Tiefgang zu spüren sein. Zugegeben, die Dynaudio-Lautsprecher sind ziemlich anspruchsvoll, was Dynamik und Impulsleistung des angeschlossenen Verstärkers angeht. Ach ja: HiFi-Puristen bemängeln, dass der Sonos Amp wie alle seine Marken-Geschwister keine hochauflösenden Musikformate mit besserem Klang als die gute alte Audio CD abspielt. Ob das für den durchschnittlich anspruchsvollen Musikhörer entscheidend ist? Ansichtssache.  

Fazit: So geht Multiroom fürs Wohnzimmer

Die Kombination aus HiFi-/Surround-Verstärker und der genial einfachen Sonos-Musikverteilung ist dagegen über jeden Zweifel erhaben. Ganz persönlich steht im intelligenten Haus deshalb sogar der Kauf des Verstärkers an, denn er bringt die beiden Welten rund um den Fernseher und die zeitgemäße Musikwiedergabe im Haus völlig selbstverständlich zusammen. Wenn man dazu noch bedenkt, dass Sonos-Geräte sich heute über fast jedes Smarthome-System steuern lassen, dann bleiben gerade in einem intelligente Haus eigentlich keine Fragen mehr offen. Außer vielleicht der nach dem Sonos Subwoofer. 


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