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Test: Das smarte Fahrradschloss I Lock It+

10.12.2019

Das Fahrradschloss I Lock It+ öffnet und schließt sich automatisch per Bluetooth – ganz ohne Schlüsselsuche und zeitraubendem Anbringen des Fahrradschlosses. Wie das in der Praxis funktioniert und welche Features das Smartlock noch so auf Lager hat, erfahren Sie hier.

Für Haustüren sind Smartlocks ja schon länger zu haben. Aber am Fahrrad? Na klar! Gerade hier bietet ein smartes Fahrradschloss ganz praktische Features gegen einen möglichen Diebstahl. Das Rahmenschloss von I Lock It+ (Pries: rund 149 Euro) verriegelt sich automatisch, sobald sich der Radler mit seinem Smartphone vom Fahrrad entfernt. Und es entriegelt sich beim Näherkommen wieder, sobald das Smartphone wieder in Bluetooth-Reichweite des Schlosses gelangt. Soweit die Grundfunktion. Doch das Modell „I Lock it+“ hat noch mehr auf dem Kasten.

I Lock It+
Radfahrern soll mit dem smarten I Lock It+ Fahrradschloss das lästige Auf- und Abschließen erspart werden (Foto: DiH-Redaktion).

Sichere Grundfunktion und Alarmsicherung

Die Basisanwendung des smarten Fahrradschlosses – automatisches, motorisches Öffnen und Schließen – klappte im Praxistest zuverlässig und ohne lästiges Warten. Nur selten verhakte sich der Riegel in den Speichen des Testrades, eines Lastenrads mit vielfach bespicktem Hinterrad. Praktisch: Gummi-Befestigungen am Rahmen sorgen dafür, dass das Schloss seinen Riegel in geringem Umfang vor und zurück platzieren kann, um einer etwaigen Speiche im Weg weit gehend auszuweichen. Praktisch: unterschiedliche Quittungstöne bestätigen jeweils das Schließen und Öffnen, so dass man beispielsweise beim Weglaufen auch sicher sein, kann, dass sich das Schloss korrekt verriegelt hat.

Macht sich jemand am verschlossenen Rad zu schaffen, dann schlägt das Schloss Alarm – zunächst mit einem Warnton, kurz darauf, wenn die Bewegung am Rad nicht aufhört, mit nervtötender Lautstärke. Als Ergänzung zum Rahmenschloss bietet der Hersteller ein zusätzliches Schließkabel an, das sich am Rahmenschloss anbringen und verriegeln lässt.  Auch dieses zusätzliche Ringschloss zum Festschließen an Laternen oder Radbügeln ist in die Alarmierung eingebunden. 

I Lock it+ App
Basisfunktionen, Schließ- und Öffnungs-Entfernung, Alarmdetails oder der persönliche Schlüsselcode: Die App regelt alle Einstellungen souverän. (Screenshots: DiH Redaktion)

Das Fahrrad per Einladungs-Mail verleihen

Schließentfernung, Alarm-Pegel und weitere Funktionsdetails lassen sich in der übersichtlichen App einstellen. Um das Fahrrad zu verleihen, verschickt man einfach eine Einladung aus der App an den Entleiher. Der installiert seinerseits die I Lock it-App und kann das Rad dann mit dem Freigabecode entriegeln. Auch wenn das Smartphone mal vergessen wurde, lässt sich das Rad entriegeln. Das funktioniert über eine etwas komplizierte Farbcode-Funktion an der Taste oben am Gehäuse: Sie nimmt nacheinander verschiedene Farben an. Eine zuvor eingestellte Sechsfach-Farbcode-Kombination (z.B. rot - blau - grün - grün - blau - rot) gibt man ein, indem man den farblich changierenden Knopf immer dann drückt, wenn er die entsprechende Farbe zeigt. Das ist umständlich, aber immerhin: Der Radler kann so auch ohne Smartphone weiterfahren. Energie für einige Wochen liefert ein eingebauter Akku, der sich vom Handy-Ladegerät oder aus einer Powerbank nachladen lässt. Wird der so langsam leer, warnt die App rechtzeitig.

Unterm Strich ist das Rahmenschloss ein wirklic hgelungenes smartes Produkt für Alltags-Radler. Am Carbonrenner oder Mountainbike macht es durch sei hohes Gewicht natürlich keinen Sinn, aber für Tourenräder und Pedelecs in der Stadt bietet es einen sicheren Diebstahlschutz, ohne dass das Rad immer und überall angeschlossen werden muss. Gegenüber anderen Rahmenschlössern ist es allerdings etwas schmäler Der üppig dimensionierte Lastenrad-Reifen mit 2,1 Zoll Breite im Bild oben schleifte im Test leicht. Der Hersteller weiß um das Problem und will die nächste Baureihe etwas breiter aufbauen.  DiH Intelligenzquotient: 115.

Systeme

Der DiH Intelligenzquotient

Wie schlau sind smarte Produkte wirklich?

IQ-Wertung

„Das intelligente Haus“ bewertet Produkte, die in der Redaktion praktisch ausprobiert wurden oder für längere Zeit in Gebrauch sind, ab sofort mit einem Intelligenzquotient. Die Wertung orientiert sich an der Methode von Intelligenztests: Ein DiH-IQ von 100 entspricht dem Durchschnitt. Das Produkt tut, was es verspricht und macht dabei keine Fehler. Für Extras wie eine besonders pfiffige Benutzerführung, eine überdurchschnittlich offene Vernetzung mit anderen Systemen oder ein besonders hochwertiges Design gibt's Pluspunkte bis hin zur „Hochbegabung“. Bei Fehlern und Mängel sinkt der IQ. Zu beachten ist, dass sich vernetzte Produkte durch Updates oft weiter entwickeln – bezogen auf die Wertung bedeutet das: Sie können dazu lernen und so ihren IQ steigern. Steigt das allgemeine Niveau auf dem Markt, dann wächst auch die Anforderung an einen durchschnittlichen IQ – wie im realen Intelligenztest. 

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