Slider_Meater+ smartes Fleischthermometer

Test: Das smarte Fleischthermometer Meater+

12.12.2019

So brät jeder den perfekten Weihnachtsbraten: Fleisch-Freunde bekommen mit dem neuen Meater+ ein schlaues Gadget, um jedes Steak und jeden Braten auf den Punkt zu garen. Wir haben die „Brat-Intelligenz“ in der Küche getestet.

Auch die kleinste Küche hat Platz für zehn Zentimeter „Brat-Intelligenz“: Der Meater+ (89 Euro) ist ein angespitzter Metallstab, der sich in jedes Bratenstück oder dickeres Steak stecken lässt. Über zwei Fühler – einer in der Spitze, einer am hinteren Ende – misst er die Umgebungstemperatur im Grill oder Ofen sowie die Kerntemperatur im Fleisch. Den Rest erledigt die per Bluetooth LE gekoppelte Meater-App.

Die App kennt die Garstufen verschiedener Fleisch-Sorten und ermittelt über die Temperaturverhältnisse innen/außen auch die Zeit, die der Braten im Ofen oder die Steaks auf dem Grill noch für die gewünschte Garstufe benötigen. Dafür gibt man zunächst die Fleischsorte ein und wählt dann die gewünschte Garstuufe – Raw, Medium raw, Medium oder Welldone. Wichtig für eine korrekte Funktion ist, dass die Spitze des Meater tatsächlich mitten im Braten steckt.

Brat-Expertise mit viel Geduld am Ende

Der Meater weiß dabei etwa auch, wann das Fleisch fertig ist und wie lange es ruhen sollte, um besonders zart und aromatisch zu schmecken. Dabei lehrt der Meater durchaus Geduld: Kurz vor dem Ereeichen der finalen Kerntemperatur kommt der Befehl „Hitze aus“, woraufhin das dreifach dicke Test-Roastbeef noch fast 10 Minuten in der langsam abkühlenden Pfanne lag und langsam aber sicher vollends durcherhitzte. Diese Geduld bringen viele Hobbyköche von sich aus nicht mit - häufig zulasten eines weniger zarten Steaks oder Bratens ...   

Seine Energie speichert der Meater-Stift in einem kleinen Akku, zum Nachladen steckt man ihn in die zugehörige Holz-Ladeschale, in der ihn eine AAA-Batterie immer wieder auflädt. Der Stift verbindet sich übrigens auc hnicht direkt mit der App. Er sendet seine Braten-Daten in einem eigenen Funkformat an die hölzerne Basisstation. Die wiederum ist per Bluetooth Low Energy (BLE, Bluetooth Smart oder Bluetooth 4.0) mit dem Smartphone gekoppelt. 

Wertiges Gadget für jede noch so kleine Küche

Im Test hat vor allem überzeugt, wie kompakt, präzise und wertig der Meater ist – das erste Smarthome-Gadget für die Besteckschublade!  Die absolut übersichtlich gestaltete App tut ein Übriges zum komfortablen Bratergebnis. Noch besser wäre allenfalls eine hölzerne Basisstation mit eingebautem Akku und USB-Ladefunktion. 

Meater+
Smarter Braten: Das kabellose Fleischthermometer Meater+ lässt sich sowohl im Ofen als auch beim Grillen einsetzen, um Fleisch auf den Punkt genau zuzubereiten (Foto: DiH-Redaktion).

Dennoch: Das Ergebnis des ersten Praxistests, das perfekt rosa gebratene XXL-Steak vom Roastbeef im Bild oben, reichte für die ganze Familie. DiH Intelligenzquotient: 110.

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„Das intelligente Haus“ bewertet Produkte, die in der Redaktion praktisch ausprobiert wurden oder für längere Zeit in Gebrauch sind, ab sofort mit einem Intelligenzquotient. Die Wertung orientiert sich an der Methode von Intelligenztests: Ein DiH-IQ von 100 entspricht dem Durchschnitt. Das Produkt tut, was es verspricht und macht dabei keine Fehler. Für Extras wie eine besonders pfiffige Benutzerführung, eine überdurchschnittlich offene Vernetzung mit anderen Systemen oder ein besonders hochwertiges Design gibt's Pluspunkte bis hin zur „Hochbegabung“. Bei Fehlern und Mängel sinkt der IQ. Zu beachten ist, dass sich vernetzte Produkte durch Updates oft weiter entwickeln – bezogen auf die Wertung bedeutet das: Sie können dazu lernen und so ihren IQ steigern. Steigt das allgemeine Niveau auf dem Markt, dann wächst auch die Anforderung an einen durchschnittlichen IQ – wie im realen Intelligenztest. 

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