Slider_Senic und Gira steuern Philips Hue

Test: Smarter Schalter im Gira-Design für Philips Hue

06.12.2019

Das Berliner Startup Senic hat einen kabellosen Funk-Lichtschalter für das Philips Hue-System im Design des beliebten Gira E2-Schalterprogramms vorgestellt. „Das intelligente Haus“ hat den neuen Schalter getestet – und dabei seinen DiH-IQ ermittelt.

Die Macher von Senic haben sich auf Bedienelemente fürs vernetzte Haus spezialisiert. Als neueste smarte Ergänzung haben die Senid-Entwicker gemeinsam mit Gira  einen „Friends of Hue“ Lichtschalter im Design des beliebten Gira E2-Schalterprogramms herausgebracht.

Das Friends of Hue-Programm ermöglicht es Schalter- und Lampenanbietern seit knapp zwei Jahren, Produkte in ihrem Design mit der schlauen Lichtsteuerung und den Vernetzungsfunktionen von Philips Hue anzubieten. Neben dem Senic-Modell im Gira Design gibt es hierzulande etwa auch schon Friends of Hue-Lichtschalter von Busch-Jaeger.


Mehr über Philips Hue


Im Praxistest konnte das Paket voll überzeugen. Die Doppeltaster in E2-Kunststoffausführung sind in schwarz oder weiß zu haben. Sie kosten je 69 Euro (drei Stück 189 Euro) und bringen alles Notwendige mit: Einen Einzel-Schalterrahmen, Tastereinsätze, das technische Innenleben und Klebepunkte, um sie an der Wand zu befestigen. Wer direkt bei Senic bestellt, bekommt eine Einzel-Tastwippe dazu – falls er nur eine Leuchte schalten möchte. Wer die Hue-kompatiblen Schalter in eine Rahmenstruktur an der Wand einbauen möchte, der kann sie auch in vorhandene Mehrfachrahmen einbauen. Auch in andere Gira Schalterdesigns im 55 Millimeter-Format lassen sich die Taster-Module von Senic umbauen.

Friends of Hue-Lichtschalter
Der „Friends of Hue“ Schalter ermöglicht eine simple Steuerung des gesamten Philips Hue Universums (Foto: Senic). 

Batterielos dank Zigbee-Funkstandard mit Enocean-Technologie

Die Zigbee-Funktaster funktionieren ohne Batterien – dank dem „Energy Harvesting“ von Enocean. Die Energie für die Funktelegramme erzeugt ein Micro-Generator beim Drücken des jeweiligen Tasters. Unabhängig vom Hersteller funktionieren übrigens alle Friends of Hue-Schalter gleich: Man meldet sie in der Philips Hue-App in einem Raum an und ordnet den einzelnen Tastpunkten dann Funktionen zu. Jede Taste kann zwei Aufgaben übernehmen: Durch einen kurzen Druck etwa einschalten und durch längeres Halten heller dimmen, so lange die Taste gedrückt bleibt. Im Test-Raum etwa stellten die Redakteure die beiden oberen Tastpunkte auf die Szenen „Licht voll an“ und „Licht gedimmt zum Fernsehen“. Nachbeten schaltet sic hdas Licht jeweils aus. Beim langen Druck auf den jeweiligen Taster nach oben wurde das Licht heller, nach unten dunkler.

Neben den Funktionen unter Philips Hue lassen sic hdie Taster auch für Funktionen in anderen, mit Hue vernetzten Smarthome-Systemen nutzen. Beispiel Apple Homekit: Hier werden die Friends of Hue-Taster ebenfalls als Schaltpunkte für alle denkbaren Homekit-Funktionen erkannt. Allerdings ist hier nur der kurze Tastendruck hinterlegt. Damit lassen sich aber mögliche weitere Funktionen verbinden, etwa eine Rollladensteuerung, die beim Aktivieren des TV-Lichts den Raum parallel verdunkelt. 

IQ-Wertung
Kein Aufladen, keine Batterie, kein Kabel, dank „Energy Harvesting“ von Enocean (Foto: Senic).

Fazit: Schluss mit den unpassenden Funk-Dimmern! Jetzt lassen sich Szenen mit Hue-Leuchten im Schalterdesign, etwa von Gira, schalten und dimmen. Dank der Vernetzung des Philips Hue Systems mit Homekit, Alexa und vielen weiteren Smarthome-Systemen sind damit noch viel mehr Funktionen schaltbar.  DiH-Intelligezquotient: 110. (siehe Infokkasten)


Lichtsysteme im Praxistest

Systeme

Der DiH Intelligenzquotient

Wie schlau sind smarte Produkte wirklich?

IQ-Wertung

„Das intelligente Haus“ bewertet Produkte, die in der Redaktion praktisch ausprobiert wurden oder für längere Zeit in Gebrauch sind, ab sofort mit einem Intelligenzquotient. Die Wertung orientiert sich an der Methode von Intelligenztests: Ein DiH-IQ von 100 entspricht dem Durchschnitt. Das Produkt tut, was es verspricht und macht dabei keine Fehler. Für Extras wie eine besonders pfiffige Benutzerführung, eine überdurchschnittlich offene Vernetzung mit anderen Systemen oder ein besonders hochwertiges Design gibt's Pluspunkte bis hin zur „Hochbegabung“. Bei Fehlern und Mängel sinkt der IQ. Zu beachten ist, dass sich vernetzte Produkte durch Updates oft weiter entwickeln – bezogen auf die Wertung bedeutet das: Sie können dazu lernen und so ihren IQ steigern. Steigt das allgemeine Niveau auf dem Markt, dann wächst auch die Anforderung an einen durchschnittlichen IQ – wie im realen Intelligenztest. 

Expertensuche

Fachbetriebe zum Thema in Ihrer Nähe

 

Das könnte Sie auch interessieren

Für einen richtigen Wow-Effekt sorgen die jeweils beleuchteten Schalter von Berker und Sockelleisten von Hager. In unterschiedlichen Formen, Lichtstärken und Einstellungen sind sie echte Highlights mit einer außergewöhnlichen Raumwirkung – und sorgen nebenbei für mehr Sicherheit und Komfort.
Strom zählen, Heizung und Licht steuern und schalten sowie eine neue App: AVM hat für die beliebten Fritzbox DSL-Router gleich drei neue Smarthome Komponenten im Programm.
Connectivity wird groß geschrieben beim Marktführer für Elektroinstallationstechnik. Im Jubiläumsjahr 2019 – Busch-Jaeger wird 140 Jahre alt – präsentiert sich das Unternehmen als Spezialist für perfekt vernetzte Systeme rund um das Thema Smart Home.