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Test: Smartes Vorhängeschloss von Igloohome

09.12.2019

Ein Vorhängeschloss, das weder Schlüssel noch eine spezielle App benötigt, um geöffnet zu werden? Klingt zu schön, um wahr zu sein. Doch genau das ist das „Igloohome Padlock“.

Sie wollen Ihren Weinkeller schlau verschließen oder den Fahrrad-Fuhrpark der gesamten Familie mit einer langen Kette sichern, die jeder Berechtigte öffnen kann? Im Sportstudio geht ihnen der Schlüssel für den Spind ständig verloren? Da ist ein smartes Vorhängeschloss die perfekte Lösung. Die Firma Igloohome aus Singapur hat für 109 Euro das vernetzte Vorhängeschloss „Igloohome Padlock“ im Angebot. Das lässt sich elektronisch ohne Schlüssel öffnen – und auch ohne Smartphone. Über seine Zifferntastatur öffnet es sich per Code-Eingabe. Die Zahlencodes dazu werden in der zugehörigen App programmiert und per Bluetooth an das Schloss übertragen. Dabei lassen sich verschiedenen Nutzern unterschiedliche Codes zuweisen. Auch einmalige oder nur zu bestimmten Zeiten gültige Codes sind möglich. So lässt sich etwa das Fahrrad spontan verleihen oder die Gartenhütte tagsüber für die Kehrwochen-Dienstleister öffnen.

Igloohome Padlock
Das Vorhängeschloss von Igloohome sieht auf den ersten Blick vergleichsweise unscheinbar aus. Doch dieser Eindruck täuscht, denn was in dem kleinen Schloss steckt, ist ziemlich smart (Foto: Igloohome).

Strom für etwa ein Jahr bezieht das Schloss über eine CR2 Lithiumbatterie. Ist die trotz Warnung zuvor leer, lässt sich das Padlock per Notstrom aus einer 9V Batterie wiederbeleben. Besser wäre ein langlebiger Akku. Immerhin ist das Schloss sehr robust, die Nutzer- und Code-Verwaltung einfach. Auch Code-Knackereien sind unwahrscheinlich: Das Igloohome-Schloss kann nach einer festgelegten Zahl an Fehlversuchen sperren, bis der Administrator es per App und Bluetooth wieder freischaltet. Und wer es mechanische knacken möchte, der erlebt sein blaues – beziehungsweise nervtötend, aufschreckend lautes – Wunder.  IQ-Wert: 105.

Mit dem selben Prinzip bietet Igloohome übrigens auch eine vernetzte Schlüsselbox an. Die lässt über einen abschließbaren Bügel an ein Geländer oder ein Fenstergitter fixieren. Darin ist Platz für mehrere Haus- oder Wohnungsschlüssel. Das ist das optimale Tool für Ferienwohnungs-Vermieter oder Gemeinschaftsräume mit einer geregelten Nutzerverwaltung.

Igloohome key box
Die Igloohome Keybox ist eine Art smartes Schlüsselkästchen mit Code- oder App-Zugang. (Foto: Igloohome)

Lesetipps: Smarthome – jetzt aber sicher:

Systeme

Der DiH-Intelligenzquotient

Wie schlau sind smarte Produkte wirklich?

IQ-Wertung

„Das intelligente Haus“ bewertet Produkte, die in der Redaktion praktisch ausprobiert wurden oder für längere Zeit in Gebrauch sind, ab sofort mit einem Intelligenzquotient. Die Wertung orientiert sich an der Methode von Intelligenztests: Ein DiH-IQ von 100 entspricht dem Durchschnitt. Das Produkt tut, was es verspricht und macht dabei keine Fehler. Für Extras wie eine besonders pfiffige Benutzerführung, eine überdurchschnittlich offene Vernetzung mit anderen Systemen oder ein besonders hochwertiges Design gibt's Pluspunkte bis hin zur „Hochbegabung“. Bei Fehlern und Mängel sinkt der IQ. Zu beachten ist, dass sich vernetzte Produkte durch Updates oft weiter entwickeln – bezogen auf die Wertung bedeutet das: Sie können dazu lernen und so ihren IQ steigern. Steigt das allgemeine Niveau auf dem Markt, dann wächst auch die Anforderung an einen durchschnittlichen IQ – wie im realen Intelligenztest. 

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