Unabhängig vom Stromanbieter dank Smarthome

Unabhängig vom Stromanbieter dank Smarthome

27.02.2018

Viele Hausbesitzer wollen ihr Eigenheim unabhängig(er) von der öffentlichen Stromversorgung machen. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach ist dafür nur ein erster Schritt. Unverzichtbar sind ergänzend das richtige Smarthome- und Energiemanagement sowie ein passender Batteriespeicher. Wir zeigen, wie Autarkie stufenweise gelingt.

Der Aspekt „Energiesparen“ zählt bei allen Umfragen zu den drei wichtigsten Kaufmotiven für aktuelle und künftige Smarthome-Nutzer. Neben einem geringeren Heizenergieverbrauch bei Öl-, Gas- und Pelletheizungen wollen immer mehr Hausbesitzer nicht nur ihre Energiekosten senken: Sie streben auch eine größere Unabhängigkeit von der öffentlichen Stromversorgung an. Das ist nicht verwunderlich, denn die Strompreise kennen, im Gegensatz zu den Heizöl- und Gas-Preisen, nur eine Richtung: nach oben. Mitte 2017 mussten die Verbraucher durchschnittlich etwa 29,2 Cent für eine Kilowattstunde (kWh) Strom bezahlen – so viel wie noch nie zuvor (zum Vergleich: 2016 waren es 28,7 Cent).

Voraussetzung: Die eigene Photovoltaikanlage

Der Wunsch nach einer möglichst hohen Stromautarkie lässt sich im Eigenheimbereich am einfachsten mit einer Photovoltaikanlage realisieren. Mit ihr können Hausbesitzer umweltfreundlichen Strom erzeugen, selbst nutzen und sich so von künftig weiter steigenden Energiepreisen (teilweise) abkoppeln. Damit eine komplette Solarstrom-Eigenversorgung rein rechnerisch möglich ist, muss die Photovoltaik-Anlage mindestens so groß sein, dass sie den Strombedarf des gesamten Haushalts decken kann. Den gilt es in der Planungsphase zu ermitteln. Die Kenngröße eienr installierten PV-Anlage ist die Nennleistung ihres maximalen Ertrages, angegebene in Kilowatt (kWp - Kilowatt Peak), also die Leistung die sie bei idealen Bedingungen maximal momentan abgeben kann. 


Großer Trendreport: Smarthome 2018 – Energie vernetzt sich


Wieviel Strom kann das eigene Dach liefern?

Als grobe Näherung für den gesamten Ertrag einer Photovoltaikanlage in Deutschland kann man überschlagen, dass jedes kWp installierter Nennleistung 800 bis 1100 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt, abhängig vom Standort und der Ausrichtung der Anlage. Optimal ist eine schräge Ausrichtung nach Süden. Dachflächen Richtung Ost oder West, Fassaden- und Flachdach-Montage können den Ertrag um 20 bis 50 Prozent schmälern. Einen einfachen Onlinerechner, der anhand weniger Daten den zu erwartenden Ertrag schnell ausspuckt, bietet etwa das Onlinemagazin „Solarserver.de“. Andere PV-Rechner sind entweder sehr komplex oder verlinken das Ergebnis direkt auf konkrete Angebote bestimmter Anbieter.


Lesetipp: Mein Haus, mein Dach, mein smarter Strom


Beispiel: Ein Haushalt mit vier Personen benötigt jährlich durchschnittlich etwa 4000 kWh Strom (ohne Heizstrom). Um diesen zu decken, wäre eine Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von etwa 4 bis 6 Kilowatt (kWp) erforderlich. Das entspricht einer Modul-Fläche von etwa 32 bis 48 Quadratmetern. Die Anschaffungskosten für ein komplett installiertes Solarstrom-Aufdachsystem liegen durchschnittlich bei etwa 1300 bis 1500 Euro (netto) pro kW Leistung. Mit einem Solar-Rechner kann man seine Anlage individuell konfigurieren. 

Attraktive Rendite für Eigentümer mit Solarstromanlage

Neben der (Teil-)Autarkie bietet eine fachgerecht geplante und montierte Solarstromanlage ihrem Eigentümer auch eine attraktive Rendite, sofern die Eigenverbrauchsquote stimmt. Denn für den ins öffentliche Netz eingespeisten Solarstrom bekommt der Anlagenbetreiber derzeit nur noch eine gesetzlich garantierte Vergütung von 12,2 Cent. Als Tendenz für die Solarrendite einer Kleinanlage gilt: In einer guten Lage lässt sich mit einem Eigenverbrauchsanteil von 20 Prozent eine Rendite von knapp 5 Prozent vor Steuern erzielen. Diesen Anteil erzielt fast jede Photovoltaikanlage aus dem Stand, indem sie etwa den Dauerverbrauch für Kühlschrank, Kleingeräte und Standby tagsüber komplett abdeckt. Jede Steigerung des Eigenverbrauchs um 10 Prozent bedeutet ein Renditeplus von jeweils rund einem Prozent.  Doch welche Eigenverbrauchsanteile lassen sich im Eigenheim mit welchen Strategien erreichen? Auf den folgenden Seiten lesen Sie, wie sich eine Photovoltaikanlage mit intelligenter Steuerung und einem Hausspeicher Schritt für Schritt besser zur Deckung des eigenen Strombedarfs einsetzen lässt.


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